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Mit Kindern rund ums Gartenjahr – Teil 7: Gartenarbeit im Juli

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Juli – das bedeutet für (fast) alle Schulkinder: Mit dem Zeugnis endlich das Ergebnis der Bemühungen des letzten Halbjahres Schwarz auf Weiß in den Händen zu halten. Und danach? Endlich den Ranzen für einige Wochen in der Ecke zu parken!

Ob es danach auf in Ferne geht oder die Sommerferien daheim im eigenen Garten oder auf „Balkonien“ verbracht werden:
Ganz egal, Hauptsache der Alltagstrott kann einmal hinter sich gelassen, werden.
Mit gutem Gewissen darf endlich mal wieder so richtig ausgeschlafen und die schönen Seiten des Lebens genossen werden, die der Sommer (hoffentlich) im Gepäck hat.
Als da wären zum Beispiel: Schwimmen gehen, Himbeeren pflücken, mit einem guten Buch in der Sonne faulenzen, abends draußen sitzen, bis es dunkel wird und in gemütlicher Runde einen Grillabend verbringen.

Dazu kommt natürlich die Farbenpracht der vielen bunten Blumen im Garten und auf den Wiesen!
Damit der eigene Garten eine wunderschöne Umgebung für fröhliche Partys, gemütliche Plauder-Abende oder einfach entspannende Stunden bietet, ist ein wenig Arbeit vonnöten, die aber zum einen sehr viel Spaß machen kann, zum anderen um diese Jahreszeit mit wunderschönen Gute-Laune-Anblicken wie diesem belohnt wird:

Kokardenblume

Blütenpracht in warmen Sommerfarben: Die Kokardenblume

Einige Anregungen für den Sommermonat Juli:

Raus aus dem Beet! Rein ins Beet!
Viele Stauden verblühen nicht nur schnell, sie ziehen anschließend auch ihr Laub bis zum Austrieb im nächsten Jahr ein.
Die Folgen sind unschöne Lücken in Beeten, die für ein harmonisches Gesamtbild schnell wieder gefüllt werden wollen.
Bei einem gemeinsamen Besuch im Gartencenter findet bestimmt jeder in der Familie etwas, das ihm gefällt.

Gerade, wenn Kinder „mitgärtnern“ wollen, sollte die Devise dabei lauten: Erlaubt ist, was gefällt!
Vielleicht kommt ein kunterbuntes Durcheinander von Farben und Wuchsformen dabei heraus, das nicht den Anspruch an ein „perfektes“, harmonisch bepflanztes Beet erfüllen kann, dafür eben aber so individuell ist wie die Familie selbst.

Das ausreichende Gießen – im Sommer oft eine Herausforderung
Steht allerdings der Sommerurlaub noch bevor und es gibt niemanden, der das anfangs häufig erforderliche Gießen während der Abwesenheit übernimmt, sollte mit der Neu-Bepflanzung vielleicht besser bis nach der Ferienreise gewartet werden, um traurige Anblicke verwelkter Pflänzchen nach der Rückkehr zu vermeiden.

Auch Kübelpflanzen, Gemüse im Beet und Balkonkästen wollen natürlich regelmäßig mit Wasser aus Schlauch oder Kanne versorgt werden.
Wer keinen netten Nachbarn, Bekannten oder Verwandten findet, mit dem man sich in puncto Pflanzenpflege während der Urlaubszeit abwechseln kann, erhält im Handeln verschiedene Bewässerungssysteme, die die Pflanzen versorgen und die Urlaubszeit hoffentlich gut überstehen lassen.

Nicht nur bei Kindern der Hit: Obst aus dem eigenen Garten
Obst aus dem eigenen Garten ernten zu können, ist nicht nur für Kinder eine tolle Sache. Zudem können Obstbäume zu wunderbaren „Kletterbäumen“ heran wachsen, die den Garten auf vielerlei Weise bereichern.
Schon sehr junge Obstbäume können nach der Blüte viele Früchte ausbilden. Oft mehr, als die noch sehr zarten Äste tragen können.
Wenn es erforderlich ist, sollten die Äste von Apfel- und Birnbäumen rechtzeitig abgestützt werden, um ihr Durchbrechen oder Abknicken zu vermeiden, denn dann können auch die angelegten Früchte nicht mehr heran reifen und zum Naschen oder Herstellen von Konfitüre dienen.

Auch der Sommerschnitt von Obstbäumen ist ein wichtiges Thema. Ausführliche Informationen dazu gibt es beispielsweise im Internet auf der Seite von „Mein schöner Garten“: „Sommerschnitt für Obstbäume“.

Für reiche Beeren-Ernte im nächsten Jahr:
Auch für Obststräucher ist der regelmäßige Schnitt eine wichtige Zutat für reiche Erträge.
Für sie ist jetzt nach der Ernte die Zeit des Auslichtens gekommen.

Bei Himbeeren werden in der Regel die Triebe, die Früchte getragen haben, nahe am Boden abgeschnitten. Die jungen Triebe aus diesem Jahr werden hingegen stehen gelassen, damit sie im nächsten Jahr Früchte tragen können.

Auch Johannisbeeren tragen nicht am einjährigen Holz.
Frische Triebe werden daher ebenfalls für die kommende Saison im nächsten Jahr stehen gelassen, alte, stark verholzte Triebe hingegen bodennah abgeschnitten. „Mittelalte“ Triebe werden ein wenig eingekürzt, um den Strauch insgesamt zu verjüngen und auszulichten.

Bunte Vielfalt: Günstig zu haben
Selber säen, regelmäßig gießen, und beobachten, was sich daraus entwickelt – das macht vielen Kindern Spaß und ist genau das, was sie sich unter „Gartenarbeit“ vorstellen.
Zudem ist der Kauf und damit das anschließende Heranziehen kleiner Jungpflanzen aus Saatgut ein günstiges Vergnügen im Vergleich zur Anschaffung bereits „fertiger“, bereits großer Pflanzen.

Jetzt ist noch die Zeit für die Aussaat von Zweijährigen, das heißt der Pflanzen, die jetzt heran zu wachsen beginnen und nach dem Überwintern früh zur Blüte kommen.
Ein wenig Geduld braucht es zwar, bis sich das erste Grün zeigt.
Dafür wird man bei vielen Pflanzensorten damit belohnt, dass sie sich mittels der später entstehenden Samen in jedem Jahr selbst wieder neu aussäen, wenn sie sich einmal im Garten angesiedelt haben.
Zu diesen Zweijährigen gehören beispielsweise das Stiefmütterchen, das Vergissmeinnicht, der Goldlack, die beliebten „Bellis“ und die Akelei.
Bitte dabei auch die Angaben zum optimalen Aussaat-Zeipunkt auf der Saatgut-Tüte beachten.

Den Rasen nicht zu kurz mähen
Damit der Rasen es gut übersteht, wenn er während des Familienurlaubs nicht gesprengt werden kann, sollte er vor der Abreise nicht zu kurz geschnitten werden. Längere Halme werfen Schatten auf den Boden und helfen so, die Feuchtigkeit zu speichern.
Ist er nach der Rückkehr sehr hoch gewachsen, sollte der Rasen nicht kurzerhand in einem Mal, sondern stufenweise jeweils im Abstand mehrerer Tage auf die übliche Länge zurück gekürzt werden, um Schäden am satten Grün zu vermeiden.

Zimmerpflanzen nicht vergessen!
Wenn das Leben sich in den Sommermonaten überwiegend im Freien abspielt, kommen die Pflanzen im Haus gerne zu kurz.
Diese Aufgabe übernimmt aber bestimmt jedes Kind gern: An warmen Tagen mit geringer Luftfeuchtigkeit freuen sich viele Pflanzen, wenn sie mit einer Blumenspritze eingenebelt werden.
Beim nächsten Regenschauer ist eine Dusche im Freien genau das Richtige, um kostenlos und ohne viel Arbeit Staubschichten von Blättern zu befreien.

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