Für einen gemütlichen Advent, wie man ihn sich wünscht: Schöne Rituale für die Familie, die alle Sinne ansprechen

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Lassen Sie doch mal kurz den Blick zurück schweifen. Stichwort: Weihnachten in der eigenen Kindheit!
Wem wird bei dem Gedanken daran nicht ganz warm ums Herz?

Viele Erinnerungen daran kleben in Fotoalben, schlummern halb vergessen im Hinterkopf und lassen sich vielleicht hier und da noch auf dem Dachboden entdecken:
Die Weihnachtspyramide, die „schon immer“ in der Familie war, vielleicht? Wenn diese ausgepackt wurde, war klar: Weihnachten ist nicht mehr weit!
Spielzeug das Schaukelpferd, die Puppenstube, die elektrische Eisenbahndas einst die beste Überraschung und größte Freude am Heiligen Abend bedeutete, und niemals weg gegeben würde?
Selbst wenn man bei größter Hitze im Hochsommer, wenn Weihnachten eigentlich ganz weit weg ist, über einen solchen Fund stolpert, sind sofort Bilder im Kopf von Kerzenlicht und Festtagskleid, Gerüche von Plätzchen und Weihnachtsrotkohl in der Nase und Weihnachtsmelodien und das Leuten des Weihnachtsglöckchens tönen in den Ohren.

Allen ist eins gemeinsam: Bei aller Freude sorgen sie vielleicht auch ein bisschen für Wehmut? Darüber, dass diese Zeit vorbei ist.
Denn auch wenn das Noch-Klein-Sein im Nachhinein betrachtet definitiv nicht nur Vorteile hatte: Die Weihnachtszeit ist als Kind doch einfach am schönsten!
Und: Sie wecken die Sehnsucht nach Heimeligkeit, Gemütlichkeit und Kuschligkeit, vor allem, wenn der Dezember mit all seinem Lichterglanz noch nicht Einzug gehalten hat und statt dessen sich der November grau in grau vor dem Fenster präsentiert.

Das Gemeine an Gemütlichkeit: Sie kommt nicht von allein! Und im hektischen Alltag sowieso nicht. Wer sich nach einem stressigen Tag hinsetzt und auf sich einstellende Gemütlichkeit hofft, mag enttäuscht werden. Ohne ein bisschen eigenes Zutun wird sie lange auf sich warten lassen.
Das Gute an Gemütlichkeit: Jeder hat seine ganz eigene Vorstellung davon. Ein „richtig“ oder „falsch“ gibt es nicht.
Der eine braucht absolute Ordnung um sich herum, bevor es sich entspannt auf dem Sofa gemütlich gemacht werden kann. Der andere liebt sein Bisschen häusliches Chaos und mag es genauso und nicht anders um sich herum.

Woanders zu Besuch zu sein, bedeutet damit auch immer, neue, andere Facetten von Gemütlichkeit kennen lernen zu dürfen.
Manche mag man teilen und mit nach Hause nehmen, manche gehörten ohnehin schon immer zum eigenen „Gemütlichkeits-Zutaten-Repertoire“.

Zum Beispiel…

… für die Ohren:
Musizieren Sie gemeinsam, auch wenn es mit der Harmonie nicht gleich gelingen will!
Singen Sie drauflos, auch wenn sich der eine oder andere falsche Ton im Weihnachtslied dazwischen gesellt.
Lesen Sie Ihren Kindern vor!
Legen Sie die gemeinsame Lieblings-CD immer dann ein, wenn es gerade so richtig gemütlich ist.
Es wird nicht lange dauern und diese CD wird beim Ertönen umgekehrt Gefühle von Heimeligkeit wecken, wenn gerade alles andere außer Gemütlichkeit vorherrscht, diese aber dringend herbei gesehnt wird!
Sei es in der halben halbe Stunde zwischen Hausaufgaben und Handballtraining, in der sich alle zum Plätzchenessen um den Küchentisch versammeln, oder an einem Samstagnachmittag, an dem einen die typische Wochend-Hektik nicht so recht zur Ruhe kommen lässt.

… für den guten Geschmack:
Backen, kochen und verfeinern Sie jetzt mit typischen Weihnachtsgewürzen!
Koriander, Kardamom, Vanille, Zimt, Nelken und andere verleihen nicht nur Gebäck den gewünschten Hauch Weihnachtsgefühl, sondern beispielsweise auch Tees oder Konfitüren.
Nehmen Sie sich bewusst Zeit und wählen Sie einen fast schon feierlichen Moment, um gemeinsam die ersten Weihnachtsköstlichkeiten zu genießen!
Stollen und Lebkuchen sind viel zu schade, um sie schnell und zwischendurch zu essen.
(Eine Ausnahme mag da das erste selbstgebackene Plätzchen der Saison – Probieren muss schließlich sein! – darstellen…)
Gönnen Sie sich die Zeit und Muße am Heiligen Abend und am Tag davor (oder an Ihrem persönlichen festlichsten Weihnachtstag), um ein Festmahl zu zaubern, das wahrlich nicht alltäglich ist.
So wird es zu etwas ganz Besonderem, dessen Geschmack bei anderer Gelegenheit alle innerhalb der Familie gleich an gemeinsame Weihnachtsfeste denken lassen wird.

… Weihnachtsduft im ganzen Haus:
Typische Weihnachtsdüfte rühren tief im Inneren.
Und sind heutzutage wohl so einfach und effektiv ins Haus zu holen wie nie.
Duftkerzen und Duftöle, deren klangvolle Namen auf der Verpackung alleine häufig schon pure Heimeligkeit versprechen, hüllen Wohnzimmer zuverlässig in Düfte, ohne die im Advent einfach etwas fehlen würde!
Andere typische Geruchserlebnisse sind natürlich die bunt gemischten Weihnachtsmarktdüfte, die sofort an blinkende Weihnachtsdeko und Weihnachtslieder vom Kinderkarussell denken lassen.

An sich ja gar nicht weihnachtlich, sondern eher winterlich bis ganzjahrestauglich, mag ein spezieller Duft übrigens Kindern hier und da erfahrungsgemäß den verzückten Freudenschrei entlocken „Hier riecht es ja wie auf dem Weihnachtsmarkt!“.
Dafür einfach Reibekuchenteig in die Pfanne geben und von beiden Seiten schön braun braten. Von dem Duft haben garantiert alle sehr, sehr, sehr lange etwas, selbst noch dann, wenn die Teller längst leer gegessen sind, der Herd wieder glänzt und die Pfanne gespült im Küchenschrank steht…

… wohin das Auge sieht…:
Ja, an Weihnachtsdeko scheiden sich die Geister. Was für den einen minimalistisch anmutet, ist dem anderen schon viel zu viel.
Ob getreu dem Motto „Weniger ist Mehr“ oder „Viel hilft viel“: Ein bisschen ´was sollte die Weihnachtskiste schon hergeben. Und wenn es nur den Kindern zuliebe ist…
Auch wenn man im tristen November so gar keine Lust verspürt, in Kisten und Kartons zu kramen: Das Leuchten einer einfache Lichterkette am Balkongeländer in Sturm und Regen zaubert gleich weihnachtliche Stimmung, ein bisschen Glitzer und Glanz hier und da kann echter Balsam für die Seele sein, ein wenig Kerzenschein unbändige Vorfreude aufs Fest und die Wochen davor wecken
Dazu Adventskalender, Adventskranz und vielleicht ein wenig Selbstgebasteltes und die Wohnung lässt optisch keinen Zweifel daran: Das schönste Fest des Jahres ist nicht mehr weit!

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