„Igitt! Eine Spinne!!“ – Was tun, wenn kleine (oder größere) Krabbler Kindern schlaflose Nächte bereiten?

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Wie schön! Der ist da.
Zeit nicht nur für Menschen, sich vermehrt ins Innere ihrer Häuser zurück zu ziehen, das schlechte Wetter auszusperren, die Wärme von Heizung oder Kamin zu genießen und so den Kapriolen der kalten Jahreszeit gelassen entgegen zu blicken.

Auch achtbeiniges Getier nutzt die Gunst der Stunde, sich nach einem warmen Plätzchen umzusehen. Oft wenig zur Freude der zweibeinigen Bewohner, wenn einen abends im gemütlichen Fernsehdämmerlicht plötzlich ein solch ungebetener Besucher (gerne die HauswinkelspinneAchtung beim Anklicken der Links (außer dem letzten im Text) an alle, denen schon das Anschauen von Spinnen-Bildern Probleme bereitet!) aufschrecken lässt, der übers Parkett huscht.

Für manch einen hat der entspannte Abend dadurch ein jähes Ende gefunden, bis der Eindringling gefunden und (gerne mit Unterstützung des Herrn des Hauses) wieder nach draußen befördert ist. Und selbst dann ruht der Blick nicht mehr ungetrübt auf dem Fernsehgerät, sondern schweift aufgeschreckt umher, immer auf der Suche nach weiteren potentiellen Spinnen.

Ganzjähriger Gast, mit dem man sich hingegen ganz gut arrangieren kann, sitzt der doch meist reglos in einer Ecke, tut nichts und hält bestenfalls die Umgebung frei von unerwünschten, stechenden Insekten: Die Zitterspinne.
Doch auch dieses filigrane Wesen ist ein Schreckgespenst vieler Kinder, vor allem jener, die im Haus öfter dem Vorratskeller oder Waschkeller einen Besuch abstatten, denn dort gehören Spinnweben und ihre Verursacher praktisch zum Inventar.

Was tun?
Wie umgehen mit Kindern, die Spinnen nicht nur ein „bisschen fies“ finden, sondern beim Anblick (auch in Büchern oder im Fernsehen) oder schon beim bloßen Gedanken an Spinnen sprichwörtlich Blut und Wasser schwitzen und/oder wahre Panik-Attacken erleiden?
Und wie dem idealerweise vorbeugen?

1. Kinder schauen sich viele Verhaltensweisen bei Eltern und anderen Familienmitgliedern ab – und natürlich auch deren Reaktionen auf Spinnen.
Springt die große Schwester kreischend aufs Sofa, fällt es Mama schwer, ihren Ekel zu verbergen, sobald ein Achtbeiner von Weitem gesichtet wird, entgeht dies Kindern nicht, die gemäß ihres Alters eigentlich nur Neugier für alles empfinden, was lebt und sich bewegt.
Daher: Eigene Ängste, vor allem jene, die im Grunde völlig unbegründet sind, möglichst nicht zum Ausdruck bringen!
In unseren Breitengeraden geht wirklich (in der Regel) keine Gefahr von Spinnenbissen für Menschen aus – Allergiker ausgenommen .

2. Leiden Sie selbst unter Ekel bis Angst vor Spinnen, nutzen Sie die Chance, sich zusammen mit Ihrem Kind mit Unbekanntem vertraut zu machen, wann immer es möglich ist. Beobachten und betrachten Sie die eingefangene Spinne im Glas aus der Nähe genau, bevor sie aus dem Haus heraus gebracht wird.
Was weniger Überwindung kosten dürfte:
Draußen laden jetzt im Herbst die wunderschönen, mit Tautropfen überzogenen Netze vor allem in den Morgenstunden dazu ein, in aller Ausgiebigkeit bewundert zu werden.
Die Spinne, die mittig im Netz sitzt, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht rühren.

3. Sehen Sie auch Spinnen positiv!
Auch wenn es schwerfällt, es zuzugeben: Spinnen sind sehr nützlich und ohne sie hätten wir Menschen ein Problem.
Recherchieren Sie in Tierlexika oder im Internet über die nützlichen Seiten der Achtbeiner. Schauen Sie zusammen mit Ihrem Kind altersgerechte Natur-Dokus im Fernsehen, die allen einen Blick in die faszinierende, unbekannte Welt der Spinnen erlauben.
Nicht nur anhand derer sollte jedes Kind von klein auf lernen: Jedes Tier hat ein Recht auf sein Leben! Keines sollte getötet werden, nur weil es einen stört oder als nicht schön empfunden wird.

4. Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes ernst und tun Sie sie nicht leichtfertig als „Anstellerei“ ab! Unterbinden Sie es auch, dass beispielsweise Geschwister sich darüber lustig zu machen. Wer Angst hat, braucht sich dafür nicht zu schämen und leidet auch ohne zusätzliche Spötteleien diesbezüglich genug!
Wird der Leidensdruck groß, kontaktieren Sie als ersten Ansprechpartner Ihren Kinderarzt, der Ihnen geeignete Anlaufstellen für Kinder mit Phobien aufzeigen wird.

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