Kinder und Musik: Wenn der Wunsch nach einem eigenen Musikinstrument laut wird

/
/
/
819 Aufrufe

Für Kinder ergeben sich sehr früh erste Möglichkeiten, ihre Liebe zur Musik entdecken!
Fasziniert wird der Spieluhr gelauscht, Mamas und Papas Gesangsstimme sorgen für Wonne, auch wenn jene sich nicht für besonders begabt diesbezüglich einschätzen.
Gespannt wird verfolgt, was aus dem Radio tönt, und die eigene Stimme lädt zu Experimenten ein, lange bevor das erste Wort gesprochen wird.

Später dann im Kindergartenalter haben viele Kinder Freude an den vielerorts angebotenen Kursen, in denen sie in Gruppen mit Gleichaltrigen regelmäßig und unter qualifizierter Anleitung singen, tanzen, improvisieren, musizieren, ausprobieren, hören, entdecken und Handhabung und Klang verschiedener Instrumente kennen lernen können.

Oft ist der Wunsch, ein bestimmtes Instrument zu erlernen, dann der nächste Schritt, der Eltern besonders beim ersten Kind vor viele Fragen stellt:

Wie und wo finde ich eine/n qualifizierte/n Lehrer/in dafür?
Was kosten Unterricht und Instrument?
Ist mein Kind überhaupt schon alt genug für Cello oder Trompete?
Und wird die Begeisterung für das Instrument wirklich lange anhalten oder ist der Wunsch aus einer vorübergehenden Laune oder spontanen Faszination entstanden, die schnell wieder verflogen sein können?

Welches Instrument für mein Kind?
Wann immer sich die Möglichkeit bietet, sollte man nach sich Erfahrungen anderer Eltern mit bereits größeren Kindern umhören.
Spielt deren Kind ein Instrument, haben sie vielleicht auch zuvor verschiedene Optionen und Anlaufstellen ins Auge gefasst, kennen Musiklehrer/-innen, Musikschulen, andere Einrichtungen und Vereine, die Kindern das Erlernen eines Instruments ermöglichen?

Ansonsten gibt es natürlich viele Möglichkeiten der Suche nach der passenden Musikschule oder dem „richtigen“ Musiklehrer: Kleinanzeigen in der Zeitung, Internetseiten, „Schwarze Bretter“ in der näheren Umgebung sind sicherlich nur einige davon.

Ist ein Kontakt hergestellt, stehen am Anfang wiederum viele Fragen:
Gibt es eine Warteliste oder könnte das Kind gleich mit dem Unterricht starten?
Wo findet der Unterricht statt?
Wie steht es um Kosten des Unterrichts und die Ferienregelung?
Findet der Gruppen für das Kind alleine, in kleineren oder größeren Gruppen statt?
Und natürlich: Könnte dieses Instrument auch wirklich das richtige für mein Kind sein?

Bevor man sich auf längere Zeit vertraglich bindet, sollte das Kind während einer (kostenpflichtigen) Probezeit Gelegenheit bekommen, Lehrkraft, Unterrichtsablauf und evtl. Räumlichkeiten kennen zu lernen und in dieser Zeit ein Leihinstrument nutzen können.
Viele Instrumente sind sehr kostspielig und sollten daher eine wohlüberlegte Investition sein, wenn erst mit größerer Sicherheit entschieden werden kann, dass das Wunsch-Instrument eine gute Wahl ist.

Ebenso können nur mehrere Unterrichtsstunden über einen längeren Zeitraum zeigen, ob der Musikunterricht sich gut in den Familienalltag integrieren lässt, ob die Chemie zwischen Lehrer/in und Kind stimmt und ob der Nachwuchs mit Begeisterung bei der Sache ist.
Nicht nur während der Unterrichtsstunden, sondern auch daheim beim Üben!

Unterricht: daheim oder außer Haus?
Eine schwierige Frage, wenn das Angebot es überhaupt erlaubt, dass man vor die Qual der Wahl gestellt wird.
Wenn man auf Anhieb eine sympathische Lehrkraft für sein Kind findet, die in ihren Räumlichkeiten unterrichtet, wird man auf die Vorzüge, die der Unterricht daheim mit sich bringt, vielleicht gerne verzichten und langfristig Fuß- und Fahrwege in Kauf nehmen.

Umgekehrt sollte man bedenken, dass für den Musikunterricht in den eigenen vier Wänden eine wichtige Voraussetzung erfüllt sein sollte: Gibt es ein Zimmer, in dem ungestörter Unterricht möglich ist?
Steht das Klavier beispielsweise im Wohnzimmer, stellt sich die Frage, wohin (jüngere) Geschwister und Eltern in der Zeit ausweichen können. Wo sie spielen können, ohne dass der Musikunterricht des Geschwisterkindes im Nebenzimmer oder eine Etage tiefer durch die Geräuschkulisse der Familie und beispielsweise Fußgetrappel auf der Treppe gestört wird.

(Visited 85 times, 1 visits today)

Verwandte Artikel

  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Linkedin
  • Pinterest

2 Kommentare

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

It is main inner container footer text