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Mit Kindern rund ums Gartenjahr – Teil 4: Gartenarbeit im April

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Auch, wenn sein unberechenbares Wetter sprichwörtlich ist: Schön ist er doch, der April!

Vieles grünt und blüht bereits, wo kurz zuvor noch triste Erde im Beet das Bild bestimmte. Die Sommerstauden zeigen sich, die Tulpen stehen in schönster Pracht, Tag für Tag lässt sich Neues in den Beeten entdecken und der Rasen kommt zu neuer Frische, wie man es aufgrund seines Aussehens im Winter kaum zu hoffen wagte.

Tränendes Herz

Am Winterende im Nu vom ersten Grün bis zu den eindrucksvollen Blüten: Das wunderschöne „Tränende Herz“

Nach einem kräftigen Regenschauer bei lauen Temperaturen kann man förmlich zuschauen, wie das Grün sich überall ruckzuck entfaltet. Die Natur legt sich kräftig ins Zeug.
Kein Wunder, dass mit dieser „Unterstützung“ das Säen, und die Gartenarbeit drum herum jetzt – schönes Wetter voraus gesetzt – besonders viel Freude macht!

Mit etwas Glück laden die dank der Zeitumstellung wieder längeren Abende sogar schon dazu ein, es sich nach getaner Arbeit auf der Terrasse gut gehen zu lassen.
Damit der Garten trotz des rasanten Wachstum schön und gepflegt aussieht, gibt es vorher aber einiges zu tun!
Vieles dabei ist „Familiensache“, denn gemeinsam geht nicht nur alles leichter und schneller von der Hand.
Je jünger die Kinder, desto mehr freuen sie sich erfahrungsgemäß auch, wenn man ihnen verantwortungsvolle Aufgaben zuteilt, zum Beispiel die Pflege eines kleinen Kräuterbeets oder der selbst gesäten Gemüsepflänzchen.

Das macht nicht nur viel Spaß, sondern lädt bestimmt auch den Osterhasen dazu, extra viele Eier zwischen bunte Blumen zu legen… .

Zeit für die Rasenpflege
Für Kinder ist er die liebste Spielfläche: Der saftig grüne Rasen, der leider schnell an Dichte und gesundem Grün verliert, wenn er dauerhaft beim Fußballspielen und Co. strapaziert wird.
Oft lässt sich durch regelmäßige und gute Pflege aber einiges retten. Wird der Rasen bei Matschwetter geschont, stetig gemäht, gedüngt und von Unkraut befreit und durch ausreichende Besonnung und Kalkgaben das Mooswachstum in Schach gehalten, ist schon vieles fürs schöne Grüne getan.
Wohl in jedem Garten wird es aber immer Stellen geben, an denen der „grüne Teppich“ zeitweise nicht mehr zu retten ist.
Wenn unter der Schaukel oder vor dem Gartentor nur noch braune Erde das Erscheinungsbild bestimmt, kommt man um eine Neuanlage kaum drum herum. Das Lockern des Bodens, ggf. Auftragen frischer Erde und Einbringen der Rasensaat kann mühsam sein, ist eben echte Gartenarbeit und macht als solche bestimmt auch den Kindern Spaß.
Danach heißt es: Abwarten und Gießen. Wer sich für Rasensaat statt Rollrasen entscheidet, muss sich schon einige Wochen gedulden, bevor das frische Grüne betreten werden darf!
Angenehmer Lerneffekt: Wer einmal erlebt hat, wie viel Mühe, Zeit, Geduld und Arbeit es kostet, eine Brachfläche wieder in Spielrasen zu verwandeln, ist künftig vielleicht ein wenig einsichtiger, wenn es ums Fußballspielen nach einem starken Regenschauer geht.
Zu verbissen sollte man den Wunsch nach dem „perfekten Rasen“ jedoch nicht verfolgen! In feuchten, dunklen Ecken, unter der Schaukel und auf „Laufstraßen“ im Garten wird es immer schwierig sein, den Rasen dauerhaft fit zu halten.
Manchmal ist eine „radikale“ Lösung – die Anlage eines Weges oder einer mit Sand gefüllten Fläche unter der Schaukel – dann die bessere Alternative, die die Nerven schont und dazu noch gepflegter aussieht als braune Matschstellen zwischen den Grashalmen.

Jetzt (noch mehr) Gemüse säen!
Wer früh im Jahr bereits mit der Aufzucht von Gemüse und Kräutern begonnen hat, kann die nun steigenden Temperaturen zum Startschuss nehmen, sein schmackhaftes Sortiment um einige Sorten zu erweitern. Direkt ins Freiland dürfen nun beispielsweise (weiterhin) Mangold, Erbsen, Radieschen und Pastinaken sowie Möhren, Spinat und Zwiebeln.

Und dazu: Schmackhafte Kräuter!
Ein kleines Kräuterbeet im Freiland anzulegen, ist eine tolle Aufgabe für Kinder! Der richtige Standort will dafür gefunden sein, die passenden Kräuter ausgewählt. Der Platzbedarf kalkuliert und das ganze Beet so angelegt sein, dass bei Regen nichts weggeschwemmt wird und die Kräuter – trotz ihrer unterschiedlichen Wuchshöhen – auch später alle genug mit Sonnenlicht versorgt werden.
Vielleicht lässt sich mit Mamas oder Papas Hilfe auch „hochstapeln“, sprich: aus Steinen etwas bauen, in dem die Kräuter Platz sparend und ideal besonnt terrassenförmig auf verschiedenen Ebenen wachsen können?Eine kleine Hilfestellung bei der Auswahl kann vielleicht unsere Übersicht über die geläufigsten Kräuter liefern: Mit Ausnahme besonders wärmeliebender Sorten wie Majoran, Oregano, Salbei, Estragon oder Basilikum können die meisten Kräuter nun direkt ins Freiland gesät werden.

Nicht den Überblick verlieren!
Blumenzwiebeln hier, neue Mini-Stauden dort und überall noch direkt ins Beet Gesätes? Um dabei nicht durcheinander zu kommen, leisten kleine Pflanzenstecker gute Dienste! Kinder haben bestimmt gute Ideen, wie sich Pflanzenmarkierungen wetterfest basteln lassen. Zum Beispiel in Form mit beständiger Farbe beschrifteten Steinen oder Holzstückchen.
Noch einfacher geht es mit fertig gekauften Pflanzensteckern (aus Kunststoff,) die sich mit wasserfesten Stiften und Farben noch individuell verzieren lassen.

Konsequent gegen wilde Kräuter
Wichtig in jedem Beet ist es besonders um diese Jahreszeit, das reichlich sprießende Unkraut zu bekämpfen.
Je früher und regelmäßiger Wildkräuter im Beet ausgezupft werden und gleichzeitig die Erde ein wenig mit der Harke um bestehende Pflanzen herum gelockert wird, desto besser! Eine Arbeit, bei der alle mit anpacken können und die mit einem schönen Anblick belohnt wird.
Durch Aufbringen von Mulch oder ähnlichem lassen sich so frisch hergerichtete Beete für längere Zeit frei von störenden Unkräutern gehalten werden.

Blumenzwiebeln für einen bunten Sommer
Neben der Aussaat von frischem Rasen und Gemüse ist nun auch der Zeitpunkt gekommen, Zwiebeln von Sommerblühern wie Gladiolen oder Dahlien in die Erde zu setzen.
Das Pflanzen und Graben in der Erde macht den meisten Kindern Spaß, ebenso wie die Auswahl des besten Standpunkts für die künftigen Farbtupfer im Beet.
Wo Wühlmäuse sehr aktiv sind, empfiehlt es sich, die Zwiebeln in Pflanzkörben in der Erde zu versenken.

Wenn nötig: Gießen!

Wasser ist immer gut und Plantschen sorgt für gute Laune!
Auch, wenn noch kein Freibadwetter ist, ergibt sich in den Wachstumsmonaten manchmal die Notwendigkeit, mit dem kühlen Nass zu hantieren. Denn sollte der April sich von seiner trockenen Seite zeigen, ist es erforderlich, regelmäßig zu Schlauch oder Kanne greifen und Beete, Kästen und Kübel gründlich wässern! Da lassen sich kleine Helfer bestimmt nicht lange bitten…

Kindgerecht und kunterbunt

Mit frischer Farbe durch den Garten: Knallige Farbtupfer sorgen auch an grauen Tagen für gute Laune.
Vielleicht gibt es eine alte Gartenbank, die mal mit frischem Anstrich auf Hochglanz gebracht werden müsste? Wie wäre es da statt mit klassischem Weiß oder Blau mal mit einem kräftigen Pink oder Hellgrün?
Vielleicht gibt es auch eine in die Jahre gekommene Mauer oder ein Futterhäuschen für Vögel, die ein wenig frische Farbe vertragen könnten? Beim Griff zu Pinsel und Farbtopf ist alles erlaubt, was gefällt und Fröhlichkeit verbreitet!
Auch für kleine Beete oder Balkonkästen lässt sich individueller Schmuck basteln: Gesammelte Steine bieten sich manchmal bereits durch ihre Form an, zum Marienkäfer oder zur Raupe angemalt zu werden.
Werden die fertigen Werke mit Klarlack überzogen, sind sie eine schöne Deko für lange Zeit.

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