Lauernde Plagegeister in Unterholz und Wiesen: So schützen Sie sich und Ihr Kind vor Zeckenbissen

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Sie sind zwar nur wenige Millimeter groß, dafür aber auf der ganzen Welt verbreitet und Jahr für Jahr aufs Neue ein Thema: Zecken, durch deren Biss Krankheiten wie die Lyme-Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen werden können.

Dabei lauert die Zecke nicht nur im dichten Gestrüpp oder in hohen, wild wachsenden Wiesen auf potentielle Wirte; auch im eigenen Garten ist man vor Zecken nicht unbedingt sicher!

Wie man der Zecke das Leben schwer macht
Würde sich die Zecke tatsächlich – ein Irrtum, der sich hartnäckig hält – von Bäumen auf vorbeikommende Menschen oder herumstreifende Tiere herunterfallen lassen, wäre es in der Tat schwierig(er), sich vor Zeckenbissen zu schützen.
De facto kommt sie meist „von unten“, wobei dies natürlich bei großer Wuchshöhe von Gräsern und Gebüsch bei gleichzeitig geringer Körpergröße eines Kindes nicht bedeuten muss, dass die Zecke sich immer ihren Weg durch die Hosenbeine bahnen muss.

Generell ist daher rundum schützende Kleidung empfehlenswert, die für die Zecke zumindest eine verlängerte Suche nach unbedeckter Haut bedeutet, sprich: Hosen mit langen Hosenbeinen, am besten mit darüber gezogenen Socken sowie lange Ärmel mit eng abschließenden Bündchen.
Wenn dies die sommerlichen Temperaturen unmöglich erscheinen lassen, ist vor dem Gang ins Freie das Auftragen eines geeigneten Schutzmittels (erhältlich zum Beispiel in der Apotheke) auf die Haut ratsam, das Zecken abhält.

Bevorzugt man zudem bei der Kleiderwahl helle Farben, hat man gute Chancen, eine Zecke darauf ausmachen und entfernen zu können, bevor sie die Möglichkeit zum Zustechen bekommt.

Da jedoch weder Kleidung noch Anti-Zecken-Mittel hundertprozentigen Schutz bedeuten, sollten Sie zusätzlich Ihre Kinder nach deren Rückkehr vom Spielen beziehungsweise am Abend auf möglicherweise mitgebrachte Zecken hin untersuchen.
Da ein Biss nicht schmerzt, kann er ansonsten lange Zeit unbemerkt bleiben.

Eine Zecke! Wie entfernt man sie?
Wichtige Regel: Sobald wie möglich, da einige Stunden vergehen können, bis das Lyme-Borreliose auslösende Bakterium von der „angebissenen“ Zecke auf den Menschen übertragen wird.
Geeignete „Werkzeuge“ sind Zeckenkarte, Zeckenzange, Zeckenlasso oder eine schmale Pinzette.
Wie die Entfernung der Zecke mit den einzelnen Hilfsmitteln genau funktioniert, ist hier ausführlich und bebildert beschrieben.
Wird die Zecke hingegen unsanft gedrückt oder soll gar mit alten, nicht geeigneten Hausmitteln wie Klebstoff oder Öl zur Strecke gebracht werden, erhöht sich das Risiko, dass Erreger durch die Bissstelle in den Körper gelangen.

Konnte die Zecke nicht vollständig entfernt werden und/oder treten typische Krankheitssymptome der oben erwähnten Krankheiten oder Hauterscheinungen im Bereich der Stichstelle nach dem Zeckenstich auf, sollte der Kinderarzt aufgesucht werden.
Ebenso kann mit ihm die Frage geklärt werden, ob am jeweiligen Wohnort beziehungsweise vor Reisen eine Impfung gegen die FSME sinnvoll ist.

Link zum Thema: „Häufige Irrtümer über Zecken“

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