Für warme Händchen im kalten Winter: Rund um Handschuhe für Babys und Kleinkinder

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Gerade mal rund drei Wochen ist der Winter laut Kalender alt (auch wenn er gefühlt schon deutlich länger herrscht…), da stehen sicher noch einige kalte Tage ins Haus, bevor der Frühling wieder Einzug hält!

Viele, besonders Kinder, lieben den Winter. Es ist ja auch schön und gemütlich, wenn es draußen kalt und verschneit ist, nach der Schule die Rodelbahn lockt und hier und da überall noch Spuren der Weihnachtszeit zu finden sind.

Mit kleinen Kindern ist im Sommer aber einiges um so vieles einfacher, zum Beispiel „Mal eben Spazierengehen“.
Das „Ein- und Auspacken“ vor beziehungsweise nach jedem Gang nach draußen ist im Winter oft eine zeitraubende Angelegenheit: Handschuhe, Schal, Mütze, Schneeanzug, dicke Schuhe – alles zusammengezählt kostet es im Laufe eines Winters schon eine Menge Zeit, ein Baby oder Kleinkind stets so anzuziehen, dass es Schnee, Wind und Kälte trotzen kann!

Schal und Mütze sind dabei oft das kleinere Problem. Sie sind schnell angezogen, man sieht, ob alles passt und sitzt, und in der Regel erfüllen sie ihre Funktion wie gewünscht.
Handschuhe sind da oft schon ein kniffeligeres Thema.
Das Anziehen ist oft gar nicht so einfach, auf der Suche nach einem neuen Paar passen die Proportionen der Handschuhe oft nicht zu den Händen (weil viele Modelle zu eng oder zu weit, oben zu lang oder zu kurz geschnitten sind) und trotz der vermeintlich richtigen Wahl hat bestimmt schon fast jeder einmal erlebt, dass die Babyhändchen nach längerer Zeit draußen in Handschuhen entweder arg verschwitzt oder zu kalt geworden waren.

Die „richtigen“ Handschuhe? Oft gar nicht einfach zu finden! Im folgenden ein paar Aspekte des Handschuhkaufs aus Müttersicht und -erfahrung:

Die Form?

Im Kleindkind- und Kindergartenkindbereich sind Fäustlinge mit Daumen die Klassiker.
Sie haben zweifelsohne ihre Berechtigung, wenn das Kind bereits gezielt greifen kann und vielleicht schon im Schnee spielen oder sich am Schlitten festhalten kann.

Das Anziehen – den Daumen in die richtige Öffnung zu bekommen – gelingt aber nur, wenn das Kind schon ein wenig „mitarbeiten“, sprich: den Daumen von den restlichen Fingern abspreizen kann. Lange Erklärungen versteht es vielleicht noch nicht, am besten einfach mit der eigenen Hand vormachen, wie die Hand gehalten werden muss.

Besser für die Allerkleinsten sind Handschuhe ohne „Extrafach“ für den Daumen, die einfach über die ganze Hand gezogen werden können.
Damit beim Bewegen der Arme, verbunden mit dem Nach-oben-Rutschen der Jackenärmel, keine Kälte in die Handschuhe gelangen kann, ist es gut, wenn der Handschuh einen ausreichend langen Schaft hat, der über das Handgelenk hinaus reicht.

Zieht man erst die Handschuhe an, dann die Jacke (mit elastischen Ärmelbündchen), erspart man sich das Hineinfriemeln der Handschuhe in die Jackenärmel und die Hände sind warm verpackt.

Die Größe?

Handschuhe sollen nicht zu groß, aber auch nicht zu klein gekauft werden.
Auch, wenn die Hand hinein passt: besonders bei Handschuhen ohne Daumen ist es wichtig, dass genügend Bewegungsfreiheit für die Finger bleibt und der Handschuh nicht zu eng anliegt. Denn nur so ist genügend Platz, damit sich ein wärmendes Luftpolster um die Hand herum bilden kann.

Auch, wenn viele Handschuhe mit Größenbezeichnungen versehen sind: welche Handschuhe dem eigenen Kind am besten passen, ist meist nur schwierig anhand dieser Zahlen auszumachen. Am besten vor Ort im Handel umschauen und verschiedene Modelle anprobieren!

Der Sitz

Kaum etwas ist lästiger als Handschuhe, die nicht richtig sitzen, von der Hand rutschen und so gar verloren gehen.

Natürlich soll das Bündchen – möglichst elastisch, lang und weich gepolstert – nicht einengen und störende Nähte, Klettverschlüsse oder ähnliches dürfen nicht scheuern.

Damit unterwegs kein Handschuh unbemerkt verloren gehen kann, sind viele Handschuhe bereits mit einer Kordel verbunden. Durch die Jackenärmel gezogen kann so auch kein Handschuh abhanden kommen, wenn die Jacke an der Garderobe aufgehangen wird.

Das Material

Welche Handschuhe die richtigen sind, hängt natürlich vom Wetter ab.
An kühlen, trockenen und windstillen Tagen genügen oft die selbstgestrickten Wollhandschuhe oder dünne Handschuhe aus Wolle-Kunstfaser-Gemischen aus, die aber nur bedingt winddicht sind und Nässe praktisch nichts entgegen zu setzen haben.

Fleecehandschuhe sind weich, kratzen nicht, sind sehr pflegeleicht und daher sehr beliebt.
In der Regel sind sie wasserabweisend, aber nicht wasserdicht, und je nach Ausstattung winddicht oder eben nicht.
Beim Kauf auf Ausstattung und die richtige Dicke des Fleeces achten, wenn die Handschuhe bei längeren Aufenthalten im Freien getragen werden sollen.

Gefütterte Lammfellhandschuhe sind flauschig, halten sehr warm und sind unschlagbar kuschelig. Sie sollten allerdings nicht nass werden und sind nicht so pflegeleicht wie Baumwoll- oder Synthetikhandschuhe.
Echtes Lammfell sollte möglichst selten und dabei sehr schonend gewaschen und getrocknet werden, damit man lange Freude daran hat.

Auf Nummer Sicher bei Wind und Wetter geht man mit wasserundurchlässigen Handschuhen, die atmungsaktiv, winddicht und innen hautfreundlich gefüttert sind.

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