„Der Mai ist gekommen…“: Gartenarbeit im Mai

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Endlich ist der Mai da – und mit ihm auch die „Eisheiligen“, die man volkstümlich abwarten sollte, bevor kälteempfindliche Saat direkt ins Freiland kommt und Sommerblumen einen dauerhaften Platz draußen einnehmen.
Leider ist aber auch das Warten bis nach der „Kalten Sophie“ am 15. Mai keine Garantie vor Frostschäden, denn diese können auch noch später empfindliche Sämereien und Pflanzen gefährden.

Was sonst zu den typischen Arbeiten für den Mai in Beeten und Kästen gehört:

  • Die Zwiebeln von „ausgedienten“ Frühlingsblühern aus Balkonkästen und Schalen einsammeln, trocknen lassen und bis zum Herbst einlagern.
    Damit die Zwiebeln während der Lagerung nicht zu Schaden, vor allem durch Schimmelbildung, kommen, brauchen sie ein trockenes, luftiges Plätzchen und sollten nicht übereinander gestapelt gelagert werden. Am besten verbringen sie die Zeit, bis sie wieder in den Boden gesetzt werden, auf einem Stück Zeitungspapier im kühlen, dunklen Keller.
    Blumenzwiebeln im Beet sind da pflegeleichter. Genügend tief in der Erde verbleiben die Zwiebeln den Sommer, Herbst und Winter über im Boden, bevor sie im nächsten Jahr wieder für Farbenpracht sorgen.
  • Sobald die Sonne den Boden gewärmt hat, er bei Bedarf ausreichend bewässert und gelegentlich gedüngt wird wird, sprießt der Rasen.
    Ihn einmal die Woche nicht zu kurz zu mähen ist ein gesundes Maß. Wird der Rasen zu tief geschnitten, trocknet der Boden schnell aus und die Rasenwurzeln können Schaden nehmen.
    Befindet sich noch nicht verwelktes Laub von Frühlingsblühern auf der Wiese, sollte um dieses drum herum gemäht werden, damit Krokus und Co. genügend Gelegenheit haben, in der Zwiebel genügend Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.
  • Endlich wird es bunt! Eine große Auswahl an Pflanzen wartet darauf, in Balkonkästen und Terrassenkübel gepflanzt zu werden. Sollte anschließend wieder Nachtkälte angekündigt sein, die Pflanzen mit Vliesen vor möglichen Schädigungen schützen!
    Das gleiche gilt für wärmeliebendes Gemüse, dessen Zeit nun gekommen ist, das aber ebenfalls sehr empfindlich auf Kälte reagieren kann wie beispielsweise Paprika, Tomaten oder Auberginen.
    Für die Gemüseaufzucht braucht es übrigens keinen großen Garten. Tomaten fühlen sich auch in Balkonkästen, sogar zusammen mit Sommerblumen, sehr wohl und gedeihen prächtig (und sicher vor Schneckenfraß) in sonniger Lage und luftiger Höhe!
    Welche Sommerblumen sich an welchem Standort wohlfühlen, ist in den hier erschienen Artikeln über „Pflanzen für sonnige Lagen“ und „Pflanzen für halbschattige bis schattige Lagen“.
  • Wer säen statt pflanzen möchte, kann Samen von Sommerblumen nun auch direkt in Kästen oder ins Freiland ausbringen. Dabei stets die Anleitung auf der Saatgutverpackung beachten, um ideale Standortbedingungen für die künftigen Pflanzen zu finden.
    Wichtig, um Gesätes nicht aus Versehen beim Unkrautentfernen (um das man auch im Monat Mai kaum herum kommen wird) wieder auszurupfen, ist eine gut sichtbare Markierung der frisch besäten Flächen.
    Wichtig: Aussaatdatum und ungefähre Keimdauer vermerken, damit man nicht die Übersicht verliert, wann es wo zu sprießen beginnen sollte.
  • Wer Gemüse im Freiland säen möchte, kann den Mai nutzen um u.a. verschiedene Kohlsorten, Zucchini, Gurken, Bohnen, Kürbisse oder verschiedene Salate ins Beet zu bringen.
  • Was in der warmen Jahreszeit immer anfällt: Beete regelmäßig harken (sieht schöner aus und kommt den Pflanzen zugute), bei Bedarf Rasen, Gemüse und Blumen wässern (am besten abends und dann durchdringend), den Rasen regelmäßig auf Unkrautbefall hin unter die Lupe nehmen und Wildkräuter möglichst früh entfernen, bevor sie sich großflächig breit machen können.
  • Wer viele Beeren ernten möchte, sollte Beerensträucher regelmäßig mulchen. Eine Strohschicht unter Erdbeeren hält die Früchte sauber und verhindert Schimmelbildung, da die Früchte nicht auf dem feuchten Beet aufliegen müssen.
    Eine regelmäßige um die Sträucher aufgebrachte Schicht Rasenschnitt verhindert das Austrocknen des Bodens, die Ausbreitung von Wildkräutern, die Verschlammung des Bodens nach starkem Regen und vermindert zudem die Erosion durch Wind und Wasser.
  • Sind beim Rhododendron die Blüten verwelkt, ist es besonders bei jüngeren Pflanzen empfehlenswert, die Blütenstände zu entfernen. So kann die Pflanze Kraft sparen und diese ins Wachstum und Knospenbildung fürs nächste Jahr stecken. Beim Ausbrechen der Blütenstände sollte man allerdings vorsichtig vorgehen, da unter den alten Blütenständen schon die Blütentriebe für das nächste Jahr angelegt sind.
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