Allerheiligen?

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Schön sind sie, die Feiertage. Vor allem natürlich, wenn sie so fallen, dass der gewohnte Wochentrott im Schul- und Arbeitsleben durch einen freien Tag unterbrochen wird und man vielleicht sogar mit nur einem weiteren Urlaubstag ein richtig langes Wochenende genießen kann.

Keine Frage: Kinder freut es, wenn schulfrei ist! Wenn sie in dieser schon ziemlich dunklen Zeit einmal ausschlafen dürfen, anstatt sich schon vor Einbruch der Dämmerung auf den Weg Richtung Schule machen zu müssen. Was hinter so einem Tag wie „Allerheiligen“ steckt? Für viele vermutlich eher nebensächlich.

Falls doch die Frage aufkommt, welche Bedeutung sich hinter dem Namen „Allerheiligen“ verbirgt, warum dieser Tag so bedeutsam ist, dass Mama und Papa in einigen Bundesländern nicht zur Arbeit müssen, Schulen und Supermärkte geschlossen bleiben: Hier eine kurze – hoffentlich kindgerechte – Erklärung.

Warum der Name „Allerheiligen“?
Wenn wir an Heilige denken, fallen uns sicher spontan einige Namen ein!
Zum Beispiel der des Heiligen Nikolaus, vom Heiligen Martin oder der Heiligen Barbara.

Deren Gedenktage – Nikolaus am 6. Dezember, St. Martin am 11.11., Barbaratag am 4. Dezember – sind bekannt und werden in vielen Ländern mit unterschiedlichsten Traditionen gepflegt.

Im Falle der Heiligen Barbara werden beispielsweise ihr zum Gedenken am 4. Dezember frisch geschnittene Zweige aus dem Garten in eine Vase gestellt, damit sie später am Heiligen Abend blühen sollen. Die Bräuche zum Nikolaus und zum Martinstag sind wohl jedem bekannt und vertraut.

Es gibt aber noch viele, viele Heilige mehr. Und sehr viele Menschen, die anderen Gutes getan und Großes geleistet haben und dennoch niemals heilig gesprochen wurden!

Um all derer zu gedenken, gibt es Allerheiligen. Ein Tag für „Alle Heiligen“ eben, auch für die, die offiziell nie heilig gesprochen wurden, für die man keinen Gedenktag im Kalender findet, von deren gute Taten vermutlich nur (noch) wenige wissen, vielleicht nur Gott.

Allerheiligen als Feiertag
Das Besondere an Allerheiligen ist zum einen, dass er nicht in allen deutschen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist.
In Bayern und Baden-Württemberg, im Saarland, in Nordrhein-Westfalen, sowie in Rheinland-Pfalz steht dieser Tag als gesetzlicher Feiertag im Kalender. Nicht so in den anderen 11 deutschen Bundesländern!
Zum anderen gehört Allerheiligen zu den stillen Feiertagen.

Da Allerheiligen fest an ein Datum – den 01.November – gebunden ist, kann er im Laufe der Jahre auf jeden Wochentag fallen. Auch – was des meisten Kindern wenig gefallen dürfte – auf einen Samstag oder Sonntag!

Brauchtum an Allerheiligen
Auf den Allerheiligen-Tag folgt in der katholischen Kirche am 2. November der Gedenktag Allerseelen, an dem aller Verstorbenen gedacht wird.

Viele Menschen gehen in diesen Tagen auf den Friedhof, um die letzten Ruhestätten ihrer verstorbenen Angehörigen zu schmücken und mit Kerzenlicht zu erleuchten, (gemeinsam) an sie zu denken und für ihre Seelen zu beten.
Es finden Gottesdienste statt und Gräber werden gesegnet.

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