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So wird der Rasen im Familiengarten sommerfit!

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Irgendwie ist es mit dem eigenen Rasen doch manchmal wie verhext! Obgleich man die grüne Pracht mäht und düngt, gefühlt andauernd sprengt und sät. Das Grün hinterm oder vorm Haus macht doch manchmal einen mitleiderregenden Eindruck. All das, auf das man gut und gerne verzichtet, zeigt sich dort immer wieder. Kahle Stellen, Unkraut, Moos beispielsweise. Das wurmt natürlich den Hobbygärtner, der von einem makellosen Rasen träumt, wie er einem in der Werbung gerne entgegen lacht.

Nun mag man zwar zurecht argumentieren: Ja, der Rasen im Prospekt ist sicherlich auch keiner, dem Kinderfüße permanent zusetzen. Auf dem Ball spielen, Purzelbäume, Wettrennen und das Aufstellen eines Planschbeckens erlaubt sind. Aber ist es nicht vielleicht doch möglich, beides unter einen Hut zu bekommen? Einen robusten, kräftigen Rasen, der alles mitmacht und dabei gut aussieht?

Heute einige persönliche Erfahrungen zum Thema!

Vertikutieren? Oder lieber nicht?

Man mag in den letzten Jahren den Eindruck gewonnen haben: Rasenpflege ohne zu vertikutieren? Das geht gar nicht! Vertikutieren schien plötzlich die Lösung für alle Rasenprobleme zu sein. Einmal mit dem Vertikutierer drüber, nachsäen, warten. Und fertig ist der Bilderbuchrasen.

Dabei tut man damit dem Rasen nur bedingt Gutes, wenn der Boden zu trocken oder zu nass ist. Auch, wenn das Gras ohnehin strapaziert oder zu lang, die Vertikutiertiefe falsch eingestellt ist. Oder wenn es einfach nicht nötig ist! Vertikutieren mag zwar durchaus angebracht sein, wo der Rasen extrem verfilzt ist. Wo sich dadurch Staunässe bildet und schließlich mehr Moospflänzchen als Grashalme zum Grün beitragen. Ob dies der Fall ist, ist in der Regel jedoch nicht schwierig zu erkennen. Einfach mal am Boden entlang mit den Fingern durch die Grashalme fahren. Dann sieht man, wie es dazwischen aussieht.

Wenig Verfilztes und wenig bis kein Moos im Rasen?

Dann sollte die Strategie für einen grüneren, schöneren, schnell wachsenden Rasen zunächst lauten: Düngen! Und bevor das geschieht, sollte man ihn mähen. Ist der Rasen sehr „verknotet“, wachsen Halme kreuz und quer platt am Boden übereinander? Dann ist nämlich nicht der Vertikutierer das richtige Gerät, um Grund in die Sache zu bringen. Vielmehr ist es der ohnehin verfügbare Rasenmäher, der auf eine (deutlich) niedrigere Stufe als üblich eingestellt wird. Ist der Rasen einmal deutlich kürzer als sonst, dann bietet sich die perfekte Übersicht. Und man wird vielleicht staunen, was man da alles findet. Steine, Stöckchen, Rinde, kleine Spielzeuge vielleicht. Diese gilt es natürlich aufzusammeln, denn sie hindern das Rasenwachstum. Was man gleichzeitig womöglich zu Gesicht bekommt?

Moos, das stört

Moos siedelt sich dort an, wo der Rasen keine guten Bedingungen vorfindet. Zu dunkel, zu nährstoffarmer Boden, zu nass – das sind einige der möglichen Ursachen. Zunächst einmal gilt es dann, vorhandenes Moos zu entfernen. Und anschließend, den Boden ein wenig zu lockern, eventuell sogar eine Schicht Sand aufbringen. Dies beugt Staunässe vor. Und dann? Unbedingt düngen, um den Boden mit Nährstoffen zu versorgen. Und zügig Rasensamen nachsäen, bevor sich unerwünschte Samen aus der Luft in den freigewordenen Stellen ansiedeln können.

Unkraut, das man nicht im Rasen haben möchte

Mancheiner liebt Gäsenblümchen und Co. Manchem sind diese jedoch ein Dorn im Auge. Im Falle von überschaubaren Unkrautbewuchs ist dies womöglich noch per Handarbeit zu entfernen. Bei Löwenzahn unbedingt tief genug stechen, um möglichst die ganze Wurzel zu erwischen! Und auch an diesen Stellen heißt es natürlich danach: Mit Rasensaat nachsäen.

Und nach Unkrautzupfen, Moosentfernung, Nachsaat und Düngung? Gründlich wässern, wenn kein baldiger Regenschauer zu erwarten ist, und abwarten! Sodass binnen weniger Tage der mitgenommen aussehende Rasen hoffentlich „wie Phönix aus der Asche“ zu neuer Schönheit erwacht!

Wo es mit dem Rasen eher schwierig wird

Ausreichend Sonne, keine herabfallenden Nadeln und zudem stets ausreichende Bewässerung? Sofern dies gegeben ist, sollte der Rasen wunderbar wachsen! Anders sieht es jedoch dort aus, wo er schlechte Bedingungen vorfindet, beispielsweise an sehr feuchten oder dunklen Ecken im . Dann kann man versuchen, die Bodenqualität zu verbessern und Schattenrasenmischungen zu säen.

Manchmal ist es jedoch besser, folgender Tatsche gleich ins Auge zu blicken. Hier und dort wird es nie etwas werden mit dem Rasen! Und statt zu zetern kann es nervenschonender sein, sich gleich Alternativen zu überlegen. Flächen unter Nadelbäumen beispielsweise sind nicht nur recht „rasenfeindliche“ Gebiete. Auch sonst wird es schwierig aufgrund von Licht- und Wassermangel, dort eine ansehnliche Bepflanzung zu halten. Die einfachste Lösung mag dort daher sein: Eine Fläche hübsch einfassen und mit Pinienrinde oder ähnlichem mulchen. Wählen Sie dabei eine ausreichend hohe Beeteinfassung, die verhindert, dass der Mulch allzuleicht im Rasen landet. Denn Vögel scharren gerne im Mulch nach Insekten. Und so wandert er in den Rasen, bevor er später mit unschönen Geräuschen im Rasenmäher landet.

Eine Alternative ist es, die Fläche mit Steinen zu versehen, wie es derzeit sehr angesagt ist. Was anfangs schön aussieht, wird allerdings nicht lange so bleiben. Denn wo ständig Nadeln fallen und es an Sonne mangelt, haben Grünbeläge leichtes Spiel. Stattdessen kann man dort eine Bepflanzung mit schattenliebenden, bodendeckenden, eher anspruchslosen in Betracht ziehen.

Flächen unter Schaukeln und anderen Spielgeräten

Diese sind ebensolche „Problemkinder“, doch dort kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! Wie? Indem man auf einen ansehnliches und gleichzeitig funktionales Material zur Bodenbedeckung setzt, das eventuelle Stürze von Spielgeräten sanft abfängt. Das kann beispielsweise Mulch sein, aber auch Sand, eine geeignete Matte oder Rollkies.

Wege statt Trampelpfade

Dort, wo regelmäßig viele Füße über den Rasen laufen, kann es eine Sisyphosarbeit bedeuten, den Rasen in Schuss zu halten. Denn ohne ständiges Aufharken des verfestigten Bodens, ohne Auffüllen mit frischer Erde und regelmäßiges Nachsäen geht es kaum. Wie wäre es anstelle dessen mit einem definierten Weg aus Steinplatten oder Kies? Legen Sie Platten dabei so, dass möglichst keine Fugen entstehen, die man regelmäßig von Unkraut befreien muss. Das spart auf Dauer viel Arbeit.

Naturnahe, pflegeleichte Lösung zu Wegen aus Stein sind Holz-Tritte. Aus denen kann man einfach in regelmäßigen Abständen einen Weg in den Rasen legen. Vorteil? Man hat es später weder mit Fugen zu tun, noch muss man diesen Weg extra zusätzlich einfassen. Und die ebenerdig verlegten Holzbretter kann man zudem einfach mit dem Rasenmäher überfahren.

Bildquelle: © bigstock.com/ singkham

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