20 „Spielregeln“ für die erste Smartphone-Nutzung – Teil 2

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Für Kinder ist das eigene Smartphone Symbol dafür, zu den Großen zu gehören.
Eltern bereitet es vielleicht ein mulmiges Gefühl, wenn das eigene Kind selbstständig mit seinem fortan ständigen, elektronischen Begleiter hantiert?

Viele Unsicherheiten auf beiden Seiten – auf der der Eltern ebenso wie auf der der Kinder – können genommen werden, wenn klare Regeln, die mit dem Nachwuchs besprochen wurden, herrschen, sowie die Sicherheit, dass diese auch stets eingehalten werden.

Vorgestern gab es hier die ersten 7 von 20 dieser „Goldenen Smartphone-Regeln“, die Eltern (natürlich immer nach eigenem Ermessen!) ihren Kindern mit auf den Weg geben können.
Heute folgen die 13 weiteren:

Das Smartphone und die Sicherheit

8.) Das WLAN wird nur zu Hause genutzt, denn öffentliche WLAN-Netze können Risiken bergen!

9.) Bei jeglichen Unsicherheiten, offenen Fragen, „komischen“ E-Mails, seltsamen Kontaktanfragen in Chats oder Mails gilt: Nicht weiter surfen, keine Dateianhänge öffnen, nicht antworten, sondern die Eltern fragen!

10.) Die Bildschirmsperre bleibt eingeschaltet!
Auch wenn es lästig ist, sie x-mal am Tag zu entsperren: Die Bildschirmsperre schützt davor, dass andere unbemerkt kurzerhand auf persönliche Daten zugreifen oder Einstellungen ändern können.

11.) Das Smartphone wird sicher bei sich getragen!
Unterwegs kommt es in die geschlossene Tasche, keinesfalls mit einem Griff zugänglich und womöglich gut sichtbar in Jacken- oder Hosentasche.

12.) Augen auf im Straßenverkehr!
Fußwege werden nicht mit dem Handy vor der Nase zurückgelegt. Strecken mit dem Fahrrad erst recht nicht!

Das Smartphone und die Kosten

13.) Die Kosten werden im Blick behalten!
Schnell ist das Guthaben des Prepaid-Handys verbraucht. Regen Sie Ihr Kind dazu an, stets zu überlegen, ob eine SMS wirklich nötig ist, in der beispielsweise eine erhaltene Nachricht lediglich mit einem Smiley quittiert wird.
Klären Sie gegebenenfalls, ob Ihr Kind einen festgelegten Guthaben-Rahmen pro Monat bekommt und bei Mehrbedarf etwas von seinem Taschengeld beisteuert.

14.) Es wird nichts angeklickt, das Kosten verursachen könnte!
Erklären Sie Ihrem Kind: Durch In-App-Käufe und andere unbedachte Klicks können Kosten entstehen.
Achten Sie als Eltern auf entsprechende Einstellungen, die ungewollte Käufe von vornherein beschränken.

Das Smartphone und das Sozialverhalten

15.) Andere werden nicht geärgert!
Das Handy darf nie Mittel sein, um anderen zu schaden! Vermeintliche harmlose Scherze oder gedankenloses Handeln können andere nicht nur hart treffen und ungemein verletzen, sondern können auch Straftatbestände wie Beleidigung, Körperverletzung, Verleumdung erfüllen.

16.) Es wird nicht angegeben!
Auch wenn das eigene Smartphone neuer, schicker und teurer als das der Freunde ist, wird darüber Stillschweigen gewahrt und nicht geprotzt!

17.) Vereinbarte Zeiten werden eingehalten!
„Noch 5 Minuten“! Gestehen Sie Ihrem Kind diese fünf Minuten zu, wird es nach dieser Zeit kaum glauben, dass sie schon um ist, schließlich vergeht die Zeit beim Surfen und Spielen wie im Flug.
Kommt das Kind wegen des permanenten Blicks aufs Smartphone nicht pünktlich zum Essen, schiebt die Hausaufgaben vor sich her oder findet abends kein Ende, seien Sie konsequent, ziehen Sie das Smartphone für einen Tag ein oder unterbinden Sie die Datenverbindung.

18.) Das Smartphone gehört zum Alltag, bestimmt diesen aber nicht!
Beim konzentrierten Lernen wird es ausgeschaltet, um störende Unterbrechungen zu vermeiden. Keine eingehende Nachricht ist ein Grund, ein laufendes Gespräch mit Freunden und Familie zu unterbrechen oder bei der gemeinsamen Mahlzeit vom Esstisch aufzuspringen!
(Zugegebenermaßen ist diese Regel nur glaubhaft, wenn sich auch Erwachsene konsequent daran halten und somit gutes Vorbild sind.)

19.) Schulregeln in puncto „Nutzung elektronischer Geräte“ werden befolgt!
Wenn das Handy nur ausgeschaltet in der Tasche mit auf dem Schulgelände geführt werden darf, wird sich daran gehalten! Immer und ohne Ausnahme!

20.) Es wird Rücksicht auf andere genommen!
Ein Beispiel: Öffentliche Verkehrsmittel. Wenn zwei freie Hände zum Festhalten im Bus erforderlich sind, bleibt das Smartphone in der Tasche, um sich und andere nicht zu gefährden.
Und trotz Unterhaltung durchs Smartphone dürfen die Mitmenschen nicht in Vergessenheit geraten. Es ist einfach unhöflich, für andere nicht mehr ansprechbar zu sein, weil Kopfhörer auf den Ohren sind und der Blick auf dem Display ruht.

Gibt es weitere Regeln, die in Ihrer Familie gelten? Wir freuen uns über Ergänzungen und Kommentare zum Thema!

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