img

Was tun, wenn der Rasen einfach nicht so schön grün ist, wie er sein soll? – Teil 1

/
/
/
358 Aufrufe

Kiesflächen sind pflegeleicht, Terrassen perfekt, um Gartenmöbel aufzustellen.
Aber ein – mehr oder weniger – grüner Rasen darf für viele Gartenbesitzer dennoch nicht fehlen, um den Bereich komplett zu machen.

Rasen hat einfach zu viele Pluspunkte, als dass man auf ihn verzichten mag!
Der gleichmäßig grüne Anblick schafft optisch Ruhe zwischen Beeten und befestigten Gartenbereichen.
Rasen ist herrlich weich und meist ein wenig kühl, was ihn – auch ohne Handtuch und Gartenliege – zum idealen Untergrund macht, um in der Sonne zu relaxen.
Auf ihm läuft das Planschbecken so schnell keine Gefahr, ein Loch zu bekommen, und selbst bei beherzten Sprüngen ins kühle Nass federt er manche unsanfte Landung ab.
Und hat der Rasen mal gelitten, wenn die Planschbecken-Saison lange währte und kahle Stellen zur Folge hatte, erledigen sich diese mit der Zeit von selbst – mit guter Pflege etwas schneller – wieder.

Wie der Rasen sein soll, ist für viele ebenso keine Frage: Naturnah! Bunt durchmischt mit vielem, das Schmetterlingen und Bienen Nahrung bietet.

Für andere lautet die Idealvorstellung hingegen: Sattgrün! Lückenlos gewachsen! Und gerne frei von allem, das eben kein Rasen ist, sprich: Disteln, Löwenzahn und niedlichen Gänseblümchen.

Damit der Rasen sich von dieser seiner schönsten Seite präsentiert, braucht es mehr als Rasenmäher und – bei bestem Sommerwetter – Gartenschlauch.
Hinter wohl jeder perfekt gepflegten Rasenfläche steckt ganz sicher auch viel Zeit, viel Geduld, nicht unbedingt der angeborene grüne Daumen, aber ein wenig Übung, Erfahrung und viel Ausdauer!
Und selbst mit alledem will es manchmal nicht so recht gelingen mit der makellosen Liegewiese?
Da der Rasen das Herzstück des Familiengartens ist, widmen wir ihm heute in unserem Familien-Blog einen Beitrag, und versuchen uns an typischen Rasen-Fragen, die sich so manch ein Gartenbesitzer schon einmal gestellt haben dürfte.

Heute starten wir mit den Antworten auf die erste und zweite Frage; weitere vier Fragen (und Antworten natürlich) folgen am kommenden Montag.

Frage 1: „Warum wächst der Rasen nur so wenig und hat keine sattgrüne Farbe, sondern wirkt eher gelblich-welk?“
Diese Frage gehört zweifelsohne zu denen, auf die die Antwort leicht fällt: In vielen Fällen lässt sich mit einer (regelmäßigen) Düngung (schnell) Abhilfe schaffen.
Mit Kindern und/oder Haustieren, die nicht für längere Zeit von der frisch gedüngten Fläche ferngehalten werden können oder sollen, empfiehlt sich die Düngung mit einem organischen Dünger, der nicht nur langfristig (über mehrere Monate) wirkt, sondern auch erlaubt, den Rasen gleich nach dem Ausbringen wieder zu betreten.
Durch seine Zusammensetzung aus natürlichen „Zutaten“ schont er die Umwelt, wirkt nachhaltig im Boden und schafft so gesundes Rasenwachstum. Die Gefahr der Überdüngung und in Folge Verbrennung des Rasens droht indes nicht.

Einziger Nachteil am organischen Dünger: Je nach Inhaltsstoffen kann der Dünger anfangs einen „strengen“ Geruch verbreiten, der sich nach einem kräftigem Regen oder guten Bewässern jedoch rasch verflüchtigt.

Generell gilt beim Düngen:
– Beachten Sie die Dosierungs- und Anwendungsvorgaben des Herstellers auf der Packung.
– Mähen Sie den Rasen zuvor, um erst eine gleichmäßige Verteilung des Produkts zwischen den Halmen zu erzielen, und anschließend gut erkennen zu können, ob der Dünger auch wirklich gleichmäßig ausgebracht wurde.
– Düngen Sie bei Trockenheit. An feuchten Grashalmen bleibt der Dünger kleben, er verteilt sich so schlechter und es kann entsprechend länger dauern, bis er im Boden wirken kann.
– Düngen Sie vor erwartetem Regen – oder greifen Sie nach dem Ausbringen des Düngers zum Gartenschlauch.
– Düngen Sie in den Abendstunden und nicht in der prallen Mittagssonne. Im feucht bleibenden Boden über Nacht kann er sich besser auflösen und verteilen als bei schneller Verdunstung des Wassers in der Sonne.

Dünger sorgt nicht nur für kräftiges Wachstum, sondern auch für die satte grüne Farbe des Rasens!

Frage 2: „Warum will an manchen Stellen einfach kein Rasen wachsen?“
Suchen Sie die Antwort passend zu den folgenden vier Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Der Platz ist zu schattig
Ja, es gibt Schattenrasenmischungen und Rasen wächst auch dort, wo nur wenig Sonnenlicht hin scheint.
Allerdings sollte man der Tatsache ins Auge blicken, dass dies auf Dauer selten wirklichen Erfolg bringt. Wo Sonne fehlt, wird der Rasen tendenziell eher schütter und kümmerlich bleiben. Oft ist es an diesen Stellen nämlich nicht nur dunkel, sondern entsprechend auch feucht und kalt. Anderes, wie Moos, findet dort beste Bedingungen und kann und wird das Gras nach und nach verdrängen.
Die Lösung: Schaffen Sie mehr Einfall von Sonnenlicht (beispielsweise durch das Kürzen von Büschen und Sträuchern) oder denken Sie über Alternativen zum Rasen an dieser Stelle nach. Ein Beet mit schattenliebenden wäre eine Möglichkeit, die Flächen mit Steinen oder Mulch zu bedecken, eine andere.

Möglichkeit 2: Der Rasen ist an dieser Stelle zu sehr beansprucht
Auf Laufwegen und unter Spielgeräten bleiben kahle Stellen im Rasen kaum aus.
Die Lösung: Da es sich kaum verhindern lässt, den Rasen an manchen Stellen öfter zu betreten als an anderen, und Kinder wohl nicht auf ihre Spielmöglichkeiten verzichten wollen, gilt es, dort über alternative, zweckmäßige Untergründe nachzudenken.
Rollkies, Mulch oder Sand bieten einen guten Fallschutz unter der Schaukel.
Möglichkeiten, Wege anzulegen, gibt es mindestens ebenso viele (aus Holz, Platten, Kies, Rindenmulch…).

Möglichkeit 3: Die Ursache liegt für’s bloße Auge verborgen
Der Boden ist an sich gut, der Sonneneinfall reichlich. Und dennoch klappt’s hier und dort nicht so richtig mit dem dichten, grünen Gras?
Handelt es sich nur um kleine Stellen, nehmen Sie doch mal eine Harke zur Hand und stechen dort in den Boden. Das lockert und lüftet ihn auf jeden Fall und bringt manchmal auch anderes zutage, das den Rasenwuchs behindert. Große Steine oder Holzstücke dicht unter der Oberfläche beispielsweise.
Die Lösung lautet in diesem Fall natürlich: Steine oder Äste raus, neue Erde hin und ein paar Grassamen dazu, um die entstandene Lücke schnell zu schließen.

Möglichkeit 4: Die Qualität des Bodens lässt zu wünschen übrig
Ist der Boden extrem hart und verdichtet? Vertikutieren kann helfen. Bringen Sie anschließend Sand aus, der die Zusammensetzung des Bodens nachhaltig durchlässiger macht.
Ist die obere Schicht, in der Rasen gut wachsen kann, eher dünn? Darunter befinden sich beispielsweise viele Steine? Ein wenig frisch aufgetragene Blumenerde kann Wunder bewirken! Tragen Sie diese im Laufe der Gartensaison immer mal wieder in dünnen Schichten auf, so kann der vorhandene Rasen immer wieder durchwachsen.

Kommentare, Tipps und Tricks zur Rasenpflege sind wie immer natürlich herzlich willkommen!

Bildquelle: Esther Merbt/pixabay.de

(Visited 56 times, 1 visits today)

Verwandte Artikel

  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Linkedin
  • Pinterest

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

It is main inner container footer text