Köstlich, praktisch, chillig: Ideen rund ums Sommerpicknick

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Blauer Himmel und Sonnenschein! Wer mag da bei schönstem Wetter schon im Haus hocken bleiben, während draußen die Vögel zwitschern und freie Zeit am Wochenende einen Ausflug ins Grüne erlaubt?

Wer Größeres planteine ausgiebige Radtour, eine lange Wanderung – der wird bei warmen Temperaturen nicht nur einen ausreichenden Getränkevorrat ins Ausflugsgepäck packen.
Auch ein kleineres oder größeres Hungergefühl wird sich früher oder später einstellen, denn Bewegung an der frischen Luft macht erfahrungsgemäß hungrig. Und in schöner Umgebung und entspannter Atmosphäre schmeckt es zudem am besten!

Wer Kinder hat, der wird ohnehin geübt sein in puncto Auswahl, Vorbereitung und Verpackung von Fingerfood und Co., das Kinder lieben.
Beginnt das Alter der eigenen Kinder für Spielplatznachmittage, Krabbelgruppen-Ausflüge und Kindergartenwanderungen hingegen gerade erst oder ergab sich lange nicht mehr die Gelegenheit für ein schönes Familienpicknick, sind die folgenden sieben Tipps und Tricks rund um die Vorbereitung dessen vielleicht willkommen:

1 Bitte nichts, das matscht!
Frisches Obst und Gemüse ist farbenfroh, steckt voller Vitamine und steht bei vielen Kindern aus vielerlei Gründen hoch im Kurs. Die Erfahrung zeigt: Kunterbunte Rohkostplatten sind im Nu ratzekahl leer gefuttert, süßen Früchten wie knallroten Kirschen oder saftigen Melonen-Stücken kann kaum jemand widerstehen.
Damit Obst wie Birne und Apfel nach längerem Fußmarsch oder vielen Kilometern im Sattel keinen trostlosen Anblick bietet, ist es ratsam, es erst am Ziel in mundgerechte Stücke zu zerteilen. Bis dahin ist es verpackt in seiner eigenen Schale am besten und sichersten aufgehoben.

Melonenstücke können tiefgekühlt eingepackt werden und bleiben so länger frisch. Bananen bleiben indes besser zu Hause, denn auch in der besten Verpackung können ihnen die Wärme und die Erschütterungen in der Dose gehörig zusetzen.
Als ähnlich empfindlich können sich reife Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, Mirabellen oder Tomaten erweisen, die mit Druckstellen sogleich ungemein an Attraktivität einbüßen können.

Perfekt fürs Picknick sind hingegen neben den besagten Äpfeln beispielsweise Weintrauben, gestiftete Möhren und Paprika, bei denen jeder zulangen kann, ohne dass klebrige Finger die Folge sein werden.

2 Bloß nichts Verderbliches!
Auch wenn einem der Sinn nach Sushi unter freiem Himmel steht: Schnell verderblichen Fisch mitzunehmen ist bei sommerlichen Temperaturen wahrlich keine gute Idee.
Dasselbe gilt beispielsweise auch für tierische Produkte wie rohes Fleisch, Aufschnitt, Speisen, die mit rohen Eiern oder Mayonnaise zubereitet wurden, und wärmeempfindliche Milchprodukte wie Sahne, aber auch für andere Lebensmittel wie Beeren.
Bevor alle mit ungutem Gefühl auf der Picknickdecke die liebevoll vorbereiteten Speisen kosten und beschnuppern, ob diese noch genießbar sind, greift man lieber auf Unverderbliches zurück, an dem sich garantiert niemand den Magen verderben wird.

3 Besser nichts Klebriges!
Alles, das süß und klebrig ist, macht nicht nur Menschen Spaß, sondern lockt auch Insekten an.
Süßes Obst und der Erdbeerkuchen sollten daher schnell verzehrt und werden; Honigbrote, Schokocreme und süße Limo besser daheim bleiben, wenn der Ausflug in die freie Natur, aber nicht gerade an einen Badesee führt, so dass es womöglich keine Waschgelegenheit vor Ort gibt.

Im günstigeren Fall locken solche Speisen und Getränke nur Ameisen auf die Picknickdecke, im ungünstigen können von süßen Säften und Schoko-Schnuten angelockte Wespen zur Gefahr werden, wenn sie unbemerkt in den Trinkbecher krabbeln (besser: Trinkflasche oder (geschlossener) Becher mit Strohhalm verwenden) oder der Kindermund nicht schnell genug von süßen Spuren befreit wird.

4 Picknick = Viele kleine Köstlichkeiten
Wo das Picknick auch seinen Ursprung haben mag: Immer ging und geht es um Geselligkeit und ein fröhliches Geben und Nehmen. Je mehr Familien mit am Start sind, desto vielfältiger wird die Auswahl auf der Picknick-Decke.
Und je kleiner die Köstlichkeiten portioniert sind, desto besser kann man sich im wahrsten Sinne durch alles „picken“.

Bedenken Sie bei der Vorbereitung: Für Kinder ist ein Picknick ein echtes Abenteuer, bei dem das Essen zwar geschätzt, aber dennoch oft zur Nebensache wird.
Die jüngsten Picknicker werden selten Muße haben, lange an Ort und Stelle zu sitzen.
Statt dessen wird getobt, gespielt, gekommen und gegangen und zwischendurch wird dabei gerne eine kleine Stärkung „auf die Hand“ willkommen sein.
Mini-Muffins, Mini-Brötchen, klein geschnittene Kuchenstücke, handliche Käsespießchen oder Blätterteigtaschen etc. lassen sich ideal mit anderen teilen und es bleiben keine angebissenen Reste zurück.

5 Weniger ist oft mehr!
Ein Picknick im Sommer, das bedeutet mitunter auch die Spontaneität, sich kurzerhand auf ein herrliches Plätzchen am Wegesrand einzulassen.
Genießend Sie diese Gelassenheit, mal ohne feste Sitzgelegenheit, vielleicht sogar ohne Besteck beim Essen auszukommen.
Diese Leichtigkeit sollte man sich nicht schon im Vorfeld dadurch verderben, dass man allzu akribisch plant, hohe Ansprüche an ein vermeintlich makelloses Dinner im Freien stellt und stundenlang in der Küche schnibbelt, kocht, backt, verziert und dekoriert.
Niemand erwartet perfekt angerichtete Häppchen, die just der Kochzeitschrift entsprungen scheinen, und gerade für Kinder ist oft das einfachste (Trockenkuchen, kalte Pizzastücke, Laugenbrötchen „ohne alles“, Mini-Salamis) das beste!
Fast noch wichtiger als aller kulinarischer Genuss beim Picknick ist sicherlich schließlich das wunderbare, freie, beschwingte Lebensgefühl, das alles gleich noch einmal so gut schmecken lässt.

6 Was im Picknick-Gepäck nicht fehlen sollte
Am sichersten gelingt es, nichts zu vergessen, wenn vor dem zubereiteten Picknick-Proviant das „Menü“ gedanklich einmal durchgespielt wird:
– Für das besagte Obst und Gemüse sollte gegebenenfalls ein scharfes Messer mitgenommen werden, entweder ein Obstmesser – sicher verpackt in einer Dose – oder ein geeignetes Taschenmesser, dessen verschiedene Werkzeuge (Pinzette für den Splitter im Finger, Flaschenöffner…) sich vielleicht auch noch in anderer Hinsicht als nützlich erweisen können.
– Ist Fingerfood im Spiel, sollten auch Servietten und evtl. feuchte Reinigungstücher dabei sein.
– Für „Nicht-Fingerfood“ stellt sich die Frage: Was wird benötigt? Messer und Gabeln, aber auch Esslöffel, Kuchengabeln oder Dessertlöffel? Ein Brotmesser? Salatbesteck? Pfeffer und Salz?
– Kommt zur Feier des Tages die Flasche Wein mit in die Picknick-Tasche oder das kühle Bier, sollte ein Öffner zur Hand sein!
– Welche Reste bleiben übrig? Damit nichts in der Natur zurück bleibt, sollten Gefrierbeutel als kleine Mülltüten mitgenommen werden, wenn es nicht genügend leer gegessene Dosen für Abfälle geben wird.

Wer gerne und oft picknickt, für den ist ein Picknickkorb oder -koffer oder ein kompaktes Set aus Kunststoff-Geschirr und -Besteck natürlich ideal. Gönnen Sie sich diesen „kleinen Luxus“, bevor kostbares Porzellan mitgenommen oder von Pappteller gegessen und aus wabbeligen Einwegbechern getrunken werden muss!

7 Kurzweil unter freiem Himmel
Was sonst noch mit muss, hängt natürlich maßgeblich davon ab, wohin der Ausflug führt und wer mit von der Partie ist.
Bei einem Sommerpicknick der Schulklasse auf eine Wiese oder an den Badesee bedarf es für die Kinder einiger Spielzeuge (Ball, Frisbee etc.), und umso weniger, je näher sich der nächstgelegene Spielplatz befindet.
Auch für Eltern wird in großer, geselliger Runde Langeweile kein Problem darstellen.
Wird familienintern ein hübsches Picknick-Plätzchen angesteuert, an dem die Kinder unbeschwert spielen und toben können, sind Eltern nach einer ausgiebigen Mahlzeit vielleicht dankbar für etwas Ruhe.
Im Schatten dösen, endlich mit der Lektüre des neuen Buchs unter freiem Himmel beginnen, mit dem Smartphone ein wenig Musik hören – so lässt es sich leben, wenn man mal keine Lust auf Gespräche verspürt oder sich als Mama und Papa abwechselnd mit den Kindern beschäftigt, während der jeweils andere die Picknickdecke hütet.

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