Rund um Auswahl und Kauf einer Kinderbrille

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Mit der Verordnung einer Brille fürs Kind betreten manche Eltern Neuland.
Wer als Erwachsener selber keine Brille trägt, hat vielleicht (noch) nicht „seinen“ Augenoptiker, der in diesem Fall erste Anlaufstelle wäre – dafür aber sicherlich viele Fragen und die Qual der Wahl angesichts der großen Auswahl erhältlicher Kinderbrillen.
Gold wert ist dann eine ausführliche, kompetente Beratung, die keine dieser Fragen offen lässt und dabei hilft, gute Entscheidungen zu treffen und die passende Brille fürs Kind zu finden, die alle Ansprüche und Wünsche erfüllt.

Dazu einige Erfahrungen aus Elternsicht:

Die Wahl des Augenoptikers und der erste Besuch im Geschäft
Ideal ist ein Optiker Fachgeschäft, das in der Nähe liegt und schnell zu erreichen ist, denn im Laufe der Zeit wird man vielleicht öfter dort sein, als man zunächst denkt.
Wildes Toben und recht unvorsichtiger – eben alterstypischer – Umgang mit der Brille beispielsweise können immer wieder einmal kleine Korrekturen und Reparaturen erforderlich machen.
Eine lange und weite Fahrt zum Geschäft steht dann oft in keinem Verhältnis zu den wenigen Minuten, in denen die Brille (hoffentlich) wieder gerichtet ist.

Für die Auswahl einer Brille sollte man genügend Zeit einplanen und den Zeitpunkt mit Bedacht wählen.
Eine (telefonische) Anfrage kann vorab klären, ob es sinnvoll und möglich ist, einen Termin beim Optiker für eine Beratung zu vereinbaren, um mögliche Wartezeiten zu vermeiden.

Die Auswahl der Brille
Runde Gläser oder eher eckige? Ein unifarbenes Gestell oder darf es ein wenig bunt sein? Sportlich oder eher klassisch?
Es kann lange dauern, bis die Wahl auf ein Modell gefallen ist. Bis dahin werden sicherlich viele angeschaut, aufgesetzt, in die engere Wahl genommen und wieder verworfen.

Natürlich muss die Brille dem Kind in erster Linie gefallen, um später gerne getragen zu werden. Angesagte Lieblingsmotive machen es häufig einfach, eine engere Auswahl zu treffen.
Für guten Sitz und gutes Aussehen muss das leichte, aber robuste Brillengestell außerdem zur Gesichtsform passen und den Typ des Kindes unterstreichen.
Idealerweise wird es nicht zu klein oder zu schmal gewählt, da das Kind dadurch verleitet werden kann, oben über den Brillenrand anstatt durch die Gläser zu sehen.

Ergänzt wird das Gestell in der Regel mit leichten, bruchsicheren und ggf. gehärteten Kunststoffgläsern.
Sinnvolle Extras, die sich im Alltag als wertvoll erweisen können: Halbrunde Silikon-Sportbügel für einen guten Sitz und Federscharniere, die ein Nach-Außen-Drücken der Bügel beim Auf- und Absetzen der Brille nicht so schnell übel nehmen.

Auch der Preis spielt bei der Auswahl nicht selten eine entscheidende Rolle. Modelle, die das festgelegte Budget überschreiten, sollten dem Kind bestenfalls gar nicht erst präsentiert werden. Hat es sich erst einmal in ein (zu teures) Modell verliebt, wird es schwer sein, es wieder von seiner Entscheidung abzubringen. Alle anderen Modelle wären danach vermutlich nur noch „2. Wahl“.

Die Pflege der Kinderbrille

Überall, wo ein Wasserhahn und Spülmittel zur Hand sind, empfiehlt sich die feuchte Reinigung der Kunststoffgläser: Die Brille wird zunächst unter dem Wasserhahn abgespült, ein Tropfen Geschirrspülmittel (nicht rückfettend) wird mit einem Finger vorsichtig auf beiden Seiten der Brillengläser verteilt und anschließend wird alles sorgfältig abgespült.
Nachdem das Wasser abgelaufen ist, werden die Gläser mit einem sauberen Geschirrtuch (ohne Weichspüler gewaschen) oder Mikrofasertuch sanft trocken gerieben.

Ist eine trockene Reinigung – unterwegs – notwendig, nur geeignete Tücher wie ein Brillenputztuch verwenden. Das Kind sollte wissen, dass die Brille beispielsweise nicht am Pullover sauber gerieben wird, um Kratzer auf den Gläsern zu vermeiden.

Weitere wichtige Regeln, die Kinder in der Regel schnell verinnerlicht haben:
Die Brille stets vorsichtig auf- und absetzen, sie niemals auf den Gläsern ablegen und sie abends vor dem Schlafengehen an einem festgelegten Platz aufbewahren, unter anderem, um morgendliche hektische Suchen zu verhindern.
Wenn die Brille nicht getragen wird, beispielsweise beim Schwimmunterricht, sollte das Brillenetui (samt Reinigungstuch) zur sicheren Aufbewahrung immer mit dabei sein.

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