Wie sagt man so schön? „Irgendwann kommt alles wieder!”
Bei der abc-mama war es kürzlich die gute, alte Strickliesel, die wieder Einzug in den Haushalt halten durfte.
Einem Kleidungsstück fehlte die passende Kordel - ein klassischer Fall für die Strickliesel.
Was man mit dem guten Stück, das vielen noch aus Kindertagen noch bekannt sein dürfte, noch alles produzieren kann?
Wer Freude an Handarbeiten hat und eine Strickliesel im Haus, dem fällt bestimmt allerlei ein:
Ersatz-Aufhängeschlaufen für Waschhandschuhe, Handtücher und Topflappen, stabile Schnürbänder, Kordeln für selbstgenähte Taschen und Beutel, Ersatz für gerissene Turnbeutelträger, eine Befestigung für Schlüsselanhänger am Schulranzen … .
(Tipps und Ideen, wofür man die Strickliesel-Bänder sonst noch verwenden kann, sind natürlich herzlich willkommen!)
Hier aber erstmal eine kleine Anleitung für alle “Strickliesel-Neulinge” und für alle, bei denen die letzten selbst gemachten Kordeln auch schon einige Jahre zurückliegen:
1.) Das Material
Zunächst benötigt man die eigentliche „Strickliesel”. Diese ist im Handel, beispielsweise im Spielzeugladen, für wenige Euro und in der Regel mit einem zugehörigen Holzstäbchen erhältlich.
Hilfreich für den Anfang, aber nicht unbedingt erforderlich ist eine dünne Häkelnadel zum Führen der Wolle durch die Bohrung.
Und dann bedarf es natürlich noch Wolle.
2.) Die Vorbereitung
Bevor das eigentliche „Stricken” beginnen kann, muss der Faden von oben nach unten durch die Strickliesel geführt werden.
Dies gelingt, wie bereits beschrieben, am einfachsten mit einer dünnen Häkelnadel, die dazu von unten durch die Strickliesel gesteckt wird.
Der Endfaden, der nach dem Einfädeln unten aus der Strickliesel kommt, sollte nicht zu kurz sein. Beim Herstellen und Stricken der ersten Maschen ist es sehr hilfreich, wenn man diesen Faden gut fassen, evtl. einige Male um einen Finger wickeln kann, um für etwas Stabilität zu sorgen.
3.) „Maschenaufnahme”
Wie beim „richtigen” Stricken auch, braucht man zunächst einmal Maschen, die in der folgenden Runde gestrickt werden können.
Dies geschieht folgendermaßen: Das Fadenende wird unter der Strickliesel festgehalten, der Faden, der zum Knäuel führt, um ein beliebiges Häkchen herumgeführt - und zwar gegen den Uhrzeigersinn:
Weiter geht es mit dem Häkchen, das vom umwickelten aus links liegt. Ebenfalls wieder gegen den Uhrzeigersinn wird der Faden um das Häkchen gelegt.
Wenn alle vier Häkchen auf diese Weise umwickelt sind, zeigt sich folgendes Bild von oben
und so schaut es von der Seite aus betrachtet aus (vorne im Bild das erste umwickelte Häkchen, rechs das vierte, der Faden wurde bereits wie zum Stricken aufgenommen):
4.) Das Stricken der Kordel
Der Faden, der zum Knäuel führt, wird wie beim Stricken mit der linken Hand aufgefasst, die Strickliesel danach mit der linken Hand umfasst. Wenn der Faden gespannt vor der Masche liegt, wird mit dem Stäbchen in der rechten Hand von oben nach unten in die Masche eingestochen, diese leicht nach vorn gezogen
und die Schlaufe schließlich nach hinten über den Faden und über das Häkchen gehoben. Aus dem zuvor vorne liegenden Faden ist so die neue Masche geworden.
Die Strickliesel wird soweit gegen den Uhrzeigersinn gedreht, dass der Faden straff vor dem nächsten, links folgenden Häkchen lieget. Weiter geht es dort mit der nächsten Masche, die wie beschrieben gestrickt wird.
Immer rum und rum - bis die Kordel die gewünschte Länge erreicht hat.
5.) Abketten der Maschen
Ist die Kordel fertig, zieht man den Faden - am einfachsten mit Hilfe einer Stopfnadel - durch die vier Schlaufen, die sich noch über den Häkchen befinden.
Der Faden wird anschließend in das Innere der Kordel gezogen und verbleibender Faden anschließend abgeschnitten.
Fragen? Sollte an dieser Anleitung etwas unklar oder schwer verständlich sein, bitte die Kommentarfunktion nutzen!
Lust aufs Stricken bekommen? Anleitungen u.a. für Babysocken und Puppensöckchen sind HIER bereits in diesem Blog erschienen.






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