Ferien: Mal abschalten, mal abtauchen

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Gehen die Ferien zu Ende, vor allem die schönen, langen und mit etwas Glück sonnig-warmen im Sommer, schweift der Blick vielleicht sehnsüchtig über den Kalender: So viele Tage, so viele Wochen noch bis zu den nächsten Ferien.
Und bis dahin: Jede Menge Alltag!
Zweifelsohne auch schön, erfüllend und wichtig! Aber leider oft auch hektisch, anstrengend und so viele Nerven kostend.

Ob ein Kind oder mehrere zur Familie gehören: Es muss sich um Schule oder Kindergarten inklusive des ganzen „Drums und Drans“ gekümmert werden.
Besonders zum Schuljahresbeginn und ganz besonders natürlich nach einem Schulwechsel bedeutet dies, einen neuen Rhythmus zu finden, der mit den neuen Stundenplänen harmoniert, sich neu einzuspielen und auch zusätzliche Termine wie beispielsweise Klassenpflegschaftsversammlungen zu absolvieren.
An den Nachmittagen wollen und sollen Kinder sich verabreden und Hobbys haben, die ohne die Fahrdienste und Unterstützung der Eltern nicht immer zu bewerkstelligen sind. Hin und wieder ist zudem eine Vorsorgeuntersuchung oder ein anderer Arzttermin fällig.
Und „ganz nebenbei“ warten der Haushalt, Hilfegesuche zur Unterstützung bei den Hausaufgaben und allerhand mehr auf einen, sodass die Woche einem (mindestens) fünf straff durchgeplante Tagen beschert.

Wie schön wäre es da manchmal im größten Trubel, einfach mal keine Termine wahrnehmen zu müssen? Vor allem jetzt im Herbst, wenn es nachmittags immer früher dunkel und draußen ungemütlicher, drinnen umso gemütlicher wird und das eigene Sofa als Plätzchen zum Genießen einer schönen Tasse Kaffee bei Kerzenschein umso behaglicher erscheint?
Und dann schweift der Blick vielleicht wieder in Richtung Kalender, auf der Suche nach dem ersehnten Ferienbeginn, wieder einem erreichten Etappenziel auf dem Weg, auf dem Kinder sich vom Neugeborenen zum selbstständigen Erwachsenen entwickeln.

Damit die gewünschte Erholung sich in den ersehnten Ferien dann aber auch wirklich einstellen kann, bedarf es manchmal noch mehr als nicht stattfindendes Handballtraining oder einer mehrwöchigen Pause von Reitstall und Flötenunterricht.
Freuen Sie sich auf die Ferienzeit und überlassen Sie es nicht dem Zufall, ob es erholsame Tage werden oder nicht:

Erledigen Sie alles vorher, was vorher erledigt werden kann
Und halten Sie geplante freie Tage, die Sie mit den Kindern verbringen wollen, anschließend wirklich frei von Alltagsdingen. Erledigen Sie dafür  vor den Ferien alles, das vorher erledigt werden kann, und am besten auch gleich alles, das einem permanent ein schlechtes Gewissen bereitet, weil es schon längst hätte erledigt sein sollen, seien es unbeantwortete E-Mails oder Briefe, Arztbesuche oder Bankgeschäfte, der Großputz oder ähnliche „Baustellen“ im und rund ums Haus.

Erledigen Sie die Dinge mit Ruhe und Freude
Sie lieben Ihren Garten, im hektischen Alltag gerät das Pflegen von Rasen und Beeten häufig jedoch eher zur lästigen Pflicht als dass es Vergnügen bereitet?
Gönnen Sie sich in den Ferien die Zeit, alles in Ruhe zu erledigen, ohne auf die Uhr schauen zu müssen und nehmen Sie sich anschließend ausreichend Gelegenheit, das Ergebnis zu bewundern!
Abseits von Alltagsstress machen so vielleicht sogar das Aufräumen der Garage, das „Ausmisten“ des Kellers oder das gründliche Sortieren der Kleiderschränke Spaß. Vor allem, wenn es gemeinschaftlich geschieht und alle tatkräftig mit anfassen!

Nehmen Sie sich Zeit für die Familie – ohne Ablenkung!
Die eigene Wohnung wird gerne auch als das Nest der Familie bezeichnet. Sie ist die ganz eigene Höhle, in die man sich gerne zurückzieht, wenn die Welt da draußen mal Sendepause haben soll.
Igeln Sie sich bewusst ein, wenn Sie mit Ihren Kindern ungestört und in aller Ruhe ein Brettspiel spielen wollen, endlich das Kristallzucht-Set auspacken oder gemeinsam einen Kuchen backen wollen.
Wenn Sie kein Paket und keinen Besuch erwarten: Schalten Sie ohne schlechtes Gewissen doch die Türklingel ab! Setzen Sie das Smartphone in den Flugmodus.
Wer Sie wirklich dringend erreichen will, wird sicherlich den Weg über das gute alte Festnetz wählen – und dort auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen!

Genießen Sie das „Nichts“-tun!
Wie oft sitzt einem das Gefühl im Nacken, nur ein mit sinnvollen Tätigkeiten gefüllter Tag sei etwas wert?
Abends mal wieder nichts „Richtiges“ geschafft? Schon macht sich Frust breit und der gute Vorsatz wird gefasst, am nächsten Tag aber tüchtiger ans Werk zu gehen.
Befreien Sie sich von diesem Gedanken! In den Ferien muss es erlaubt sein, den Tag langsamer angehen zu lassen als sonst und vielleicht am helllichten Tag die zwei Stunden für sich selbst zu nutzen (um ein Buch zu lesen, eine DVD anzuschauen?), die man sonst in der Schwimmhalle verbringt, während der Nachwuchs im Wasser trainiert.
Ein freier Tag hat so viele Stunden, da muss trotzdem nichts wirklich zu kurz kommen!

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