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Fastenzeit mit Kindern?

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Heute ist Aschermittwoch, Ende der Karnevals- und gleichzeitig Beginn der Fastenzeit, Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest.

Warum in diesem Jahr nicht (mal wieder?) die Fastenzeit aktiv mit der ganzen Familie begehen?

„Fasten“? Ein Vorschlag, der bei Kindern vielleicht erst einmal ungläubiges Stirn-in-Falten-legen hervor ruft.
„Fasten“ – das klingt so nach Einschränkung, Verzicht, Verlust von Lebensqualität.
Und wofür eigentlich? Warum freiwillig auf die Bequemlichkeiten des Alltags verzichten, wo sie doch schon mal da sind und den Rest des Jahres auch gerne angenommen werden?
Aber bedeutet „Fasten“ im weiteren Sinne zwangsläufig schmerzvoller, wenn auch nur zeitweiser Verlust von Liebgewonnenem? Und hat Fasten immer etwas mit dem Verzicht aufs Essen zu tun?

Beim Fasten sollte es nicht (nur) darum gehen, den Verzicht auf bestimmte Speisen zu üben.
Vielmehr darum, die eigenen Lebensgewohnheiten zu überdenken, das ein oder andere bewusst aus dem täglichen Leben auszuklammern, um vielleicht dessen Nutzen auch einmal kritisch zu hinterfragen und währenddessen gleichzeitig Platz und Raum im Leben für Neues zu schaffen.

Dabei muss es sich nicht immer um die ganz großen Dinge und Taten drehen!
Und genauso wenig soll die Fastenzeit zur Qual werden, die die Kinder ewig in schlechter Erinnerung behalten und unter „nie wieder!“ abhaken.

Aber wie lässt sich die Fastenzeit nun in der Familie und mit Kindern bewusst als Zeit nutzen, manche Dinge anders zu betrachten, vielleicht zu ändern?
Wie kann man etwas Gutes tun, für andere, für die Umwelt und (damit) auch für sich selbst?

Hier einige Beispiele und Anregungen, die Chance „Fastenzeit“ einfach mal zu ergreifen und auszuprobieren, ob Verzicht nicht sogar Spaß machen kann:

„Wir verzichten auf …

… laute Musik und Treppengetrampel und Geschrei“,
zugunsten der Stille im Haus und des Familienfriedens.
Wo Mitteilungen und Neuigkeiten beispielsweise sonst quer durchs Haus gerufen werden, die kurzen Wege auf sich nehmen und andere Familienmitglieder „persönlich“ über das fertige Mittagessen, angekommene Post oder eingegangene Anrufe informieren.

… einen Teil unserer, liebgewonnenen täglichen Freizeitaktivitäten“.
Ob Hobby, Freunde treffen oder Computer: Statt dessen mehr Zeit, vielleicht eine Stunde oder wenigstens eine Mahlzeit pro Tag mit der ganzen Familie verbringen.

… das Auto“,

auch wenn es Spaziergänge im Regen bedeutet und das Einkaufen und Freizeit-, Schul- und Arbeitswege länger dauern.
Ist sportlicher, spart Geld und schont die Umwelt.
Sicher im Alltag nicht auf allen Wegen möglich, aber die ein oder andere Strecke lässt sich bestimmt autofrei planen.

… süße Getränke und Süßigkeiten“,
um den Süßen Geschmack nach einigen Wochen mal wieder so richtig und bewusst genießen zu können.

… das Alleinsein“:
Weniger Fernsehen und Spielen an der Konsole und am Computer, so bleibt mehr Zeit für das bewusste Miteinander mit Freunden und Familien und Menschen, die unfreiwillig ihre Zeit allein verbringen.

… Selbstverständlichkeit“.
Kann bedeuten: Mit offeneren Augen durch die Welt zu gehen, sich auch über kleine Dinge wie das sprichwörtliche Blümchen am Wegesrand oder eine einfache Scheibe Brot (wieder) zu freuen, die eigentlich so selbstverständlich sind, und sie als Geschenk betrachten.

… Ungesundes“.

Einige Wochen ohne Rauchen und Alkohol, zu viel Fett und Zucker bieten die Chance auf den Start in ein gesünderes Leben mit mehr Wohlbefinden. Ein Versuch kann es nie schaden!

… Oberflächlichkeiten“.
„Wer ist mir wirklich wichtig? Wem schenke ich gerne meine Zeit?“
Welche halbherzigen und zeitraubenden eMails und Kurzmitteilungen lassen sich sparen und die gewonnene Zeit statt dessen mit nahe stehenden Menschen verbringen?

… aufs Taschengeld (oder einen Teil davon) und im Grunde überflüssige Ausgaben“,

um mit dem Geld anderen etwas Gutes zu tun.

Weblinks:

Jede Menge Links und Infos zur Fastenzeit gibt es unter

http://www.katholisch.de (dort unter „Unser Glaube“ -> „Kirchenjahr“ -> „Fastenzeit“).

Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche „Sieben Wochen ohne“ http://www.7-wochen-ohne.de

Bildquelle: © bigstock.com/ adrian825

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2 Kommentare

  1. Mich stört sehr, dass Artikel auf ihrer Seite mit soviel Werbung und vielem anderen umrahmt sind und so vom eigentlichen Inhalt ablenken.

  2. Nicht falsch verstehen, aber ich finde Ihren Kommentar etwas anmaßend. Immerhin profitieren Sie kostenlos von unserer redaktionellen Arbeit und den bereitgestellten Informationen.

    Und die Werbeeinnahmen dienen der Kostendeckung.

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