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Jetzt an die Weihnachtsgeschenke denken: So können teure Wünsche vielleicht wahr werden – Teil 2

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Geld ist im Alltag gerne Mangelware. Doch selbst in Familien, in denen dies nicht der Fall ist, werden nicht alle Wünsche wahr! Auch dort wird sich die Frage stellen, ob es pädagogisch sinnvoll ist, dem Nachwuchs jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Manche Kinder üben sich zwar in puncto Wunschzettel wahrlich in Bescheidenheit. Da fragt man sich als Eltern gar, womit man seinem Kind noch eine Freude an Heiligabend machen kann.

Andere kennen hingegen keine Grenzen beim Verfassen ihrer langen Listen! Und dann heißt es, früh Euphorie zu bremsen. Was nicht selten bedeutet, gar Illusionen zu nehmen und die endlose Liste auf ein gesundes Maß zu kürzen.

Doch was, wenn es diesen einen großen Wunsch gibt? Der zwar nicht einfach so zu erfüllen, aber auch nicht gänzlich utopisch ist? Dann muss man mitunter aktiv, kreativ, erfinderisch werden. Und sich womöglich so mancher Diskussion stellen.

Drei Ideen, wie (zu) große Wünsche vielleicht doch wahr werden können, gab es vorgestern an dieser Stelle. Heute geht es weiter mit Tipp 4 bis 6.

4. „Ausmisten“ für Flohmarktverkäufe

Der Nachwuchs ist sehr musikalisch, musiziert bereits seit längerer Zeit leidenschaftlich? Und ein eigenes Klavier oder Keyboard ist sein großer Traum? Vielleicht auch nach bereits längerem Unterricht die eigene Geige, das eigene Cello? Sehr schnell bewegt man sich da im vierstelligen Eurobereich. Nach oben gibt es praktisch keine Grenzen.

Sind solche Anschaffungen nicht mal eben „drin“, ist Kreativität gefragt. Bei solchen Wünschen beteiligen sich erfahrungsgemäß zwar gern. Aber wenn das allein nicht reicht, gilt es vielleicht auch, sich von Altem zu trennen.

Vielleicht vom Schlagzeug, das schon lange im Keller vor sich hin verstaubt? Obwohl es einst auch so ein Kindheitstraum war? Vom Kicker, der ohnehin nur noch rumsteht und zu viel Platz weg nimmt? Von Bücher- und DVD-Sammlungen aus Kindertagen? Von umfangreichen Spielzeugsammlungen beliebter Hersteller, die praktisch nie aus der Mode kommen und immer Abnehmer finden dürften?

Vielleicht mag es nur das berühmte „Kleinvieh“ sein, das so auf die Schnelle zusammenkommt. Aber auch dies summiert sich bekanntlich.

5. Bares Geld sparen dank Second Hand

„Second Hand“ – dieses Wort mag für manch einen immer noch so einen schalen Beigeschmack von „oll“ haben. Und: Ja! Natürlich ist nicht alles Gold, was an Secondhand-Ware in Kleinanzeigen, Shops oder Auktionshäusern im Internet glänzt. Jeder, der regelmäßig gebraucht kauft, hat vermutlich schon Enttäuschungen erlebt. Kleidungsstücke, die man als „wie neu“ erstanden hat beispielsweise. Und die dann doch kleine Löcher hatten oder schon reichlich Farbe gelassen hatten. Das kann passieren. Aber ebenso darf man sich über positive Erfahrungen und echte Schnäppchen freuen! Für deutlich günstiger als zum Neupreis lassen sich nämlich auch viele, viele Stücke finden, die wahrlich tadellos sind. Bei manch einem fragt man sich gar, ob es nur ungeliebter Fehlkauf war und jemals getragen wurde.

Auf dem Flohmarkt und im Secondhandshop kann man die Sachen anfühlen, anprobieren, unter die Lupe nehmen. Um Fehlkäufe beim Secondhand im Internet zu vermeiden, aber auch einiges tun.

  • Wenn Sie sich für (Designer)Secondhandshops etnscheiden, lesen Sie aufmerksam die Produktbeschreibungen. Mit manch einem kleinen Kratzer an der Unterseite der Luxus-Handtasche kann ein Teenager womöglich gut leben. Zumindest, wenn dasselbe Modell im tadellosen Zustand unerschwinglich ist. Machen Sie sich ein genaues Bild über das Angebot. Nur dank detailreicher Fotos lassen sich Enttäuschungen beim Auspacken des Pakets ersparen. Fehlen diese, müssen Sie abwägen, ob Sie tatsächlich die „Katze im Sack“ kaufen wollen. Werfen Sie einen Blick ins Impressum des Anbieters. Und erkundigen Sie sich möglichst anhand von Kundenbewertungen im Internet über den Shop. Lesen Sie bei Ihnen bis dato unbekannten Shops natürlich immer aufmerksam die Allgemeinen Geschäftsbedingungen! Achten Sie auf anfallende Portokosten. Ist der Versand günstig oder gar kostenlos und die Rücksendebedingungen bei Nichtgefallen akzeptabel, ist das finanzielle Risiko überschaubar. Kaufen Sie nicht vorschnell, wenn Sie kein gutes Gefühl haben. Auch wenn es sich um Einzelstücke handelt, sollte man nicht unter Zeitdruck kaufen, sondern vielleicht lieber eine Nacht drüber schlafen!

6. Alternativen diskutieren

Manche Kinder und Jugendliche lassen sich schnell begeistern. Und ebenso ist die Faszination vorbei, wenn das Gewünschte erst einmal im eigenen Besitz ist. Sei es, weil das Objekt der Begierde sich einfach als nicht so fantastisch herausstellt wie einst gedacht. Sei es, weil plötzlich „alle“ damit herumlaufen. Oder weil – Stichwort: Smartphone – ein neueres Modell auf den Markt kommt. Teure Luxusobjekte wie der Designer-Schal oder die edle Handtasche begeistern viele Jugendliche. Und tatsächlich können sie zu dauerhaften bis lebenslangen Begleitern werden. Selbst das beste, neueste, teuerste Smartphone wird hingegen nach einigen Jahren ausgedient haben.

Bei beiden stellen sich jedoch ähnliche Fragen.
Sind es die Dinge wirklich wert, dass nichts anderes unterm Baum liegt?
Rechtfertigen sie den teils horrenden Kaufpreis?
Was muss (in dem Alter) wirklich sein?
Und wo lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken?

Je früher sie den Wunschzettel geschrieben haben, desto mehr Zeit haben Jugendliche, ihre Wünsche nochmals zu überdenken. Und womöglich noch einmal zu ändern! Günstige Alternativen lassen sich für alles finden. Eine günstigere Handtasche ist genauso funktional, ein günstigerer Schal muss nicht weniger kuschelig sein!

Und wenn der Wunsch tatsächlich nicht drin ist?

Wie finden viele Kinder vieles? Richtig: „Gemein!“ Mama ist „gemein!“, wenn sie Sohnemann als ersten beim Kindergeburtstag abholt. Papa ist „gemein!“, wenn er der Fünfjährigen kein eigenes Pony kauft. Und selbst Teenager finden es häufig noch „äußerst gemein!“, dass andere etwas haben, das sie nicht haben. Oder dass andere alles für sich alleine haben, während sie daheim stets alles mit Geschwistern teilen müssen. Und ganz ehrlich: Finden wir Eltern bei aller Vernunft nicht auch so manches „echt gemein!“ und ungerecht? Eben. Da kann man es dem Nachwuchs wohl kaum verübeln.

Ganz unrecht hat er damit ja durchaus auch nicht! Das Leben kann verdammt gemein sein. Und es ist bei Weitem nicht immer fair. Doch das gehört üblicherweise dazu. Darum lernt man es am besten früh. Und gerade deshalb sollten Eltern ihr Kind nie im Unklaren darüber lassen, wenn das große Geschenk nicht realisierbar ist! Oder es – falls doch – das einzige unterm Christbaum sein wird! Enttäuschungen auf der Suche nach weiteren Überraschungspäckchen am Heiligabend – jeder ist ja Optimist – lassen sich so im Vorfeld vermeiden.

Was an dieser Stelle hilft: Motivierende Worte, dass das Kind sein Leben ja praktisch noch vor sich hat. Es wird nicht das letzte sein. Und natürlich tröstende Worte, wenn vielleicht sogar Tränen fließen.

Was definitiv nicht hilft: Dem Nachwuchs falsche Hoffnungen zu machen, dass Weihnachtswunder geschehen könnten. Und: Die Freude der Weihnachtszeit nur an der Summe der zu bemessen.

Was später bleibt, sind schöne Erinnerungen an Kerzenschein, Tannenbaum und wunderbare Weihnachtsdüfte. Die meisten Geschenke? Hingegen längst vergessen!

Bildquelle: © bigstock.com/maximkabb

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