„Gut durch den Winter!“, Teil 2: Winterschuhe fürs Kind – beinahe eine Wissenschaft für sich?

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Kaum etwas ist unangenehmer an einem Schneematsch-Tag als mit kalten Füßen in womöglich nassen Socken draußen unterwegs zu sein.
Ungeeignetes Schuhwerk macht natürlich auch Kindern jedes Wintervergnügen im Freien zuverlässig zunichte. Und so es wird nicht lange dauern, bis sich der Nachwuchs nur noch widerwillig durch Schlitten, Schneemänner und Schneeballschlacht nach draußen locken lässt.

Mit guten Winterschuhen hingegen ist das Kind bestens gerüstet für Schulwege bei Eis und Schnee – und natürlich auch anschließendem Im-Freien-Spielen, bis die einsetzende Dämmerung dem Toben in der weißen Pracht ein Ende bereitet!

Einige Tipps und Erfahrungen zum Thema „Winterschuhkauf für Kinder“:

mit Kindern – manchmal ein Geduldsspiel
Im Stress einzukaufen macht Kindern keinen Spaß und verdirbt auch Eltern im Nu die gute Laune.
„Mal eben schnell zwischendurch“ in die Stadt zu flitzen in der Hoffnung, auf Anhieb schon ein akzeptables Paar Schuhe zu finden, erweist sich daher in der Regel als keine so gute Idee.
Statt dessen sollte man sich die Zeit nehmen, die eine qualifizierte Beratung erfordert.
Zu dieser gehört neben der Ermittlung der aktuellen Schuhgröße auch eine ausführliche Anprobe verschiedener Modelle, bei denen sich eben nicht nur auf den ermittelten Zahlenwert „Schuhgröße“ verlassen wird, der – aufgrund fehlender Normen – kein Garant dafür ist, dass der Schuh auch tatsächlich ideal an den Fuß passt.

Wie bei jedem Schuh gilt natürlich: Winterschuhe dürfen keinesfalls zu klein (aber natürlich auch nicht „auf Vorrat“ zu groß) gekauft werden.
Um zuverlässig warm zu halten, ist ausreichend Platz für ein wärmendes Luftpolster im Schuh wichtig.
Dazu kommt, dass viele Kinder im kuschelwarme Socken an den Füßen lieben, die bedeutend mehr Raum im Schuh einnehmen als beispielsweise die hauchdünnen Sommer-Sneakersocken.
Zur Anprobe daher ruhig ein paar dicke Socken einpacken, denn nur so merkt das Kind, ob der Schuh auch in Kombination mit diesen nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite und in der Höhe dem Fuß genügend Platz bietet.

Fachkräfte in guten Schuhgeschäften werden aus dem mitunter reichen Angebot den passenden Schuh finden, wenn vorhandene Modelle auch in unterschiedlichen Breiten angeboten werden.
Findet sich hingegen im ersten Geschäft nicht der rundum überzeugende Schuh – bei Kindern spielt meist noch die Optik die größte Rolle – sollte man den zusätzlichen Zeitaufwand und den Weg in weitere Geschäfte nicht scheuen.
Denn ein „Notlösung-Schuh“ wird später selten zum gerne getragenen Exemplar…

Gute Qualität und richtige Pflege – für lange Freude an neuen Winterschuhen
Qualitativ hochwertige Schuhe haben durchaus ihren Preis, bieten dafür aber beste Voraussetzungen dafür, dass das Kind damit in trockenen, warmen Füßen über den ganzen Winter kommt, sofern

1.) die Füße in dieser Zeit nicht wachsen…
Kontrollieren Sie häufiger während der Wintersaison die Schuhe, denn Kinder melden sich nicht unbedingt selbst, wenn ihnen ihre Schuhe zu klein geworden sind!

und 2.) die Schuhe gut gepflegt werden.
Moderne Obermaterialien sind zum Glück sehr robust gegenüber Matsch und Schnee und erfordern häufig nur ein Minimalprogramm an Pflege.
Dazu gehören: Die Schuhe nach dem Tragen vom gröbsten Schmutz befreien, sie gründlich trocknen lassen und lüften.
Schuhe aus Leder behalten ihre Geschmeidigkeit und ihr edles Aussehen dank regelmäßiger Pflege mit geeigneten, fetthaltigen Schuhpflegeprodukten.
Raue Leder werden mit einer speziellen Bürste behandelt und – ebenso wie Schuhe aus synthetischem Material – mit einem geeigneten Imprägnierspray bei Bedarf gegen Nässe und Schmutz geschützt.

Praktische Aspekte, dank derer Schuhe zu Lieblingsschuhen werden
Da ist das Kind mittendrin im schönsten Rodelvergnügen und plötzlich guckt das Schnürband einer aufgelösten Schleife unten aus dem Beim des Schneeanzugs?
Was dann viel „Hantier“ bedeutet (sprich: Handschuhe aus, Hosenbein hochschieben, Schleife binden, was mit womöglich kalten Händen nicht so recht gelingen will…) lässt sich einfach vermeiden, indem man sich für praktische Modelle mit Klettverschluss entscheidet.

Die etwas „schickere“, weniger „sportliche“ Alternative dazu: Schuhe, die vorne mit einer „auflösesicheren“ Doppelschleife geschnürt sind, zum An- und Ausziehen jedoch seitlich mittels Reißverschluss geöffnet und geschlossen werden können.

Die Farbe – eine Frage von Geschmack und Zweckmäßigkeit
Keine Frage: In erster Linie müssen die Schuhe den künftigen Träger(inne)n gefallen.
Ein wenig praktisch zu denken und ggf. Kompromisse zu schließen, ist aber nicht verkehrt, damit alle lange Freude an den neuen Exemplaren im Schuhschrank haben. Voraussetzungen dafür:

1. Vielseitige Kombinierbarkeit zur vorhandenen Kleidung
Bei schlichten Schuhen in der Regel gegeben, bei auffälligeren Modellen kann es nicht schaden, einmal in Gedanken die Jackenkollektion durchzugehen, bevor sich später in der Praxis ein „interessanter“ Stil-Mix zwischen Schuhen und Jacken ergibt, der vielleicht so nicht recht gefallen will…

2. Schuhe nicht zu hell wählen
So schick und schön helle Schuhe anfangs sind: Schnee, Matsch und selbst Gebrauch bei schönem werden über kurz oder lang Spuren hinterlassen, die die Schuhe unansehnlich werden lassen.
Kinder sollen unbeschwert toben können, auch mal eine Pfütze übersehen dürfen und in die höchsten Schneeberge springen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob womöglich die Schönheit ihrer Schuhe darunter leidet!
Auf der sicheren Seite sind sie dabei mit schlichten, pflegeleichten Modellen in dunklen Farben.

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