„Pack die Badehose ein“ – und was sonst noch beim Schwimmbadbesuch mit Baby oder Kleinkind mit muss

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Das Baby ist eine „Wasserratte“ und liebt das Planschen in der häuslichen Badewanne? Vielleicht hat es auch Freude an einem Besuch im Schwimmbad?

Ob auf eigene Faust oder zur Teilnahme am angeleiteten Babyschwimmen: Mit etwas Planung sind Hallenbadbesuche mit einem Baby unkomplizierter als manche Eltern im Vorfeld vielleicht glauben.

Der richtige Zeitpunkt

Ist das Kind zeitgerecht entwickelt, nicht zu früh geboren und gesund, spricht ab dem etwa vierten Lebensmonat nichts gegen erstes Badevergnügen im Hallenbad.
Im Zweifelsfall ist der Kinderarzt der richtige Ansprechpartner um zu beurteilen, ob das Baby „schwimmbadfit“ ist, insbesondere nach Impfungen und Infekten.

Der richtige Ort

Wer einen Kurs besucht, hat oft das Glück, dass dieser in einem kleinen, nicht öffentlich zugänglichen Schwimmbad statt findet. Im Grunde spricht aber auch nichts gegen das nahe gelegene, öffentliche Hallenbad, wenn es folgende Kriterien erfüllt:

Damit sich Eltern und Baby längere Zeit im Wasser aufhalten können, ist eine Wassertemperatur von mindestens 32°C, besser 34°C, eine Umgebungstemperatur von mindestens 30°C und eine Wassertiefe zwischen etwa 1 m und 1,40 m optimal.
Zum Schutz vor Krankheitserregern muss das Wasser ausreichend, jedoch nicht zu stark gechlort sein.

Erkundigen Sie sich gegebenenfalls telefonisch oder im Internet bei den nahe gelegenen Hallenbädern, ob ein Nichtschwimmerbereich zur Verfügung steht, der diese Bedingungen erfüllt.

Wählen Sie den telefonischen Weg, können Sie gleich die Öffnungszeiten in Erfahrung bringen und nachfragen, wann der Nichtschwimmerbereich in der Regel wenig besucht ist. Wenn möglich, wählen Sie eine schwach besuchte Zeit für den ersten Schwimmbadaufenthalt!

Was muss mit?

Babys brauchen keine modische Badebekleidung! Wichtig ist eine gut sitzende Badehose, eine Einweg-Schwimmwindel oder eine spezielle Windelbadehose, die am Bauch und an den Beinen sicher abschließt.

Während die Eltern sich umziehen und duschen, ist das Baby gut in seiner Babyschale aufgehoben. Natürlich immer in Sichtweite von Mutter oder Vater und geschützt vor Kälte und Nässe.
Idealerweise hat es beim Schwimmbadbesuch zwei erwachsene Begleitpersonen, von denen eine das Baby versorgt, während die andere sich duscht oder umzieht.

Wenn es in den Umkleidekabinen deutlich kühler ist als im Badebereich, kann dem Baby zunächst nur Jacke und Mütze ausgezogen werden. Das restliche Umziehen erfolgt dann auf der sicherlich vorhandenen Bank unmittelbar vor dem Gang ins Wasser.
Kann das Kind bereits laufen, sind rutschfeste Badeschuhe auf nassen Böden empfehlenswert.

Wenn das Baby etwas größer ist, hat es sicherlich Freude an einem Spielzeug im Wasser. Ideal sind kleine Eimer, Gummitiere, bunte Bälle oder anderes Badewannenspielzeug.

Auf keinen Fall darf das Kind nach dem Aufenthalt im Wasser frieren und muss daher sofort von der nassen Badehose befreit, warm geduscht und abgetrocknet werden! Sehr gut geeignet sind große Kapuzenhandtücher, in die es von Kopf bis Fuß gehüllt werden kann.
Da nur trockene Handtücher warm halten, besser eins zu viel als zu wenig einpacken oder zusätzlich einen flauschigen Bademantel mit Kapuze.

Viele Babys duschen nicht gern, zudem ist der Wasserstrahl in Schwimmbadduschen oft nicht regulierbar und zu hart für ihre empfindlichen Köpfe. Ein Waschlappen ist hilfreich, um das Kind vor und nach dem Aufenthalt im Wasser zu reinigen.

Das Planschen im warmen Wasser macht hungrig, durstig und müde! Wird das Baby nicht (mehr) gestillt, benötigt es nach dem Badevergnügen ein Fläschchen oder eine andere altersgerechte Mahlzeit.
Damit es auf dem Nachhauseweg wohlig einschlafen kann, dürfen „Einschlafhilfen“ wie Schnuller oder Schmusetücher nicht fehlen!

Frische Windeln gehören natürlich ebenfalls in die Badetasche und zu guter letzt müssen die Eltern auch an sich denken: Badesachen und Handtücher müssen eingepackt werden, ebenso wie Shampoo, Duschgel, Haarbürste, evtl. Badeschuhe und Kleingeld für den Haartrockner und das Schließfach.

Mit guter Vorbereitung und etwas Übung steht dem entspannten Schwimmbadbesuch so auch mit kleinen Kindern nichts im Weg!

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