Spätestens, wenn vor Weihnachten bunte Werbeprospekte von Versandhäusern mit allen erdenklichen Spielzeugangeboten ins Haus flattern, wächst die kindliche Unruhe und Vorfreude:
„Was soll ich mir bloß wünschen, werde ich wohl alles bekommen und kommt mein Wunschzettel überhaupt noch rechtzeitig beim Christkind an?”, sind Fragen, mit denen Kindern ihren Eltern gerne in den Ohren liegen.
Oft ist es einfach rührend zu sehen, mit welcher Überzeugung viele Kinder bis weit ins Schulalter hinein felsenfest an Weihnachtsmann oder Christkind glauben und auch später noch „brav” einen Wunschzettel schreiben, um die schöne Tradition zu pflegen. Und manchmal auch die Eltern bewusst und schadenfroh ein wenig an der Nase herum führen, in dem sie keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass sie natürlich noch an Nikolaus und Co. glauben… .
Wann soll der Wunschzettel geschrieben sein?
…ist natürlich eine Frage der Wünsche und individuellen Planung.
Wer die Weihnachtsatmosphäre in Innenstädten liebt und trotz größten Weihnachtstrubels gerne und vielleicht mehrmals Einkäufe erledigt, hat es sicherlich nicht allzu eilig, alle Wünsche beisammen zu haben.
Ebenso, wenn man ohnehin vorhat, die Geschenke ganz oder größtenteils über das Internet zu bestellen und die Wünsche der Kinder (z.B. anhand eines Wunschzettels für die ganze Familie) und das entsprechende Angebot im Onlinehandel recht gut abschätzen kann .
Wer so gar keine Ahnung hat, was auf dem Wunschzettel stehen wird oder es sich um eher schwierig zu organisierende Präsente handelt, wenn der Geschenkekauf für eine enspanntere Vorweihnachtszeit schon vor der Adventszeit erledigt sein soll oder es sich um Geschenke handelt, die eine lange Lieferzeit haben oder extra angefertigt werden müssen, ist es Mitte November sicherlich nicht zu früh, die Kinder ihre Wünsche aufs Papier bringen zu lassen - auch wenn die sonstige Weihnachtsstimmung vielleicht noch fehlt.
„Ich kann aber noch nicht schreiben!”/”Das Christkind kann meine Wünsche bestimmt nicht lesen!”
Besonders für jüngere Geschwister, die noch im Kindergarten oder gerade erst eingeschult sind, mitunter ein essentielles Problem.
Vielleicht helfen der große Bruder oder die große Schwester beim Wunschzettel schreiben (gerade vor Weihnachten bricht bei Kindern ja nicht selten plötzlich ungeahnte Harmonie und Hilfsbereitschaft untereinander aus…) oder Mama oder Papa dürfen behilflich sein?
Kinder, die noch gar nicht schreiben können, können natürlich genauso gut ihre Wünsche aufmalen oder entsprechende Bilder des Spielzeugs oder der Anziehsachen aus Katalogen ausschneiden und aufkleben. Eher ungeübte kleine Buchstabenkünstler möchten vielleicht ihre Schreibkünste unter Beweis stellen? Solange es die Eltern - mit etwas gutem Willen - lesen können, wird auch das Christkind ganz sicher erkennen können, was gemeint ist… .
Viel Zeit für einen echten Brief!
Die meisten Kinder lieben es, Briefe zu schreiben und zu bekommen. Und zu einem echten Brief gehören Umschlag, Adresse und Absender einfach dazu, ebenso wie Anrede und ein „Viele Grüße, Dein/e …” am Schluss.
Das Schreiben des Wunschzettels ist für viele Kinder ein feierliches Ritual, das nicht zwischen Tür und Angel erledigt werden darf, sondern Zeit und Ruhe braucht. Und oftmals ein Elternteil an der Seite, das im „Notfall” mir Rat und Tat zur Seite stehen kann.
Typische Fragen sind sicher: „Ist das auch nicht zu unverschämt?”, „Kann das Christkind das alles tragen?” und „Findet das Christkind mich an Heiligabend auch?”.
Wenn das Weihnachtsfest nicht zu Hause sondern vielleicht bei den Großeltern gefeiert wird, kann der Hinweis auf dem Wunschzettel „Es wäre schön, wenn du meine Geschenke bei meiner Oma in […] abliefern könntest!” in den folgenden Wochen schlaflosen Nächten vorbeugen!
Eine liebe Erinnerung
Holt das Christkind den Brief „persönlich” ab, kann es ein schönes Familienritual sein, den Brief an einem bestimmten Tag draußen auf die Fensterbank oder in den Garten (wind- und regensicher, z.B. in einer Klarsichtfolie unter einen Stein) zu legen. Kinderaugen werden ganz sicher strahlen, wenn der Brief am nächsten Morgen verschwunden ist!
Und viele Jahre später werden die einstigen Kinder sich sicher freuen, wenn sie die Briefe ans Christkind noch einmal lesen können. Sie sind - einst handgeschrieben, verziert auf schönem Papier und anschließend jahrelang von den Eltern sorgsam aufgehoben - eine wunderbare Erinnerung an die Kinderzeit.
Selbstredend, dass sie für die Kinder unauffindbar verwahrt werden, denn sicher würden unangenehme Fragen kommen, wenn dem Kindergarten- oder Schulkind kurz vor Weihnachten wieder sein (abgeholter) Wunschzettel in die Hände fiele… .
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1 Antwort bis jetzt ↓
1 Dirk Einecke // Nov 19, 2008 at 22:09
Und wenn wir Eltern uns etwas wünschen? Meist ist es so, dass wir “sowas in der Art” bekommen und nicht das, was wir wirklich im Sinn hatten. Ich mag deshalb die Wunschzettel bei Amazon ja sehr. Da steht schwarz auf weiss was es sein soll, sogar mit Bild. Da kann nix mehr schief gehen.
Ach ja … wenn die Kinder noch Babys sind und die Eltern die Geschenke der Familie etwas lenken wollen, auch hier bietet sich die Wunschliste bei Amazon an: http://www.zwergen-blog.de/2008/11/baby-geschenke-mit-wunschliste-lenken.html
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