Den Garten im Herbst tierfreundlich gestalten

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Jetzt, Anfang Oktober, da macht die Gartenarbeit noch Spaß. Scheint die Sonne, werden die Finger noch nicht eiskalt, wenn es Hecken zu schneiden und erstes gefallenes Laub aufzukehren gilt.
Wobei: Stopp! Blätterhaufen? Da war doch was!

Natürlich ist es prinzipiell sinnvoll, Herbstblätter mit dem Rechen vom Rasen zu sammeln. Andernfalls droht dem satten Grün Schaden durch Lichtmangel und durch die Feuchtigkeit, die sich unter der Laubschicht staut.

Aber: Vielleicht gibt es ja ein Plätzchen im , wo der entstandene Laubberg nicht weiter stört?
Wo er den ganzen Winter bleiben kann, ohne dass der Wind ihn davon weht?
Hinter einem Schuppen vielleicht? Zwischen Mauer und Gartenhaus?

Warum?
Weil kleine Gartenmitbewohner dankbar dafür sein werden! Für den Laubhaufen – und vieles mehr, das im Garten ganz natürlich wie einst gewachsen den Winter verbringen darf.

Unsere Tipps für tierfreundliches Gärtnern im :

Dem kleinen Igel ein Zuhause

Igel brauchen ein ruhiges, sicheres, geschütztes Plätzchen zum Überwintern, beispielsweise in einer Hecke. Eine dicke Laubschicht hält den Igel dort warm. Noch mehr Schutz und Stabilität bietet ihm eine Anhäufung aus Ästen, Blättern und Reisig.

Im Garten liegen noch unbehandelte Holzbretter, vielleicht sogar einige Steine herum, für die es aktuell keine Verwendung gibt?
Dann bauen Sie mit Ihren Kindern doch ein Igel-Haus!
Bauanleitungen für Igelhäuser aus Holz und Stein gibt es HIER bei selbst.de .

Ein reiches Vogelfutter-Buffet

Es ist eine schöne Sache für Kinder, aber natürlich auch Erwachsene, Vögel im eigenen Garten willkommen zu heißen.
Wer ihnen rechtzeitig und stets ausreichend bei jedem Wetter Futter anbietet, wird sich hoffentlich über eine große Gästeschar freuen können.
Was es dabei zu beachten gibt, haben wir schon einmal HIER zusammengefasst.

Reger Betrieb am Futterhäuschen ist natürlich schön. Noch mehr Abwechslung bietet sich Vögeln jedoch, wenn etwas „Unordnung“ im Garten erlaubt ist.
Nicht jede verblühte Staude muss man doch gleich herunter schneiden. Dazu ist auch im Frühjahr noch Zeit. Bis dahin bieten Sträucher und Co. Vögeln reichlich Nahrung in Form von Beeren und Samen.

Unterschlupf für viele

Auch Insekten freuen sich über Verblühtes, das ihnen Nahrung und Unterschlupf bietet. Und das kommt wiederum hungrigen Vögeln und Igeln auf Nahrungssuche zugute.

Die Hecke brauchte einen kräftigen Rückschnitt?
Dann muss das Holz vielleicht nicht sofort fortgeschafft werden.
Aufgetürmt zu einem haltbaren Stapel in einer geschützten Ecke des Gartens bietet es Insekten ein Zuhause für den Winter.
Willkommen fühlen viele sich auch in einem eigens aufgehängten „Insektenhotel“, das verschiedenen Arten den passenden Unterschlupf bietet.

Es gibt einen abgestorbenen Baum, der eigentlich weg soll?
Lassen Sie ihn doch noch ein Weilchen stehen! In Hohlräumen und totem Holz finden beispielsweise Schmetterlinge ein gutes Plätzchen für den Winter, Käfer tummeln sich unter der Rinde.

 „Herbstschön“: Mit Muskelkraft statt viel Getöse den Garten auf Vordermann bringen

Laubsauger sind nicht nur ein Ärgernis für lärmempfindliche Nachbarn.
Für manch einen kleinen Gartenbewohner sind sie gar lebensbedrohlich!
Eine Chance, sich rechtzeitig vor dem Sog in Sicherheit zu bringen? Die haben viele kleine , die an oder unter den Blättern sitzen, nämlich kaum.

Der Griff zum Rechen ist ruhig, braucht weder Strom noch Benzin. Er verschont kleine Lebewesen und ist so in vielerlei Hinsicht umweltfreundlicher.
Und darüber hinaus ist es doch ein schönes Ritual, den Sommer so zu verabschieden und den Herbst willkommen zu heißen?

Wer nicht sehr viel Hecke zu schneiden hat, greift auch hier besser zur Astschere anstatt zur elektrischen Heckenschere. Erstens kann man mit dieser verhindern – beispielsweise bei der Lorbeerhecke -, große Blätter in der Mitte durchzuschneiden. Dies hat schließlich viele unschöne braune Flecken in der Hecke zur Folge, wo Blattreste vertrocknen.

Zweitens übersieht man kleine Heckenbewohner nicht so schnell, kann um sie herum schneiden und so beispielsweise besonders kunstvolle Spinnennetze verschonen.

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