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Ein „gesunder Kindergeburtstag“? Geht das?

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– Zwischen Tortenschlacht und Kalorienbomben?

Die Erwartung an Kindergeburtstage mögen sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich geändert haben. So wurde bis vor gar nicht allzu langer Zeit doch in aller Regel daheim gefeiert. Und fröhliche (wie gleichsam eher unspektakuläre…) Spiele erwiesen sich dabei als bewährte Erfolgsgaranten. Heute, so scheint es, lässt sich damit kein Blumentopf mehr gewinnen (hier ein humoristischer Beitrag zum Thema). Deutlich mehr Action darf es bitte sein!

Und so scheuen Eltern mitunter werden Kosten noch lange Anfahrtswege, um dort zu feiern, wo Kinderträume in Erfüllung gehen. Lasertag ist derzeit so ein angesagtes Highlight. Bei schönem Wetter geht es alternativ beim Klettern hoch hinaus. Bei schlechtem locken die Wellen des Spaßbades oder das Hüpfen in der Trampolin-Halle. Kindergeburtstag kann heutzutage alles sein – nur eben nicht gewöhnlich oder gar langweilig.

Eines ist jedoch geblieben.
Bei der Planung wohl jedes Kindergeburtstags stellt sich nicht nur die Frage nach de Unterhaltungsprogramm. Sondern vor allem auch die nach der Verköstigung der Gäste! Und wenn Kinder die freie Wahl hätten, würde diese wohl nicht selten zuckersüß bis chipswürzig ausfallen.

Das überrascht kaum. Denn Kinder lieben es süß und sind immer gerne genommen. Und so gehören und Torte eben auch zu den Party-Klassikern, die nicht fehlen dürfen. Der gute alte Marmorkuchen beispielsweise. Oder hübsche kleine Muffins mit bunten Verzierungen auf dem Schokoladenguss. Schokoladige Preise versüßen dazu gewonnene Spiele. Für Nostalgiker gehören unverzichtbar Schokoladen-Wettessen rund um den Küchentisch und eine Pyramide aus Schaumküssen zum Fest. Und schließlich: Würstchen und Pommes mit viel Ketchup zum Abendessen. Nicht zu vergessen natürlich prallgefüllte Mitgebseltüten mit Lolli, Bonbon und anderem, das Kindern gut schmeckt.

Kindergeburtstag: Genauso schön ohne „süß“ und „fettig“?

Zucker und Fett dürften damit reichlich vertreten sein. Aber wie schaut’s mit Vitaminen und Gemüse aus? „Die müssen leider draußen blieben“, hieße es sicherlich, ginge es nach so manchem Geburtstagskind. Davon gibt es ja Tag für Tag schon genug! Wenn Eltern den Speiseplan bestimmen und mit Erbse, Möhre und Co. gesunde Farbtupfer auf die Teller zaubern.

Aber täte man den Kindern einen Gefallen, wenn man ihnen eben diesen Gefallen täte? Sie nach Herzenslust schlemmen ließe?
Objektiv betrachtet: Ganz sicher nicht! Denn dass zu viel Zucker sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann, ist kein Geheimnis. Ebenso, dass in Sachen gesunder Ernährung in Deutschland „Luft nach oben“ ist. Und dass Kinder heute außerhalb der eigenen vier Wände praktisch immer und überall süßen Verlockungen ausgesetzt sind.

Auch das mag früher anders gewesen sein, als Süßigkeiten noch ein seltenes Highlight im Alltag waren. Als es Junkfood praktisch noch nicht gab und Kuchen höchstens sonntags auf den Tisch kam. Und deutlich weniger „gesnackt“, sondern am Tisch gegessen wurde. Damals, da mag ein Kindergeburtstag tatsächlich für viele Kinder die kulinarische Ausnahme von der Regel gewesen sein.
Ein Anlass, bei dem man sie mal guten Gewissens aus den Vollen schöpfen lassen konnte.

Heute hingegen: Eine weitere Gelegenheit von vielen, mehr Schokolade und Kuchen zu konsumieren als gut ist.

Der „gesunde Kindergeburtstag“?

Andererseits ist trotzdem die Frage berechtigt: Täte man den Kindern umgekehrt einen Gefallen, wenn das Partymotto konsequent „Heute nur gesund!“ hieße? Kann man sich vorstellen, gar keine Süßigkeiten anzubieten? Auf die ebenso heiß geliebte wie fettreiche Bratwurst vom Grill zu verzichten? Schaden würde es wohl in keinem Fall. Und auch andere Eltern würden sicherlich nichts dagegen einzuwenden haben, dies im Gegenteil sogar gutheißen.

Aber – um auf die Frage in der Überschrift zurück zu kommen -:  Geht das? Kann man das machen? Kann man den Kinder das „antun“? Wären die Gesichter nicht ziemlich lang? Würde damit nicht schlichtweg etwas fehlen? Sind Süßigkeiten nicht doch immer auch ein besonderes Verwöhnprogramm? Wäre die Party dadurch womöglich ein Flop?Weil die süßen Seiten nun einmal ebenso untrennbar zum Kindergeburtstag gehören wie der Tannenbaum zum Weihnachtsfest?

Die Antwort an dieser Stelle ist vermutlich wenig zufriedenstellend: Theoretisch geht alles.
Wie das Partybuffet im Endeffekt aussieht, wird aber eben doch jeder für sich entscheiden (müssen).

Und vielleicht ist es einmal mehr im Leben ein guter Vorsatz, einen goldenen Mittelweg zu finden.
Das Partymotto „Gesunde Rohkost“ in aller Konsequenz käme wohl tatsächlich bei vielen Kinder nicht gut an. Und kleine Naschkatzen sollen ja durchaus auf ihre Kosten kommen dürfen.
Gleichzeitig muss ein Kindergeburtstag wahrlich keinen Anlass bieten, gleich eine Wochenration Fett und Zucker zu konsumieren.

Mit der Devise „Nicht mehr Zucker und Fett als nötig. Dafür viele Spiele, die Kinder so richtig in Bewegung und ins Schwitzen bringen!“ können sicherlich viele gut leben. Eltern haben ein gutes Gefühl, Kinder müssen nicht auf den leckeren Geburtstagskuchen verzichten.

Und einige Tipps, wie es mit diesem „Wenig(er) Zucker, wenig(er) Fett“ gelingen dürfte? Die gibt es übermorgen an dieser Stelle!

Bildquelle: © bigstock.com/Hallgerd

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