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Geld für Kinder sicher anlegen

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webtipp_ts_5 Die finanzielle Vorsorge für die eigenen Kinder beschäftigt Eltern seit eh und je. Doch wie lässt sich Geld für Kinder sicher anlegen und welche Anlageform bringt die beste Rendite? Eine pauschale Antwort kann es auf diese Frage nicht geben, da viele Wege zum Sparziel führen, die sich sehr unterschiedlich gestalten.

Grundsätzliches zur Geldanlage für Kinder
Wer Geld für Kinder sicher anlegen möchte, der hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder spart er auf seinen Namen über eine bestimmte Anlageform Geld an, das später auf ein Konto für das Kind umgeschichtet wird oder er wählt von Beginn an eine Geldanlage, die explizit auf den Namen des Kindes abgeschlossen wird. Der Gesetzgeber grenzt die Geldanlage-Optionen für Kinder in diesem Fall allerdings ein und zwar durch die Mündelsichersicherheit. Geldanlagen für Kinder dürfen keinem Spekulationsrisiko oder dem Risiko eines Wertverlustes ausgesetzt sein. Mündelsichere Geldanlagen beziehen sich allerdings nicht nur auf minderjährige Kinder, sondern generell auf Personen (auch unabhängig von der Volljährigkeit), die unter Vormundschaft/Betreuung stehen und Rechtsgeschäfte nicht in eigener Verantwortung übernehmen können. Die Rechtsgrundlage findet sich im BGB § 1807. Demnach zählen zu den mündelsicheren Geldanlagen u.a. Bundes- und Länderanleihen, Pfandbriefe sowie Konten bei Banken, die eine entsprechende Einlagensicherung vorweisen können.

Sparbuch: Sichere Anlageform, aber kaum gewinnbringend
Obwohl es zahlreiche Möglichkeiten der Geldanlage für Kinder gibt, greifen Eltern gerne auf das klassische Sparbuch zurück. Es ist einfach, es ist gewohnt, es ist sicher. Aber die Zinsrendite ist kaum erwähnenswert und fällt gegenüber Tagesgeld und Festgeld, die ebenfalls als sichere Geldanlage für Kinder gewählt werden können, weit zurück. Gerade in Zeiten des niedrigen Marktzinses wird diese Sparform als unrentabel angesehen.

Tagesgeld- oder Festgeldkonto für den Sprössling
Tagesgeld und Festgeld gehören zu den favorisierten Optionen, um Geld für Kinder anzulegen. Beide Anlageformen zeigen ihre Vor- und Nachteile, die individuell abgewogen werden sollten. Tagesgeld ist jederzeit verfügbar und kann ohne Einhaltung von Fristen gekündigt werden, attraktive Tagesgeldangebote zeigen zudem einen interessanten Zins, auch Zinseszinseffekt und Zinsgarantie tragen zur Geldmehrung bei. Demgegenüber stehen Festgeldangebote für Kinder die für Zeiträume von wenigen Monaten bis hin zu zehn und mehr Jahren angeboten werden. Die Verzinsung erfolgt zu einem im Vorhinein festgelegten Zinssatz und bleibt für die Dauer der Laufzeit konstant. Über das Geld kann regulär erst nach Ablauf der Laufzeit verfügt werden. Beide Geldanlageformen gelten als sicher, wenn die Bank, bei der ein entsprechendes Konto auf den Namen des Kindes eröffnet wird, über eine Einlagensicherung verfügt, die ausreicht, um die Einlagen des Kunden zu decken. Diese Einlagensicherung ist für Banken in der EU obligatorisch und sichert Guthaben von mindestens 100.000 € je Konto. Für die Wahl des richtigen Anlagekontos ist dieser Punkt doppelt wichtig, da er auch die Anlagesumme bestimmt.

Bausparvertrag
Der Bausparvertrag rutscht oft unter den Tisch, weil Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch für die sichere Geldanlage des Kindes auch in den Medien meist im Vordergrund stehen. Ein Bausparvertrag kann schon für Babys abgeschlossen werden. Ab dem 16. Lebensjahr ist auch die Wohnungsbauprämie für den Bausparer verfügbar, die wiederum eine zusätzliche Rendite erwirtschaftet. Ein Bausparvertrag unterliegt einem bestimmten Zeit-Sparplan mit monatlich festen Einzahlungen, die verzinst werden. Sonderzahlungen sind je nach Vertrag möglich. Am Ende der Vertragslaufzeit kann das angesparte Guthaben ausgezahlt werden oder aber in ein zinsgünstiges Darlehen einfließen.

Pfandbriefe und Bundeswertpapiere
Die sichere Geldanlage für Kinder ist auch mit Pfandbriefen und Bundeswertpapieren garantiert. Beide Anlageformen weisen eine hohe Sicherheit auf, die Verzinsung zeigt sich bei Pfandbriefen ähnlich wie bei Festgeldanlagen. Bei den Bundeswertpapieren, auch als Staatsanleihen bezeichnet, liegt die Verzinsung eher unter den Standards, die Tages- und Festgeldkonten der Banken bieten, allerdings ist die Sicherheit dieser Geldanlage auch am höchsten.

Fazit
Die Entscheidung für die richtige sichere Geldanlage ist einerseits eine Rechenaufgabe, die mit Vergleich einhergeht und bestimmt sich andererseits auch nach dem individuellen Sparziel, der Anlagedauer und Verfügbarkeit des Geldes.

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