Was Mannschaftssport für Kinder so wertvoll macht

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Gemeinsam leben, gemeinsam gewinnen, gemeinsam verlieren:
Was wäre das Leben denn ohne Freunde, mit denen man besondere Erlebnisse teilen kann?
Wie schön ist es, einen Sieg nicht alleine zu erringen, sondern die Freude darüber gemeinsam erleben zu dürfen?
Und wie tröstlich ist es schließlich, im Falle einer Niederlage nicht allein da zu stehen?

Kinder machen diese Erfahrungen alltäglich und erfahren besonders, wenn sie sich eine Mannschaftssportart zum Hobby machen, wie wertvoll Gemeinschaft ist!

Fünf gute Gründe, die für das Trainieren innerhalb einer Mannschaft sprechen:

1. Gemeinsam ein Ziel vor Augen haben
Ob in der Schule, später im Job oder in der Freizeit: An einem Strang zu ziehen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, ist immer eine tolle Erfahrung und kann die beste Motivation sein, das Bestmögliche aus sich heraus zu holen.
Dabei ist oft bereits der Weg das Ziel: Zeit gemeinsam zu verbringen, von den Erfahrungen anderer profitieren zu können, zusammen neue Ideen und Strategien zu entwickeln, sich gegenseitig Mut zuzusprechen, wenn es gerade mal nicht „rund läuft“, sich von neuen Impulsen anderer überraschen zu lassen oder gelegentlich selbst die treibende Kraft für Wege in neue Richtungen zu sein schafft Zufriedenheit, (Selbst)Vertrauen und macht einfach Freude.

2. Eigene Verhaltensweisen reflektieren
Wer täglich mit Kindern zusammen ist, weiß: Kinder sind nicht immer nett zueinander.
Sind die Gemüter erhitzt, wird mit Schimpfwörtern nicht zimperlich umgegangen und nicht immer geht es dabei fair zu.
Sport ist nicht nur ideal, um Kindern mit reichlich Temperament und Energie abwechslungsreiche Möglichkeiten zur Bewegung zu bieten, er fördert ebenso den Erwerb sozialer Kompetenzen.
Denn jeder wird wohl beim Fußball einmal einen „Elfer“ verschießen, sich vom Gegner auf dem Spielfeld allzu leicht austricksen lassen, verletzungsbedingt tatenlos das Spielgeschehen vom Rande aus verfolgen müssen oder auf der Reservebank sitzen – und niemand möchte in einem solchen Moment angeraunzt, ausgelacht oder belächelt werden!
Wer selbst einmal gerade geschilderte Erfahrungen gemacht hat, dem wird es künftig sicherlich leichter fallen, sich in andere Kinder hinein zu versetzen, denen gleiches widerfährt, und mit Verständnis statt mit Häme zu reagieren.

3. (Wichtiger) Teil einer Gruppe sein
Jeder kann das Beste für seine Mannschaft leisten, aber kein noch so begnadeter Spieler wird alleine ein Spiel gewinnen können.
Mannschaftssport heißt eben auch: Sich selbst bei Bedarf hinten anstellen zu können, nicht permanent auf Alleingänge zu setzen oder konsequent den Einzelkämpfer zu mimen.
Schnell wird man ansonsten die Erfahrung machen, dass dies innerhalb einer Mannschaft ganz und gar nicht gutgeheißen wird.
Von gleichberechtigten Kindern im Team Grenzen aufgezeigt zu bekommen – manchmal ohne viele Worte – ist oft wirksamer und nachhaltiger als lange Reden von Eltern oder Trainern.
Andererseits bietet sich viel Gelegenheit für das „Üben“ von Verhaltensweisen, die – nicht nur im Kindesalter, sondern ein Leben lang! – viel häufiger im Alltag zum Einsatz kommen sollten: Lobende Worte zu finden und die Leistung anderer offen, ehrlich und neidlos anzuerkennen.

4. Gemeinschaft erfahren
„Ganz nebenbei“ schweißt die gemeinsam verbrachte Zeit, das Streben nach kollektiven Zielen Kinder fest und dauerhaft zusammen.
Auch in der Schule ist man ein Team, wenn man das Spiel vom Wochenende am Montag auf dem Schulhof Revue passieren lässt. Bei Turnieren ist man schon an den gleichen Trikots als – eingespieltes – Team weithin erkennbar und Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und andere gemeinsame Aktivitäten tun das Übrige, um Mannschaftsgeist und Freundschaften wachsen zu lassen.
Und dies gilt mitunter nicht nur die Kinder! Auch Eltern, die Woche für Woche das Geschehen zusammen beobachten, gemeinsam mitfiebern, jubeln, sich freuen oder auch mal kollektiv den Nachwuchs trösten müssen, werden Teil dieser Gemeinschaft.

5. Sport? Am besten vor Ort!
Für welche Sportart man sich entscheidet, hängt außer von den persönlichen Vorlieben natürlich häufig auch von praktischen Aspekten ab:
Welche Vereine und Sportarten gibt es überhaupt in der nahen Umgebung?
Wie sind die Trainingsmöglichkeiten vor Ort?
Wie hoch sind die Kosten für die Vereinsmitgliedschaft, Trainingsausrüstung etc.?
Wie sind die Trainingszeiten?
In welchem Radius finden später Turniere statt?
Wie sind die Möglichkeiten, Fahrgemeinschaften zu bilden?
Sportvereine ganz in der Nähe können bei Fragen wie diesen oft in vielerlei Hinsicht punkten.

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