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Mitte November? Endspurt im Garten!

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Ein wenig schade es doch immer, wenn schöne Sommertage eines Jahres endgültig hinter einem liegen. Ein bisschen Melancholie macht sich breit, wenn das letzte Blatt vom Baum gefallen ist. Aber: Auch der Herbstgarten hat zweifelsohne seinen ganz besonderen Charme! Denn so viel Spaß es auch macht, im Sommer-Sonnenschein zu gärtnern. In Gummistiefeln und Fleecejacke Laub zu kehren ist ebenfalls ein großes Vergnügen! Nicht nur Kinder lieben raschelnde Herbstblätter! Und ist schließlich alles unter freiem Himmel erledigt, ist es doch einfach wunderbar, sich bei Kakao und Keksen aufzuwärmen.

Unsere -Endspurt-Liste zum Abhaken:

Rund um die Gartengeräte

  • Sind Arbeitsgeräte aus Holz und Metall, aber beispielsweise auch die Wäschespinne an einem geschützten, trockenen Platz? Wenn nicht: Ab in den Keller oder Schuppen damit!
  • Gibt es Werkzeuge, die ausgedient haben, die einer Reparatur bedürfen oder durch Neues ersetzt werden müssen?
  • Hat sich in Gartenhaus, Garage oder Schuppen einiges angesammelt, das dort vielleicht nicht hingehört? Haben Erde an Schaufeln und feiner Rasenschnitt dort Spuren hinterlassen? Wenn ja, ist es an der Zeit „auszumisten“, alles in Ordnung zu bringen. Und vielleicht den Putzlappen und/oder Staubsauger zu schwingen.
  • Hat sich Wasser in Blumentöpfen, Untersetzern oder anderen Gefäßen gesammelt? Dann heißt es: Ausleeren – und dafür sorgen, dass sich kein neues Wasser sammeln kann. Mit dem ersten Frost drohen sonst Risse und Beschädigungen.
  • Ist das Wasser draußen bereits abgestellt? Leitungen, Gartenschläuche, der Schlauchwagen entleert? Wenn nicht, ist es höchste Zeit, denn auch dort drohen natürlich Frostschäden.

Die guten Gartenmöbel

  • Sind die Gartenmöbel winterfest? Je nach Standort und Material sollte man Gartenmöbel witterungsfest abdecken oder sie ins Trockene bringen. Vorheriges Reinigen und gegebenenfalls eine pflegende Behandlung mit geeigneten Mitteln ersparen einem diese (lästigen?) Arbeiten im Frühling. Ölen, Lasieren o.ä. an einem trockenen Tag kann die Lebenszeit von Holzmöbeln, die ungeschützt draußen bleiben, verlängern.
  • Ist alles Spielzeug aus dem Sandkasten entfernt? Wenn nicht: Raus damit aus dem feuchten Sand, reinigen und einlagern. Ansonsten wird die Enttäuschung beim Nachwuchs im kommenden Frühjahr sicherlich groß sein, wenn sich Rostflecken zeigen oder spröder Kunststoff bricht.
  • Ist der Rasen frei von Laub? Dunkelheit und Feuchtigkeit unter dicken Blätterschichten setzen dem Rasen zu. Ein einfacher Griff zum Rechen löst das Problem. Und das – im Gegensatz zum Laubbläser – umweltfreundlich und nahezu geräuschlos.
  • Gilt es noch eine Hecke zu schneiden? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür, sofern es noch nicht frostig ist. So spät im Jahr wird die geschnittene Hecke kaum mehr austreiben, sodass sie bis zum Frühling in Form bleibt.

Obstbäume

  • Befindet sich noch Obst am Bäumen? Dies entfernt man besser, bevor – unter anderem – Pilzbefall droht.
  • Erfüllen angebrachte Leimringe noch ihren Zweck? Ansonsten: Jetzt noch einmal erneuern!
  • Benötigt der Baum in diesem Jahr noch einen Rückschnitt? An frostfreien Tagen kann man jetzt zur Astschere greifen und den Baum in Form bringen.
  • Ein Herz für kleine Gartenbewohner

Gibt es einen Unterschlupf im Garten für Igel, Insekten und andere Überwinterer? 

  • Haben Sie noch Laub zu kehren, schichten Sie doch es mit Reisig zu einem stabilen Haufen auf. Hält ein Igel bereits Winterschlaf, heißt es natürlich „Bitte nicht stören!“. Erklären Sie Kindern, dass der Igel Ruhe braucht. Und dass sie deswegen unbedingt beim Spielen viel Abstand zu seinem Schlafplatz halten.
  • Finden Vögel genug zu fressen? Wenn nicht, ist jetzt die Zeit, Meisenknödel und ähnliches an einem (vor Katzen) sicheren Platz aufzuhängen. Kontrollieren Sie anschließend regelmäßig den Füllstand des Futters am Futterspender und halten Sie den Futterplatz sauber. Besonders bei Schneefall stets prüfen, ob Vögel noch an der Futterstelle picken können. Dann brauchen sie das Futter schließlich am nötigsten.

im winterlichen Garten oder auf dem Balkon

  • Sind alle empfindlichen Pflanzen geschützt gegen Frost? Wenn nicht, sollte man sie jetzt mit luftdurchlässigem Vlies einpacken. (Mangelnde Luftzirkulation kann Schäden der Pflanze zufolge haben.) Die Erde über empfindlichen Beetpflanzen kann man einfach mit einer Schicht aus Reisig und Laub abdecken. Das ist kostengünstiger Dünger für den Boden und bietet kleinen Tieren ein geschütztes Zuhause für den Winter.
    Manch eine empfindliche, nicht (zuverlässig) winterharte Kübel- und Balkonpflanze gehört an ein frostfreies Plätzchen. Dazu gehören unter anderem Engelstrompete, Oleander, Bougainvillea, Wandelröschen. Was dabei mit Blättern ins Winterquartier einzieht oder gar immergrün ist, benötigt auch dort ausreichend Licht. Manche Pflanzen wiederum – wie die beliebte Kamelie – erfordert eine individuelle Entscheidung. Je nach Standort (geschützt oder dem Winterwind ausgesetzt?) und zu erwartenden Temperaturen gilt es abzuwägen, sie draußen zu überwintern.
  • Geht es den Pflanzen, die sich bereits im Winterquartier befinden, gut? Achten Sie auf regelmäßige Frischluftzufuhr, untersuchen Sie die Pflanzen auf Schädlingsbefall. Und regelmäßiges Gießen nicht vergessen.
  • Kommen Pflanzen in Kästen und Kübeln gut über den Winter? Staunässe ist Gift für viele Pflanzen. Zu lange Trockenheit aber auch. Sind Böden lange gefroren, fällt wenig Niederschlag, können Pflanzen auch im Winter unter Wassermangel leiden. Auch hier heißt es, an frostfreien Tagen zur Kanne zu greifen. Immergrüne Pflanzen, die auch im Winter Wasser über ihre Blätter verdunsten, erfordern dabei besonderes Augenmerk.
  • Ist bereits Schnee gefallen, der Pflanzen zusetzen kann? Unter großer Schneelast können Zweige abknicken. Entfernen Sie vorsorglich allzu dicke Schneedecken vorsichtig von Sträuchern und Hecken, beispielsweise mit einem Kehrbesen.

Pflanzen und Ernten

  • Gilt es noch Gemüse in Beeten zu ernten? Wer ein gut sortiertes Gemüsebeet sein Eigen nennt, findet dort nun viele Zutaten für einen herzhaften Gemüseeintopf. Wirsing ist so ein Klassiker der herzhaften Wintergerichte, der nun Saison hat. Aber auch verschiedene Kohlsorten und mehr aus eigenem Anbau bereichern jetzt den Speiseplan.
  • Soll es im Frühjahr (noch mehr) blühen und grünen in den Beeten? Bringen Sie jetzt die Zwiebeln von typischen Frühjahrsblühern wie Tulpen, Narzissen und Hyazinthen in die Erde. Sammeln Sie gleichzeitig die Zwiebeln ein, die im Sommer und für Farbenpracht sorgten und nicht winterfest sind. Von Erde befreit und geschützt vor Feuchtigkeitsschäden – ausgebreitet auf Zeitungspapier im dunklen Keller – können sie den Winter unbeschadet überstehen.
  • Gibt es Lücken in Beeten? Diese kann man jetzt noch durch Neupflanzungen füllen, wenn kein baldiger, kräftiger Bodenfrost droht. Nicht nur der Frühling, auch der Herbst ist schließlich Pflanzzeit!

Es weihnachtet schon bald…?

  • Sind die Temperaturen noch angenehm, der Wind erträglich und lacht dazu vielleicht sogar die wärmende Sonne? Dann kann man die Gelegenheit durchaus schon nutzen, die Weihnachtsbeleuchtung an Nadelbäumen und anderen Sträuchern vorzubereiten. Es ist zwar noch ein bisschen hin bis zum Advent, aber wer weiß? Vielleicht ist es dann so frostig und unangenehm, dass man dann froh ist, nicht mehr im Garten hantieren zu müssen. Und wenn man gerade dabei ist: Ein paar hübsche Zweige, die vorweihnachtlichen Duft versprühen, kann man auch jetzt schon schneiden. Sie sind schließlich nicht nur schöne Advents- sondern vorher auch schon heimelige Herbstdeko!
  • Bildquelle: © bigstock.com/ Alinsa
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