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Schulkinder: Sicher durch den Herbst mit dem Bus, zu Fuß und auf dem Rad

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Das Laub der Bäume leuchtet in bunten Farben, der ist unübersehbar da. Nun geht es schnurstracks auf den Winter zu, auf die dunkle Jahreszeit.

Zum Glück ist es noch viele Wochen hin bis zum kürzesten Tag des Jahres. Aber die Tage sind schon jetzt natürlich deutlich kürzer als zu Sommerbeginn. Und besonders spürt man dies, wenn die Kinder plötzlich wieder im Dunkeln morgens aus dem Haus gehen. Oder es beim abendlichen Fußballtraining draußen nicht mehr ohne Flutlicht geht.

Dunkelheit und Kälte, das sind zwei typische Herbst-Begleiter, aufgrund derer man selbst vielleicht schon nicht gerne aus dem Haus geht. Noch weniger gern lässt man jedoch den Nachwuchs sich allein in der Dämmerung auf den Weg machen.

Aber: Was muss, das muss! Die fängt schließlich auch im Herbst nicht später an. Und Hobbys lassen sich auch nicht ohne Weiteres auf die hellen Stunden des Tages verlegen.

„Augen zu und durch (den Herbst)“?

So könnte die Devise lauten für alle, die das nächste Frühjahr jetzt schon kaum erwarten können. Besser ist aber natürlich: „Augen auf!“Im Straßenverkehr selbstverständlich. Bei Eiseskälte besonders, die nicht unbedingt dem Winter vorbehalten, sondern auch im Herbst keine Seltenheit ist. Und generell bezüglich der Wahl von Kleidung und Accessoires, wenn Nebel und Regen an der Tagesordnung sein können.

Mehr ist mehr!

Das bedeutet im Herbst und im Winter für den Schulweg:

1. Mehr Zeit einplanen

Lassen Sie Ihr Kind einige Minuten früher als üblich zu Fuß oder mit dem Rad in Richtung Schule aufbrechen. Bei Glätte und in der Dunkelheit ist besondere Vorsicht geboten – und Hektik im Straßenverkehr gefährlich fehl am Platz!

Kinder, die im eng getakteten öffentlichen Nahverkehr auf den Bus angewiesen sind, können gegebenenfalls einen Bus früher nehmen. Besonders bei Schnee und Glätte kann es schließlich unterwegs zu Verzögerungen kommen und der Bus sich verspäten. Mit etwas „Luft“ ist pünktliches und entspanntes Ankommen trotzdem sichergestellt.

2. Mehr Vorsicht walten lassen

Kinder dürfen nie davon ausgehen, dass Autofahrer sie wahrnehmen, weil sie das Auto ja schließlich auch sehen. Das gilt es gerade jüngeren Verkehrsteilnehmern immer bewusst zu machen, bei schlechten Sichtverhältnissen aber in besonderem Maße.

Hält das heranfahrende Auto wirklich am Zebrastreifen, an der roten Ampel, vorm Abbiegen an? Erst dann wird die Fahrbahn betreten.

Aufmerksamkeit erfordern auch eisglatte Wege, auf denen Rutschgefahr droht. Für das Kind selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer. Im Herbst kann nasses Laub einen ähnlichen Effekt haben, sodass auch diesbezüglich Vorsicht geboten ist.

3. Mehr Aufmerksamkeit

Das gilt nicht nur anderen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern gegenüber, sondern auch dem Zustand des eigenen Fahrrads. Überprüfen Sie in engen Abständen, ob alle Reflektoren vorhanden sind und das Rad voll funktionstüchtig istNeben den Bremsen muss natürlich das Licht am Rad Ihres Kindes tadellos und zuverlässig funktionieren.

4. Mehr Sichtbarkeit

Dass andere Verkehrsteilnehmer sie rechtzeitig sehen, ist für Kinder das A und O für ihre Sicherheit in der Dunkelheit. Ab einem gewissen Alter bekommen Warnweste und Co. jedoch das Prädikat „Uncool!“ verliehen? Auch dann sollten Eltern nicht nachgeben. Anstatt sich auf theoretische Diskussionen einzulassen, überzeugen Sie Ihr Kind durch eine praktische, eindrückliche Demonstration von deren Nutzen. Stellen Sie sich im Dunkeln doch mal auf einen Feldweg. Und lassen Sie sich dort von Ihrem Kind mit einer Taschenlampe aus einiger Entfernung anleuchten. Der Unterschied zwischen der Sichtbarkeit mit und ohne Warnweste wird es beeindrucken. Und hoffentlich von der Notwendigkeit geeigneter Kleidung überzeugen.

Leider immer wieder sieht man dunkel gekleidete Radfahrer und Fußgänger, die man im Straßenverkehr erst sehr spät wahrnimmt. Sind Sie mit Ihrem Kind im Auto unterwegs, weisen Sie es auf solche hin.

Ein Autofahrer übersieht einen schlichtweg im Stadtverkehr? Was das bedeutet, kann der Nachwuchs sich gewiss ausmalen. Daher: Je mehr Reflektoren sich an Schuhe, Kleidung und Ranzen befinden, je heller die Kleidung ist, desto besser!

Aber: Kinder nicht in Watte packen

Es ist verständlich, wenn man Kinder in der Dämmerung oder Dunkelheit nicht alleine gehen oder fahren lassen möchte. Aber bei aller Sorge um den Nachwuchs: Muss man ihn deswegen immer und überall mit dem Auto hinchauffierten? Wo im Sommer Füße und Fahrrad zum Einsatz kommen, sollte dies auch im Herbst und Winter möglich sein.
Denn besonders dann brauchen Kinder frische Luft, ausreichend Bewegung und die Gelegenheit, einige Sonnenstrahlen zu erhaschen.

Wenn sie morgens stundenlang in stickigen Klassenzimmern sitzen. Wenn das Toben auf dem Schulhof in der Pause wegen strömenden Regens ausfällt. Die frühe Dunkelheit dem ausgiebigen Auspowern am Nachmittag einen Strich durch die Rechnung macht. Und wenn es drinnen nun mal oft einfacher gemütlicher ist als draußen.

Vielleicht können Sie Ihr Kind zu Fuß oder auf dem Rad begleiten und das Auto in der Garage lassen? Wenn dies nicht möglich ist: Klopfen Sie vertraute Wege in der Dunkelheit noch einmal auf mögliche Gefahrenstellen ab. Manch eine tagsüber gut überschaubar wirkende Straße kann in der Dämmerung ihre Tücken haben. Dann sind Alternativen gefragt, damit Kinder sicher ans Ziel kommen und Eltern beruhigt sein können.

Bildquelle: © bigstock.com/Nataliya Dorokhina

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