Wenn Übelkeit im Auto die Urlaubsfreude trübt…

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Viele Kinder bekommen allein beim Gedanken an eine längere Autofahrt ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, weil sie wissen, dass ihnen unterwegs schnell übel wird.

Was auf kurzen Strecken schon problematisch ist, kann auf langen Fahrten – zum Beispiel in den Urlaub – zu einer wahren Belastungsprobe für alle Beteiligten werden und die Reise im Auto, in der Bahn oder auf dem Schiff zu einer scheinbar nicht enden wollenden Zitterpartie werden lassen.

Zum Glück gibt es Hilfe! Kinderarzt und Apotheke sind die richtigen Anlaufstellen, um mit Rat und (homöopathischen) Medikamenten dem betroffenen Kind und seiner Familie ein unbeschwerte(re) Fahrt zu ermöglichen.

In leichten Fällen helfen oft schon ein paar „Hausmittel“, gute Bedingungen während der Fahrt und einige „psychologische Tricks“:

  • Das Auge meldet „Stillstand“, das Gleichgewichtsorgan „Bewegung“.
    Dieses Missverhältnis entsteht, wenn der Blick auf Buch oder Spielkonsole ruht, während das Auto sich vorwärts bewegt.
    Die Folgen davon sind vielen Kindern und Eltern hinlänglich bekannt: Kopfschmerzen, Schwindel und Unwohlsein bis hin zum Erbrechen.
    Besonders schlimm können dabei Kurven und Steigungen, die nicht aktiv mit dem Blick verfolgt werden (können), von betroffenen Kindern empfunden werden.
    Günstig ist es daher immer, wenn das Auge den Geschehnissen folgt, sprich: der Blick aus dem Fenster, am besten nach vorn heraus aus der Frontscheibe, gerichtet werden kann.
    Und: Enge Kurven möglichst gemächlich durchfahren, um das „Achterbahngefühl“ im Magen nicht noch zu begünstigen.
  • Auch Langeweile kann Übelkeit begünstigen. Wer beschäftigt ist – ob mit dem Verfolgen einer spannenden Geschichte auf CD oder gemeinsamen Spielen (hier einige Spielideen für lange Autofahrten) – hat weniger Gelegenheit, in sich hinein zu horchen, ob sich bereits erste Symptome der Übelkeit ankündigen.
  • Stickige Luft im Auto, Enge, wenig Bewegungsspielraum und das Gefühl, dort noch für Stunden „eingesperrt“ zu sein, erzeugen schnell Unwohlsein.
    Steht der Rhythmus der Pausen in etwa fest, ist das nächste „Etappenziel“ immer vor Augen und tritt an die Stelle des gefühlt ewig langen, ungewissen Wartens auf die nächste Rast.
    Wichtig für das Wohlbefinden bis es soweit ist: frische Luft, die gerne auch spürbar um die Nase wehen darf, und eine als angenehm empfundene kühle Temperatur im Wagen.
  • Wohl jeder kennt es: Ist einem eh schon flau im Magen, kann der Geruch bestimmter Speisen die aufkommende Übelkeit noch begünstigen. Lebensmittel mit intensivem Aroma (Wurst, Käse, bekannte ungeliebte Speisen) daher besser „geruchsfrei“ verstauen und nur bei Pausen im Freien verzehren.
  • Bewegung tut gut, ist aber besonders im Auto leider nur sehr eingeschränkt möglich. Um fit zu bleiben, öfters mal Arme und Beine bewegen und strecken und Pausen an der Raststätte für ein kurzes Fitnessprogramm (nicht von den amüsierten Blicken Umstehender irritieren lassen – an der Raststätte kennt einen ja keiner…) nutzen, um die Fahrt anschließend „gut gelüftet“ und entspannt fortsetzen zu können.
  • Hunger und Durst können genau so für Unwohlsein sorgen wie schwere und fette Speisen, die schwer im Magen liegen. Ideale leichte Kost für unterwegs, die den Körper nicht belastet, fördert das Wohlbefinden. Gut geeignet, weil gut auch im Auto zu verzehren: Reiswaffeln, Obst- und Müsliriegel, Brötchen mit leichtem Belag, frische Obst- und Gemüsestückchen, Müslikekse, und anderes vollwertiges Gebäck. Dazu: viel trinken und für einen frischen Geschmack im Mund ein Kaugummi kauen.
  • Nachts reist es sich oft entspannter als am Tag. Die Staudichte ist in der Regel geringer, die Sonne knallt nicht aufs Auto und mit etwas Glück verschlafen die Kinder einen Teil der Fahrt. Denn während des Schlafs ist Reiseübelkeit zum Glück kein Thema.
  • Und ganz wichtig immer: für den „Ernstfall“ gut gerüstet sein mit Spucktüte, einem sauberen Waschlappen und einer Flasche Leitungswasser, Müllbeutel und ähnlichem. Und genauso wichtig: gelassen bleiben!
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