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Wie kann man das Baby ans eigene Bett gewöhnen?

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Das Kind ans eigene Bett zu gewöhnen, damit hatte schon jeder zu kämpfen, vor allem wenn es nicht alleine schlafen will. In der Anfangszeit, wenn der neue Familienzuwachs nach Hause kommt, möchte man es ganz nah bei sich haben. Das ist selbstverständlich. Doch sollte man sich und auch das Baby nicht daran gewöhnen. So schwer es einem auch fällt, denn mit der Zeit kann das zu großen Problemen führen.

Das Baby schläft mit uns

Nach der Geburt braucht das Baby noch ganz viel Nähe und Aufmerksamkeit. Es muss ständig gestillt und gewickelt werden, also ist es gut, dass man ein Kinderbettchen oder ein Beistellbettchen im Schlafzimmer hat. Dennoch sollte man das Baby nicht bei jeder Gelegenheit gleich auf den Arm oder zu sich ins Bett nehmen. Manchmal reicht es aus, es zu streicheln.

Das Kind im eigenen Bett schlafen lassen – wie und wann?

Es ist nichts Verwerfliches dran, wenn Kinder mit den Eltern im Bett schlafen. Dort fühlen sie sich sicher und geborgen und solange es den Eltern nichts ausmacht, ist das OK. Doch ab wann sollte man sein Kind alleine schlafen lassen? Man könnte versuchen das Kind schon ab den ersten Tagen in sein Bettchen legen und dann ab z.B. 5 Monaten im eigenen Zimmer schlafen zu lassen und es so ans eigene Bett gewöhnen. Dies kann man auch durch neue Angewohnheiten erreichen.  Mit jedem Monat oder sogar Jahr wird es immer schwerer, sein Kind ans eigene Bett zu gewöhnen. Denn Kinder würden am liebsten gar nicht alleine schlafen.

Aller Anfang ist schwer

Natürlich wird der Anfang schwer sein, vor allem, wenn das Kind länger mit den Eltern geschlafen hat und da erträgt man es anfänglich garantiert nicht sein Kind im eigenen Bett weinen, jammern und schluchzen zu sehen. Also, macht man was? Man holt es wieder zu sich. Deshalb gibt es im Grunde genommen keine klare 100%ige Antwort auf die Frage, ab wann das Kind alleine schlafen sollte.

Neue Gewohnheiten einführen

Als Eltern muss man sich gewiss erst durch die ganzen Theorien, die es gibt durchprobieren, um herauszufinden, welche gerade am besten zum eigenen Kind passt. Man sollte zuerst Rituale bzw. Gewohnheiten einführen, die dem Kind zeigen, dass Schlafenszeit ist und die das alleine schlafen erleichtern werden. Kinder gewöhnen sich schnell an neue Situationen und Umgebungen. Hierbei muss man aber konsequent bleiben und dem Kind immer die gleichen Signale geben, denn wenn man einige Nächte weglässt und es wieder zu sich holt, dann kann das verwirrend für den Nachwuchs wirken.

Mit jedem Monat ändert sich das Schlafverhalten des Kindes, es wird immer aufgeweckter. Also wäre es auch ratsam den Schlafbedarf neu anzupassen. Man kann z.B.:

  • Bettgespräche können helfen (Kindern geht viel durch den Kopf)
  • Kuscheltiere können „Elternersatz sein“
  • den Mittagsschlaf kürzen
  • aus einem Buch vorlesen (auch wenn die Kinder es noch nicht verstehen)
  • ruhige Einschlaflieder vorsingen

Je nach Kind muss man sehen, ob man die Punkte auch anwenden kann. Diese Vorschläge helfen vielleicht, wenn das Kind nicht alleine schläft, oder es Probleme beim einschlafen hat.

Kinder müssen sich wohlfühlen

Kinder wollen die Welt kennenlernen, sind kleine Entdecker. Man muss ihnen also einen sicheren Platz schaffen, an dem sie sich wohlfühlen. Nicht nur die Umgebung sollte stimmen, also das Kinderzimmer im Allgemeinen, ein ganz wichtiges Element ist hierbei das Bett. Das Kind sollte gerne in seinem eigenen Bett sein. Es sollte dort gerne spielen und schlafen. Der Weg, das Kind ohne elterliche Begleitung schlafen zu legen, ist etwas holpriger, denn es passiert nicht selten, dass das Kind einfach nicht alleine

Bevor man es nachts alleine im Bett schlafen lässt, fängt man zuerst lieber mit einem Nickerchen am Nachmittag an und schaut so, ob sich die Kinder einigermaßen wohl dabei fühlen allein aufzuwachen.  Hat man den ganzen Prozess schon hinter sich, ist man schon übern Berg. Wenn es dann nach dem Nickerchen noch alleine im Bett weiter spielt, dann hat man alles richtig gemacht. Mit dieser Methode kann man das Kind so langsam an sein eigenes Bett gewöhnen. Die ersten Nächte sollte man vielleicht noch dabei sein, wenn das Kind am Einschlafen ist, aber sich dann langsam zurückziehen. Man muss dem Kind zu verstehen geben, dass man nicht weg ist. Man geht nur aus dem Zimmer und sollte es dem Kind auch versichern.

Die Wahl des Bettes

Wie schon erwähnt sollte das Bett den Erwartungen der Eltern und vor allem den Erwartungen der Kinder entsprechen. Bei der Auswahl des Kinderbetts hat man die Qual der Wahl. Natürlich ist es am wichtigsten, das Bett an das Alter des Kindes anzupassen. Viele Betten haben noch zusätzliche Funktionen, wie z.B. den „Rausfallschutz“ oder eine ausziehbare weitere Matratze. So ist man beruhigt, dass das Kind nicht aus dem Bett fällt.

Wenn man einem schon etwas älterem Kind ein Bett kauft, dann sollte man auch die Wünsche und Leidenschaften des Kindes berücksichtigen. Mädchen haben oft den Wunsch nach Prinzessinnen-Betten oder eines überdachten Hochbettes. Jungs mögen Autos und Ritterburgen. Wenn sich Kinder in ihrem eigenen Bett wohlfühlen, dann schlafen sie auch gerne drin. Vielleicht sollte man aber nicht Millionen von Kuscheltieren und Puppen reinlegen. In erster Linie hat das Kind dann weniger Platz zum Schlafen und zweitens, sollte es mal doch zu Albträumen kommen, dann will man nicht noch etliche kleine Gesichter in der Nacht sehen.

Fazit oder doch nicht?

Im Grunde genommen gibt es viele Faktoren, die berücksichtigt werden müssten, damit ein Kind alleine im eigenen Bett schläft. Bei Kindern gibt es unterschiedliche Etappen bei der Entwicklung. Mal sind sie stur und wollen alles alleine machen, dann sind sie wieder anhänglich und wollen die Nähe der Eltern spüren. In den meisten Fällen müssen sich die Eltern den Kindern anpassen, also ihren verschiedenen Bedürfnissen. Und der Einschlafprozess wird so nicht gerade einfacher. Man braucht einfach Zeit und Geduld und schließlich werden Kinder ja letztendlich größer und verständnisvoller und man muss ihnen nicht X-mal sagen, dass Schlafenszeit ist. Kinder werden auch erwachsen.

Bildquelle: © bigstock.com/ onuroymak

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