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Mit Kindern rund ums Gartenjahr – Teil 11: Gartenarbeit im November

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Viele Blätter sind bereits von Bäumen und Sträuchern gefallen, Grill und Gartenmöbel vermutlich bereits gut für den Winter verstaut, Nebel und kühle Temperaturen zeigen, dass wir dem Winter nun schon deutlich näher sind als dem vergangenen Sommer, und frostige Nächte und erster Schnee gaben vielerorts schon einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Jahreszeit.

Tau am Morgen und Reif an Gräsern und verblühten Stauden zaubern wunderbare Stillleben in die Beete, der Ausblick in den kalten, kahlen Garten lässt das Innere des Hauses nun umso gemütlicher erscheinen.

Schön ist es, wenn man es sich – warm gearbeitet nach einiger Zeit an der frischen Luft – mit dem Blick auf die getane Arbeit mit heißem Tee oder Kaffee gemütlich machen kann.
Ideal dazu: Ein wenig Bewegung im eigenen Garten.

Gelegenheit bietet sich dafür – nicht nur beim Laubfegen – auch im November noch reichlich!

Chrysanthemen

Ein herbstlicher Farbkleck im November-Garten, dem ein wenig Frost meist nicht schadet: Chrysanthemen

Damit alles den Winter gut übersteht
Feuchtigkeit, Frost und Nässe können Gartengeräten und -möbeln im Winter arg zusetzen.
Gut, wenn man jetzt die Möglichkeit hat, alles drinnen frostfrei einzulagern.
Zuvor werden Gartengeräte aus Metall noch einmal gereinigt und können so bis zu ihrem nächsten Einsatz im kommenden Frühjahr den Winter im Keller verbringen.

Gefrierendes Wasser kann großen Schaden anrichten, daher vor dem ersten Frost Wasserschläuche und Schlauchwagen, Regentonne und alle (Pflanz)Gefäße, in denen sich Regenwasser sammeln kann, entleeren und vor neuem Eindringen von Wasser schützen.

Damit Holzmöbel und andere Stücke aus Holz, die den Winter draußen verbringen, keinen Schaden nehmen, ist es nun an der Zeit, sie durch geeignete Pflegemaßnahme wie Ölen oder Lasieren wetterfest zu machen.

Ein Schutz gegen die Kälte
Sind kältere Temperaturen zu erwarten, ist ein wachsamer Blick auf Thermometer und Wetterprognose ratsam, wenn sich im Freien noch kälteempfindliche befinden.
Besser rechtzeitig „verpacken“ als sich später über Schäden zu ärgern! Einen guten Schutz gegen Wind und Kälte bieten spezielle, luftdurchlässige Vliese, mit denen diese Pflanzen verhüllt werden können.

In Sachen Gemüse und Neupflanzungen
So schnell nichts anhaben kann die Kälte vielen Gemüsesorten!
Für u. a. Endivien, Möhren, verschiedene Kohlgemüse, Pastinaken, Lauch und verschiedene Salate ist auch im November noch Erntezeit, ebenso wie für letzte Kürbisse, Bohnen, Radieschen und Spinat und Sellerie. Vielleicht sogar für die letzten Paprika und Tomaten, sofern der erste Frost noch auf sich warten ließ!

Doch nicht nur geerntet, auch gepflanzt kann jetzt noch werden! Verschiedene Stauden können im späten in den Garten gesetzt werden, sowie auch Obstbäume und -sträucher, Hecken und sogar Rosen. Voraus gesetzt, der Boden ist noch nicht durch gefroren!
Wer es bis jetzt versäumt hat, an Farbtupfer im Spätwinter- und Frühlingsgarten zu denken, kann jetzt die Blumenzwiebeln typischer Frühlingsblüher in die Erde bringen.
Und gleichzeitig letzte Zwiebeln empfindlicher Sommerblumen einsammeln, die den Winter im Freien vielleicht nicht überstehen würden.

Auch bei Winterwetter: Gießen nicht vergessen!
Auch, wenn man langanhaltende, bittere Kälte oft für ihren größten Feind hält: Winterharte Kübelpflanzen sind im Winter oft weniger von der Kälte, sondern mehr von Wassermangel bei anhaltender Trockenheit bedroht.
Ausbleibende Niederschläge und lange Frostphasen verhindern, dass ausreichend Flüssigkeit bis an die Wurzeln vordringen kann.
Daher auch im Winter das regelmäßige Gießen an frostfreien Tagen nicht vergessen!
Allerdings nur so viel, dass die Pflanze nicht auf Dauer auf „nassen Füßen“ steht!

Immergrüne Pflanzen müssen beim Gießen mit etwas mehr Wasser bedacht werden als jene, die über den Winter ihr Laub verlieren, da erstere auch in der Kälte Feuchtigkeit über ihr Grün verdunsten.

Genau hinsehen bei Bäumen und Sträuchern!
Früher oder später fällt bei jedem Strauch und Baum auch das letzte Blatt. Manch anderes verbleibt vielleicht aber an den Ästen und kann dort Schaden anrichten: In zu spät angesetzten und erfrorenen Blüten sowie übrig gebliebenen Obststücken an Bäumen können Pilze und andere Krankheitserreger fruchtbaren Boden finden, um sich zu vermehren.
Bei einer kurzen Pause vom Laubkehren daher alle Sträucher und Bäume genau untersuchen und alles entfernen, was dort über den Winter nicht hingehört.

Für hungrige Schnäbel
Jeder Garten erfreut nicht nur Auge und Gärtnerherz, sondern bietet auch unzähligen Tieren ein Zuhause oder einen Futterplatz.
Sobald eine geschlossene Schneedecke den Vögeln die Nahrungssuche erschwert, freuen sie sich über aufgehängte Meisenknödel und Co., die sich auch – eine schöne Beschäftigung für Kinder – ganz leicht selber herstellen lassen.
Wer immer für ein reiches Nahrungsangebot sorgt, wird im Winter viele Vögel in seinem Garten begrüßen! Ein Anblick, der nicht nur Kinder erfreuen dürfte!

Ein letztes Mal „Klar Schiff“
Dieser Punkt stand auch schon für den Oktober in unserem Kalender. Aber vielleicht fehlte bislang die rechte Lust dazu oder es wäre einfach ein Schande gewesen, sich die Zeit mit Aufräumarbeiten zu verderben anstatt noch einmal die letzten warmen Strahlen der Herbstsonne zu genießen?
Überall, wo das Gärtner Spuren hinterlassen hat – in Gartenhäusern, Kellern oder Gartenschränken – lohnt es sich noch einmal, auszusortieren, was kaputt ist, zu reparieren, was nötig ist und gründlich sauber zu machen! Sicherlich finden auch Kinder im Sandkasten oder Gartenhäuschen den ein anderen Ball, die eine oder andere Schaufel, Fahrzeuge etc., die nach dieser Gartensaison ausgedient haben und für die im neuen Jahr Ersatz her sollte.
Welch ein Glück, wenn man dies noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest bemerkt… .

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