Augen auf mit Kleinkindern: Im Familiengarten können Gefahren lauern

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Der eigene Garten! Gedacht als kleines Paradies fürs eigene Kind, als ein Ort, an dem der Nachwuchs behütet, beobachtet und sicher seine Welt entdecken kann.
Tatsächlich bringt ein Krabbelkind in der Familie auch neue Anforderungen in Sachen Gartengestaltung mit sich.

Der schöne, große Gartenteich, die unbekannte Pflanze, die (elektrische) Rasenkantenschere im Gartenhäuschen… das alles will von Kleinkindern erkundet werden und fordert von Eltern höchste Aufmerksamkeit, vorausschauendes Denken und große Umsicht bei der (Neu)Gestaltung von Beeten, Werkzeugregal und mehr.

Im Folgenden eine Liste typischer Gefahrenquellen im Garten – ohne Gewähr für Vollständigkeit!

Die Grundstücksbegrenzung
Es ist der Alptraum aller Eltern: Gerade noch spielte das Kind friedlich im Garten und plötzlich scheint es spurlos verschwunden zu sein!
Damit kleine Entdecker keine Chance haben, in einem unbeobachteten Moment ihr Terrain zu verlassen, errichten Sie entsprechend hohe Zäune, prüfen Sie Hecken, Sträucher und andere vorhandene Gartenbegrenzungen auf Durchschlupfmöglichkeiten und entscheiden Sie sich für ein Tor, das ebenso wenig vom Kind selbst zu öffnen ist wie dass es versehentlich offen stehen bleiben kann, nachdem ältere Kinder oder Besucher es durchschritten haben.

Gartenhaus und Co.
Die Tür vom Gartenhaus steht auf! Bei diesem Anblick robbt der Nachwuchs so schnell heran, wie Füße und Hände es ihm erlauben – und kurz vorm Ziel wird ihm – wieder einmal! – einfach die Tür vor der Nase versperrt.
Kein Wunder also, dass das Gartenhaus, das nur für Mama und Papa zugänglich ist, zum Gegenstand höchsten Interesses wird! Und ebenso natürlich wird künftig jede Chance genutzt werden, sich doch im Inneren umzuschauen, sollte einmal in einem unbeobachteten Moment die Tür unverschlossen sein.
Eine heimliche Erkundungstour, verbunden mit vielen Gefahren, kann die Folge sein!
Kippelige Regale, auf denen Blumentöpfe, Gartenwerkzeuge oder ähnliches gelagert werden, können im Nu ein enormes Risiko für ein Kind darstellen ebenso wie scharfe Scheren, Giftiges (Mittel gegen Schädlinge etc.), (flüssiger) Grillanzünder, übriges verletzungsträchtiges Gerät und vieles andere mehr.
Klein und rosa = süß?
Ein Kind entdeckt die Welt stets mit allen Sinnen und daher müssen auch Düngemittel, ob flüssig oder fest, immer sicher verschlossen außer Reichweite von Kindern gelagert werden!
Ob am Gartenhaus oder an der Hauswand: Wie auch innerhalb der eigenen vier Wände müssen auch Außensteckdosen durch geeignete Vorrichtungen kindersicher gemacht werden.

Gartenteich und andere Wasserverlockungen
Wo Wasser ins Spiel kommt, kennt die kindliche Neugier (leider) häufig keine Grenzen.
Nicht auszudenken, wenn das Kind in einem unbeobachteten Moment gefährlich nahe an den ungesicherten Gartenteich, die Öffnung der Regentonne oder an den Rand von Pool oder Planschbecken gelangen kann.
Gitter im Teich unterhalb der Wasseroberfläche, unüberwindbare Absperrungen und entsprechende Sicherungen an Regentonnen machen das Leben entspannter, wenngleich schon eine sehr gering scheinende Wassertiefe eine tödliche Gefahr bedeuten kann und ein Kind sich daher nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasser aufhalten sollte.

Gartenbepflanzung
Der Strauch da? Keine Ahnung, was das ist…“
Ob bereits bepflanzt übernommen oder selbst begrünt: Nicht immer ist ganz klar, was im eigenen Garten so alles wächst. Entdeckt man eine oder mehrere (der gängigen) Giftpflanzen, heißt es handeln und auf eine ungefährliche Bepflanzung für Kind und Tiere umzusatteln.
Von Laubbaum über Staude für jeden Standort bis hin zu Gewürzpflanzen ist die Auswahl diesbezüglich sehr groß.

Spielgeräte
Ein – außer wenn gerade darin gespielt wird – abgedeckter Sandkasten ist im Grunde ein sicherer Ort.
Dennoch kann es nie schaden, einen Blick auf den Sand zu werfen, dabei hinabgefallene Blätter etc. zu entfernen, bevor der Nachwuchs zu buddeln beginnt. Hineingeratener Unrat, Tierkot oder ähnliches ist wahrlich nichts, das man zu spät entdecken möchte.
Besonders nach längeren Schlechtwetter-Spielpausen sollten dazu generell alle Spielgeräte und Spielzeug gründlich unter die Lupe genommen werden.
Abgebrochene Ecken an Plastikspielzeug können scharfkantig sein, herausstehende Nägel, Schrauben, gelockerte Teile, morsche Schaukelseile etc. schlimme Verletzungen nach sich ziehen.

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