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Die vier häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern

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bild1.png In den ersten Lebensjahren eines jeden Menschen lauern so einige Infektionskrankheiten. Der Großteil verläuft bei Kindern meist harmlos, dennoch birgt jede Erkrankung immer auch ein gewisses Risiko in sich. Manche lassen sich durch Schutzimpfungen verhindern, andere ansteckende Kinderkrankheiten lassen sich nur bedingt im Vorfeld ausschalten. Die häufigsten Kinderkrankheiten sind Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Über weitere Kinderkrankheiten findet man Informationen auf Netdoktor.de. Gegen alle vier Krankheiten kann man den Nachwuchs beim Kinderarzt impfen lassen, dazu kommt eine ganze Reihe weiterer Schutzimpfungen, die ab dem zweiten Lebensmonat empfohlen werden, darunter eine Impfung gegen Meningitis sowie eine Kombiimpfung gegen Polio, Diphtherie und Hepatitis B. Eltern wissen aber auch, dass Impfungen für Kinder ein extremer Stressfaktor und unangenehm sind. Dennoch empfiehlt der Berufsverband der Kinderärzte, Kinder ab zwei Monaten gegen die häufigsten Kinderkrankheiten zu impfen.
Kinderkrankheiten werden durch Viren und Bakterien hervorgerufen. Obwohl der Impfstandard in Deutschland sehr hoch ist, kommt es trotzdem immer wieder zu lokalen Ausbrüchen ansteckender Kinderkrankheiten.

Masern sind eine Tropfcheninfektion, das heißt, sie werden durch Husten und Niesen übertragen. Als erstes manifestiert sich die Krankheit bei Kindern vergleichsweise harmlos durch Schnupfen, aber auch durch Reizhusten, Fieber, Kopfschmerzen oder eine Bindehautentzündung. Etwa drei, vier Tage später wird der charakteristische blassrote Ausschlag sichtbar, der sich fleckig auf Kopf, Rumpf, Armen und Beinen ausbreitet. Auf der Mundschleimhaut sind weiße Flecken, so genannte „Kopliksche Flecken“, sichtbar. Der Körper reagiert mit steigendem Fieber, um der Viren Herr zu werden. In jedem Fall sollten Eltern bei Verdacht auf Masern ihren Kinderarzt aufsuchen, denn aus einer einfachen Masernerkrankung können sich eine Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder gar vereiterte Nebenhöhlen ergeben. Masern müssen vom Kinderarzt beim Gesundheitsamt gemeldet werden.

Ansteckungsgefahr: fünf Tage vor bis vier Tage nach dem Auftreten des Hautausschlages.

Röteln werden durch das Rötelvirus ausgelöst und sind für Kinder vergleichsweise harmlos, für unresistente schwangere Frauen jedoch gefährlich. Meist beginnt der Ausschlag hinter den Ohren, breitet sich dann jedoch schnell auf dem ganzen Körper aus. Es fällt manchmal nicht leicht, sie von Masern zu unterscheiden, jedoch sind die Flecken heller und kleiner als die der Masern. Hinzu kommen angeschwollene Lymphknoten. Anders als bei der Maserninfektion steigt das Fieber selten über 38 Grad und es finden sich keine „kopliksche Flecken“ auf der Mundschleimhaut gegenüber den Backenzähnen. Für erkrankte Kinder gilt Bettruhe, bis das Fieber abgeklungen ist. Nach der Erkrankung sind Kinder lebenslang gegen Rötelviren resistent.

Ansteckungsgefahr: etwa sieben Tagen vor und zehn Tage nach Beginn des Ausschlages.

Mumps, auch Ziegenpeter genannt, wird nicht ausschließlich durch Tröpfchen, sondern auch durch Kontakt mit Gegenständen, die mit infiziertem Speichel in Berührung gekommen sind (Schmierinfektion), übertragen. Zunächst ähnelt sich der Krankheitsverlauf mit dem einer Grippeinfektion. Hinzu kommt eine Schwellung der Ohrspeicheldrüsen – oft erst auf einer Seite, später dann auf beiden. Daher die typischen „Hamsterbacken“ beim Mumps. Wer einmal Ziegenpeter hatte, erlangt dadurch lebenslange Immunität. Kinder ab 4 Jahren gehören zu den am häufigsten Betroffenen. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr sollte die Krankheit vom Arzt begleitet werden, neben strenger Bettruhe können Fieber- und Schmerzmittel verabreicht werden.

Ansteckungsgefahr: hoch, die Inkubationszeit kann von zwölf bis 25 Tagen reichen.

Windpocken sind eine der am häufigsten austretenden Viruserkrankungen bei Kindern. Über Tröpfchen, aber auch über das Sekret der Pocken, besteht Ansteckungsgefahr. Wie viele andere Kinderkrankheiten auch beginnen die Windpocken mit Fieber, kurz darauf bilden sich kleine Knötchen auf der Haut, aus denen sich die Windpocken entwickeln. Dieser juckt ganz fürchterlich, weshalb erkrankte Kinder sich die Pocken beständig aufkratzen, was wiederum zu Pockennarbenbildung führt, wenn diese nicht mit Salbe behandelt werden. Mit kühlen Umschlägen können Eltern das Jucken mindern, um ein Aufkratzen der Windpocken zu verhindern, sollten den Kindern die Fingernägel kurz geschnitten werden.

Ansteckungsgefahr: etwas zwei Tage vor Ausbrechen des Ausschlages bis auch die letzte Windpocke verkrustet ist.

Bildquelle: © bigstock.com/ TatyanaGl

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