Gut zur Schule im Winter: Tipps für einen sicheren und entspannten Weg in der kalten Jahreszeit

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Der Schulweg in der kalten Jahreszeit mag herrlich für Kinder sein, wenn über Nacht frischer Schnee gefallen ist und – sofern der Weg zur Schule nicht ausschließlich über stark frequentierte Bürgersteige an vielbefahrenen Straßen entlang führt – die Welt in eine wunderbare Winteridylle verwandelt hat.
Allerdings bergen Glätte, Dunkelheit und schwierige Straßenverhältnisse auch so ihre Tücken.

Unsere wichtigsten Tipps, damit Wintertage nicht nur sicher, sondern auch entspannt beginnen:

Keine Hektik am frühen Morgen!
Wie schön einfach ist das Leben bezüglich Schulweg doch im Sommer! Sandalen an, Ranzen auf uns los geht’s!
Im Winter ist es damit bei weitem nicht getan. Zur Grundausstattung vor dem Gang nach draußen zählt in der Regel etwa Folgendes: Wetterfeste Winterjacke und gute Winterschuhe, Mütze, Schal und Handschuhe und schließlich Warnweste oder ähnliches.

Bis das Kind so „verpackt“ ist, können Minuten ins Land ziehen, die Hektik bedeuten können, wenn Freunde bereits vor der Haustür warten oder der Bus an der Haltestelle garantiert nicht warten wird.
Daher:

  • Sorgen Sie für ein Ordnungssystem im Garderobenbereich, das Suchen weitgehend überflüssig macht.
  • Reduzieren Sie den Inhalt von Schubladen auf das Nötigste, damit zwischen vielen Handschuhen nicht erst zwei gefunden werden müssen, die ein Paar bilden.
  • Halten Sie Ihr Kind an, nach einem Nachmittag auf dem Rodelberg seine Sachen so zum Trocknen auszulegen und zu platzieren, dass am nächsten Morgen wieder alles trocken und einsatzbereit ist.
  • Und: Haben Sie möglichst für alles Ersatz bereit, falls Reflektorkragen, Mütze oder Handschuhe am Vortag in der Schule liegen geblieben sind.

Zügig durch die weiße Pracht!
Egal, wie kurz der Schulweg ist.
Egal, ob er durch Großstadtstraßen oder über idyllische Fußwege auf dem Land führt: Für viele Kinder hierzulande ist Schnee etwas ganz Besonderes, wahrlich nichts Alltägliches und übt damit einen unwiderstehlichen Reiz aus.
So werden hier mit den dicken Winterschuhen verschnörkelte Spuren in unberührte Schneefelder gezogen, dort genügend Schnee für einen Schneeball zusammengekratzt (denn was gibt es Schöneres als eine ausgelassene Schneeballschlacht?) oder es wird gar mit dem Bau eines Schneemanns begonnen…

So wie Kinder im Herbst beim Kastaniensammeln auf dem Schulweg völlig die Zeit vergessen können, kann dies an einem Wintermorgen auch im Schnee passieren.
Falls Sie dies für nicht völlig ausgeschlossen halten, geben Sie Ihrem Kind sicherheitshalber eine altersgerechte Armbanduhr mit auf den Weg, die es trotz dicker Jackenbündchen und Fausthandschuhen zwischendurch gut ablesen kann.

Sicher ankommen!
Dunkelheit, Schneematsch, Niederschläge, Nebel, schlechte Sicht, Glatteisgefahr – das sind für Autofahrer schwierige Bedingungen und für Fußgänger damit ebenfalls Grund, extra hohe Aufmerksamkeit walten zu lassen.
Damit Ihr Kind sicher in der Schule ankommt – nicht nur im Winter! – erklären Sie ihm,

  • warum helle Kleidung und alles, das reflektiert und die Sichtbarkeit in Dunkelheit und Dämmerung erhöht, so wichtig ist.
  • dass es besser einmal mehr oder länger an Ausfahrten, Fußgängerampeln und Zebrastreifen warten soll anstatt weiter- bzw. loszulaufen, auch wenn es eigentlich „Vorfahrt“ vor den Autos hat.
  • dass es immer vereinbarte Wege nehmen und sich nicht von anderen überreden lassen soll, anstatt am sicheren (wenn auch vielleicht weiter entfernten) Fußgängerüberweg die Straße „irgendwo“ zu überqueren, selbst wenn die Zeit drängt!
  • dass in Herbst und Winter Rutschgefahr drohen kann und dass es deshalb – wie eigentlich immer! – beim Gehen einen ausreichenden Abstand auf dem Bürgersteig vor der Bordsteinkante einhalten soll.
  • dass es ebenso beim Warten an der Fußgängerampel oder am Zebrastreifen einen „Sicherheitsabstand“ von der Fahrbahn halten soll.
  • dass es immer besser ist, den Weg in einer größeren Gruppe von Kindern zurückzulegen als allein. Daher bitten Sie es, nicht zu trödeln und dabei den Anschluss an die Gruppe womöglich zu verlieren, ebenso, wie es nicht „voran preschen“ soll, weil es unbedingt immer der oder die Erste an der Schule sein möchte.

 

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