Nur mit ihm macht das Arbeiten Spaß: Der richtige Schreibtisch im Kinderzimmer

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Der Kalender zeigt Ende Mai – für viele kleine baldigen Schulkinder beginnt der Endspurt im Kindergarten und für ihre Eltern (spätestens) jetzt die Zeit, sich über Schulranzen und alles, was sonst den perfekten Start ins Schulleben erleichtert, zu organisieren.
Sicher ganz wichtig dabei: Die Wahl eines Schreibtischs, der wie fürs Kind gemacht ist.

Schließlich kennt das wohl jeder: Produktives, inspirierendes Arbeiten gelingt nur, wenn man das Gefühl hat „Das ist mein Arbeitsplatz“.
Der eine braucht es dafür ordentlich auf der Tischplatte, der andere schafft nur so viel Platz im augenscheinlichen Chaos wie nötig.
Mancheiner liebt die kühle Oberfläche von Glas, der andere die Wärme, die ein dunkles Holz ausstrahlt.
Der eine mag es nostalgisch, der andere hochmodern.

So verschieden wie die Menschen sind eben auch ihre Vorlieben in puncto Schreibtisch.
Und auch, wenn Kinderschreibtische sich verglichen mit der großen Auswahl erhältlicher „Erwachsenen-Schreibtisch“ oft ähneln, unterscheiden sie sich eben doch in Größe, Ausstattung und Preis, so dass das Projekt „Schreibtischkauf“ am Ende oft mehr Zeit und Geduld erfordert, als man es zuvor für möglich gehalten hätte.

Im Folgenden einige Tipps und Erfahrungen rund ums Thema „Der erste Schreibtisch fürs Schulkind“:

Genügend Platz – aber nicht zu viel?

Je älter die Kinder werden, desto größer wird in der Regel auch die Menge des Materials, das parallel zur Erledigung der zum Einsatz kommt.
Der Ordner mit Notizen neben dem College-Block mit den Stichpunkten fürs Referat. Daneben ein bis zwei Nachschlagewerke und der Laptop für die Recherche.

Da macht das Arbeiten nur Freude, wenn man nicht ständig umzuschichten braucht, weil der Platz vorne und hinten nicht reicht.
Für Schulanfänger sind solche Herausforderungen zwar noch in weiter Ferne, aber ein guter, vielleicht sogar richtig teurer Schreibtisch ist eben eine Investition, die solche Zeiten durchaus erleben wird.

Zu klein sollte die Tischplatte daher von vornherein keinesfalls sein. Ein Meter Breite kann auf Dauer eng werden, eine Tiefe unter 70 cm knapp. Wo Platz dafür ist, sind 120 cm Breite ein gutes Maß, noch mehr ist natürlich schön.

Vielleicht gibt es noch einen richtig großen, gerade unbenutzten Schreibtisch in der Familie, den das Kind bekommen soll? Selbst wenn die Höhe passt und das Kind von der Aussicht auf so viel Arbeitsplatz begeistert ist: Ein zu großer Schreibtisch ist nicht das Wahre.
Die Gründe: Viele Dinge befinden sich schnell außerhalb der einfachen Erreichbarkeit. Der Schreibtisch kann allzu viel Spielfläche im kosten. Er lädt dazu ein, nicht Benötigtes nach hinten zu schieben, anstatt es nach Gebrauch wieder an Ort und Stelle zu bringen.
Ein kleinerer Schreibtisch mag weniger zweckmäßig erscheinen. Für das Lernen von Ordnunghalten ist er jedoch in jedem Fall förderlicher.

Alles hat seinen Platz

Für die Ordnung und damit das produktive Arbeiten ist es gut, wenn alles seinen Platz hat. Ein guter Kinderschreibtisch bietet verschiedene Ablagemöglichkeiten für Papier, Stifte und sonstiges Arbeitsmaterial. Schubladen, Rollcontainer und offene Fächer erlauben, dass alles übersichtlich und leicht zugänglich seinen Stammplatz findet.

Mitwachsend und neigbar

Die meisten Kinderschreibtische erfüllen dieses Kriterium: Eine Tischplatte, die in Höhe und Neigungswinkel individuell einstellbar ist. Beide Funktionen sind Gold wert für eine gesunde und entspannte Haltung während der Arbeit.

Ganz wichtig: „Der gefällt mir richtig gut!“

Der Kauf des ersten Schreibtisch erfolgt meist vor der Einschulung.
Und auch wenn Eltern die (berechtigte) Sorge haben, dass Kinder sich für ein Modell entscheiden, das eher durch seine (bunte) Optik als durch seine Funktionalität überzeugt. Es sollte in jedem Fall ein Modell zu finden sein, das sowohl elterliche Ansprüche erfüllt wie auch dem Kind gefällt.
Schließlich muss der Nachwuchs die nächsten Jahren an diesem Möbelstück verbringen – und nicht Mama und Papa.

Kleine Zugeständnisse sollten möglich sein. Wenn das Holz auch nicht perfekt zur übrigen Einrichtung im Kinderzimmer passt. Oder das Modell mit den blauen Kanten vielleicht auch nicht zu 100 % dem elterlichen Geschmack entspricht. Wenn das Kind sein Herz an ein Modell verloren hat, wird jedes andere in seinen Augen nur zweite Wahl sein.

Der perfekte Stuhl zum perfekten Tisch

Ein guter Schreibtisch wird erst mit dem richtigen Stuhl zum optimalen Arbeitsplatz. Idealerweise lässt sich der Schreibtischstuhl nicht nur auf die richtige Höhe einstellen, sondern auch die Lehne an den Körper anpassen.

Pflegeleicht

Beim Kauf sieht er toll aus – und das soll lange Zeit so bleiben!

Dank einer qualitativ hochwertigen Oberfläche sollte einem guten Kinderschreibtisch so schnell nichts zusetzen können!
Auch wenn das Kind gerne mit Filzstiften, Buntstiften und Wachsmalstiften malt. Wenn bei Wasserflecken nicht sofort ein Lappen zum Trocknen geholt wird. Und wenn Bleistiftspuren, Anspitzerkrümel und Klebereste öfter mal eine Grundreinigung erfordern.

Ganz wichtig: Genügend Beinfreiheit

Viele Fächer unter dem Schreibtisch sind praktisch. Eine herausziehbare Ablage beispielsweise für Laptop oder Computertastatur.
Ein Fach, in dem der Ranzen Platz findet. Und viele kleine Fächer an den Seiten, in denen CDs, Ordner und anderes, gerade nicht Benötigtes, gut aufgehoben sind.

Ganz wichtig trotz allem ist aber eine ausreichende Beinfreiheit während der Arbeit.
Eine entspannte Haltung muss möglich sein, ohne dass die Beine von unten an die Tischplatte stoßen. Bei längerem Arbeiten müssen Kinder mal mit den wippen können, sie ausgestrecken oder übereinander schlagen.

Der richtige Standort

Der schönste Schreibtisch wird nur zum gern angenommenen Arbeitsplatz, wenn er dort steht, wo man auch gerne sitzt.
Gut erreichbar soll er sein. Mit genügend Armfreiheit drum herum und mit einem leicht zugänglichen Papierkorb. Mit idealen Lichtverhältnissen und in einem Ambiente, in dem es sich konzentriert arbeiten lässt.
Wichtig auch: genügend Steckdosen für Schreibtischlampe, Laptop und Co. .

Auch der perfekte Schreibtisch ist oft nur zweite Wahl!

Eltern wollen das Beste für ihr Kind und tun vieles, damit der Start im ersten Schuljahr perfekt gelingt.
Mit Liebe und Vernunft wählen sie einen Schulranzen aus. Sie gestalten das Kinderzimmer in Hinblick auf den neuen Schreibtisch um. Und schaffen alle Voraussetzungen, um Hausaufgaben in gesunder Körperhaltung, guter Arbeitsatmosphäre und mit Freude zu erledigen.

Dennoch ist selbst der perfekte Arbeitsplatz oft nur zweite Wahl fürs Kind – und das sollte so in Ordnung gehen!
Noch gemütlicher ist es eben in geselliger Runde, seine Hausaufgaben zu erledigen. Im Esszimmer, am Küchentisch oder manchmal sogar auf dem Fußboden im Zimmer der Geschwister.
Den Nutzen eines eigenen ungestörten Arbeitsplatzes werden die Kinder noch früh genug zu schätzen lernen. An ihrem neuen Schreibtisch arbeiten müssen sollten sie bis dahin nicht. Denn das kann die anfängliche Begeisterung schnell zunichte machen.

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