Ein Kartenspielklassiker für riesengroßen Spielspaß: „Kuhhandel“ von Ravensburger

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Wer regelmäßig in diesem Blog liest, weiß mittlerweile sicher, dass die abc-mama nicht nur gerne in Kinderbüchern schmökert, sondern auch eine große Vorliebe für gelungene Gesellschaftsspiele hat.

So ergab es sich, dass nach langer Zeit – erschienen ist das Spiel erstmals bereits vor etwa 25 Jahren – wieder das Kartenspiel „Kuhhandel“ ins Haus kam.

Natürlich wurde es sofort ausgepackt und ausprobiert und das mit Begeisterung und jeder Menge Spaß, so dass „Kuhhandel“ unser heutiger Spieletipp für Familien mit Kindern ab etwa 8 bis 9 (empfohlen vom Hersteller ab 10) Jahren sowie für Erwachsenen-Spielerunden ist.

Zunächst einmal ist das Spiel mit einem Preis von unter 10 Euro sehr günstig zu haben und überzeugt beim ersten Anschauen durch die witzige und liebevolle Gestaltung der Tierkarten, die es zu ergattern gilt.

Wie der Name verrät, geht es bei „Kuhhandel“ ums Handeln – nicht nur von Kühen, sondern auch anderen Vierbeinern und von Federvieh, das auf einem Bauernhof so anzutreffen ist.
Damit es losgehen kann, genügt ein einmaliges Lesen der Spielanleitung.
Die Regeln sind einfach, die Anleitung leicht verständlich, so dass baldigem Spielspaß nichts im Wege steht.

Kein Handel ohne Geld: Zu Beginn bekommt jeder Spiele einige Geldkarten als Spielkapital und die erste Auktion kann eröffnet werden.
Die Tierkarten wechseln nämlich nicht zum Festpreis zu ihrem neuen Besitzer, sondern stets gegen das höchste abgegebene Gebot.
Bei jeder dieser Versteigerungen schlüpft reihum ein anderer Mitspieler in die Rolle des Auktionators.
Dieser darf natürlich nicht mit bieten, aber das Tier selbst zum erzielten Höchstgebot kaufen, sobald es „… und zum dritten!“ hieß – und einem glücklichen Beinah-Käufer, der sich ob seines Schnäppchens vielleicht bereits die Hände reibt, die Tour gründlich vermasseln.

Wer an der Reihe ist, kann statt zu versteigern einem Mitspieler auch einen „Kuhhandel“ auf eins von dessen bereits erworbenen Tieren anbieten. Wer dabei mehr Geld in den Handel einbringt, bekommt das Tier.
Und da die Gebote verdeckt erfolgen, kann sich ein Schwein mitunter als Super-Schnäppchen, aber auch als überteuerter Fehlkauf erweisen.

Stets gilt es bei „Kuhhandel“, das Augenmaß zu behalten: am Ende viel Geld übrig zu haben, bringt gar nichts für den Sieg.
Das ganze Vermögen im wahrsten Sinne auf eine Karte zu setzen, ebenso wenig, denn so stehen die Chancen auf einen Erfolg beim nächsten „Kuhhandel“ gar nicht gut.

Wie viel ist dem Gegenüber das jeweils gehandelte Tier wohl wert?
Beim Gebot aufs Ganze gehen oder versuchen, den Gegner nur mit minimalem Verlust um Hund, Katze oder Huhn zu erleichtern? Sich hinterher über viel zu viel gezahlte Geldkarten ärgern oder die bereits besessene Tierkarte gegen fast nichts heraus geben müssen, weil das eigene Gebot doch zu geizig angesetzt war?

Ob mit Glück oder Pech beim Handeln: Irgendwann haben alle Tiere ihren neuen Besitzer gefunden, der Zeitpunkt der Abrechnung ist damit aber noch nicht gekommen. Denn Siegpunkte gibt es am Schluss nur für vollständige Tierquartette.
Und um ganze Quartette zu erhalten, wird wiederum „gekuhhandelt“, was das Zeug hält.

Eine gute Taktik, ein ordentliche Portion Glück und ein gesundes Talent, den Gegner gekonnt bluffend aufs Glatteis zu führen, können zum Sieg verhelfen, aber nichts daran ändern, dass sich das Blatt durch unvorhersehbare Handel kurz vor Schluss noch einmal wenden kann.

Bis der glückliche Gewinner gekürt ist, ist viel Spaß garantiert, viel Gelächter und Haareraufen, denn selten liegen bei einem Spiel Überraschung, Freud und Leid so dicht beieinander wie bei „Kuhhandel“.

„Kuhhandel“, ein wunderbares Spiel für 3 bis 5 Mitspieler, Spieldauer etwa 30 bis 45 Minuten, von Spieleautor Rüdiger Koltze ist im Ravensburger Spieleverlag erschienen und ein tolles Geschenk für Jung und Alt und zu jedem Anlass!

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