Schon wieder heißt es „Keinen Durst!“? – Wenn Kinder (zu) wenig trinken

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Wasser ist die Basis all unseren Lebens.
Unser Körper besteht zum größten Teil aus Wasser und der von Kindern in besonders hohem Maße.
Kein Wunder also, dass ständig genügend Nachschub her muss! Vor allem, wenn der Nachwuchs regelmäßig seine Bewegungsfreude auslebt und dabei ganz schön ins Schwitzen gerät.

Nun trinkt nicht jedes Kind gleich viel und gleich gerne.
Nicht jedes Getränk macht jedem Kind gleichermaßen viel Freude.
Und spätestens, wenn das Kind außerhäuslich betreut wird oder erst einmal ein gewisses Alter erreicht hat, kann man als Eltern nur noch schwerlich den Überblick behalten, wie viel Wasser, Saft oder Limo es tagein, tagaus so zu sich nimmt.

Und so kann es passieren, dass die tägliche Zufuhr selten, häufiger oder gar regelmäßig geringer ausfällt als es wünschenswert und wichtig ist.
Bevor es in Folge dessen zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel oder Schwindel oder anderen Anzeichen von Wassermangel kommt: Unterstützen Sie Ihr Kind stets dabei, dass es das regelmäßige Trinken nicht in Vergessenheit geraten lassen kann!
Wie? So:

1.) Getränke – immer und überall…
Idealerweise sollte gar nicht erst ein Durstgefühl aufkommen, denn dies ist bereits ein Alarmzeichen für bereits bestehenden Wassermangel.
Um diesem vorzubeugen, machen Sie es Ihrem Kind leicht:
– Platzieren Sie Wasserflaschen samt Glas an Orten, an denen das Kind im Laufe eines Tages häufig vorbei kommt, und sorgen Sie zeitnah für Ersatz für geleerte Flaschen.
– Sorgen Sie auch draußen stets für ausreichenden Nachschub. Eine kindgerechte Trinkflasche sollte auf dem Spielplatz immer mit dabei sein. Wenn das Kind im eigenen Garen spielt, sollte es zum Trinken nicht extra ins Haus gehen müssen.

2.) …und gleichmäßig über den Tag verteilt
Auch wenn der Appetit morgens noch nicht groß ist: Ein großes Glas Wasser sollte den Flüssigkeitsverlust der Nacht ausgleichen.
Eine praktische, leicht zu handhabende Trinkflasche für die Schule oder den Kindergarten im ansprechenden Design macht anschließend Lust auf einen Schluck zwischendurch und ist zudem umweltfreundlich. Und auch bei der Rückkehr nach Hause sollte nicht bis zur nächsten Mahlzeit gewartet werden, bis wieder Getränke auf dem Tisch stehen.

3.) Erste Wahl: Wasser!
Wasser ist das natürlichste aller Getränke, das ohne Zusätze wie Aromastoffe, Zucker, Süßungsmittel und Farbstoffe auskommt, und sollte damit erste Wahl sein.
Wenn Wasser alleine nicht gut ankommt, sollte es soweit wie möglich zum Verdünnen von Säften dienen.

4.) Mineralwasser al gusto
Mineralwasser ist ein beliebtes Getränk bei Jung und Alt, aber Mineralwasser ist eben nicht gleich Mineralwasser.
Hier können persönliche Vorlieben des Kindes eine Rolle spielen, die beim Kauf berücksichtigt werden sollten.
Manchen kann es gar nicht genug „brizzeln“ im Glas, andere bevorzugen „medium“ oder mögen nur ganz stilles Wasser.
Preislich macht dies beim Einkauf keinen (großen) Unterschied. Das individuelle Trinkverhalten kann es jedoch entscheidend beeinflussen.

5.) Ein Blick aufs Etikett…
Ein Getränk soll in erster Linie Flüssigkeit liefern. Doch je nachdem, für welches man sich entscheidet, kann dieses auch ordentlich Zucker und Energie im Gepäck haben. Zahnschäden und Übergewicht können die Folgen sein.
Getränke mit vielen Kalorien sollten daher nicht regelmäßig als Durstlöscher dienen, sondern eher die Ausnahme von der Regel (= Wasser!) darstellen oder Bestandteil einer Mahlzeit (wie die Milch im Müsli) sein.
Denn auch Säfte und Milch, denen das Image des Gesunden innewohnt, haben es diesbezüglich in sich. Ein Blick auf die Verpackung verrät: Cola, Limo und manch ein Saft liegen mit rund 40 Kilokalorien pro 100 Milliliter in etwa gleich auf. Vollmilch (3,5% Fett) übertrumpft diese gar spielend mit rund 65 Kilokalorien pro 100 Milliliter.

6.) …und auf den übrigen Esstisch
Wasser und andere Getränke – wie zum Beispiel auch ungesüßter Tee – sollten zu jeder Mahlzeit auf dem Tisch stehen. Und das idealerweise schon, bevor das Essen serviert wird. So lädt die Wartezeit dazu ein, schon mal den einen oder anderen Schluck zu trinken.
Besteht die Mahlzeit außerdem zu einem großen Teil aus Gemüse und Salat und wird die Vielfalt noch durch Gemüse zum Snacken (wie Gurken, Radieschen, Paprika, Möhren, Tomaten etc.) bereichert, nimmt das Kind „nebenbei“ noch ordentlich Flüssigkeit zu sich.
Obst ist überdies bei vielen Kindern aufgrund seiner Süße als Zwischenmahlzeit beliebt und leistet – ob Erdbeere oder Melone, Apfel oder Birne – über den Tag verteilt angeboten natürlich auch seinen Beitrag zur ausreichenden Versorgung mit Wasser.

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