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Angebote für Mama und Baby gegen die Einsamkeit nach der Geburt

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Einsam nach der Geburt? Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich anmuten, schließlich ist die frisch gebackene Mama rund um die Uhr umgeben vom Baby und auch der Partner wird sich sicherlich bemühen, möglichst viel Zeit mit seiner kleinen Familie zu verbringen.

Wer es jedoch – bis dahin stets eingespannt im Berufsleben, ständig in Verbindung mit Freunden, aktiv bei Hobbys und allerlei anderen Aktivitäten – gewohnt war, immer unter Menschen zu sein, Gesprächspartner für alle Lebenslagen um sich herum zu haben und eher Zeitmangel im Alltag zu beklagen als sich über Langeweile zu beschweren, der kann sich nach der Geburt des ersten Babys zu Hause durchaus einsam fühlen.

Der Alltag mit Baby – ganz anders als erwartet?
Vor der Geburt wird sicherlich oft unterschätzt, wie abgeschnitten von der Welt man sich plötzlich als Mama fühlen kann, wenn das Baby erst einmal geboren ist.

Wurde der Alltag mit Baby vorher in den buntesten Farben gemalt (Endlich mal ausschlafen/…bei Schmuddelwetter nicht zur Arbeit müssen/…in Jeans und Sneakern den Tag verbringen statt im Business Kostüm/…die Tage nach Herzenslust einteilen/…Zeit für die Dinge haben, die man schon lange mal erledigen wollte/…am helllichten Tag einen langen Spaziergang mit Kinderwagen machen), erweist sich der neue Tagesrhythmus vielleicht als wahre Tristesse – und man erkennt sich selbst nicht wieder:

Nichts will einem so recht gelingen! Das Baby ist trotz aller Fürsorge häufig unzufrieden, man selbst fühlt sich unwohl im neuen Look inklusive der Milchflecken auf der Schulter.
Einkäufe dauern länger als früher, einfache Dinge (wie die Waschmaschine anstellen), die sonst im Nu zwischendurch erledigt waren, müssen nun „häppchenweise“ angegangen werden, weil der süße Nachwuchs zwischendurch die ungeteilte Aufmerksamkeit fordert.

Neue Kontakte und Beschäftigungen für den neuen Alltag
Wie gut, wenn man rechtzeitig Sorge dafür getragen hat, dass man aus diesem Trott regelmäßig ausbrechen kann.
Wie? Indem man bereits vor der Geburt neue Kontakte (in Geburtsvorbereitungskursen und ähnlichem) knüpft und sich gleichzeitig nach Angeboten für frischgebackene Mamas mit Baby umschaut, beispielsweise PEKiP, Rückbildungsgymnastik, Babymassage, Babyschwimmen und ähnliches, die wenige Wochen nach der Geburt bereits ihren festen Platz im Terminkalender bekommen.

Warum?

Weil feste Termine…

… Lichtblicke sind!
Das Telefon schweigt tagsüber, denn gute Freunde gehen natürlich weiterhin zur Arbeit und werden kaum Zeit für ein „Plauderstündchen“ haben. Hobbys müssen ausfallen, weil der Partner nicht so früh in den Feierabend gehen kann, dass er zu Hause rechtzeitig die Betreuung des Babys übernehmen kann? Die Verwandtschaft wohnt zu weit weg oder lebt ihren eigenen Familienalltag, so dass für gegenseitige Besuche nur die Wochenenden bleiben?

Wie schön, wenn man dann weiß, dass man an einem (oder mehreren) bestimmten Tag(en) zur festen Uhrzeit andere nette Frauen treffen kann, die sich auch auf einen freuen – weil es ihnen selbst vielleicht ganz ähnlich geht.
Beste Voraussetzung, um Verabredungen zu treffen, die über die festen Kurstermine hinaus gehen!

… Tag und Woche strukturieren.
Vor der Geburt verlief der Tag nach festem Muster: Aufstehen, Arbeiten, Hobbys, Freundetreffen, Besorgungen – oder so ähnlich. Alles hatte im Wochenplan seinen mit Bedacht gewählten und häufig nahezu unverschiebbaren Platz.
Das Gefühl, auf diese Weise erfolgreich und „planmäßig“ durch die Woche zu kommen, alles immer rechtzeitig erledigt zu haben, ohne sich viele Gedanken darüber machen zu müssen, verlieh Sicherheit und Souveränität.

Wer einen neuen Rhythmus erst finden muss, mag sich dabei zunächst unsicher und nicht ganz wohl in seiner Haut fühlen, mag das ersehnte Ausschlafen als verlorene Zeit empfinden, mag sich vom Gefühl beschlichen fühlen, dass alles zu spät erledigt wird, dass alles zu lange dauert, neigt daher vielleicht zum Aufschieben – und Unzufriedenheit macht sich in Folge dessen breit.

Natürlich strukturieren wenige feste Termine in der Woche nicht alle Tage von morgens bis abends. Sie sich aber gute „Ankerpunkte“, um um sie herum seinen neuen Rhythmus zu finden!

… zu neuem Selbstbewusstsein beitragen können.
Die Figur ist noch nicht wieder ganz die alte, die frühere Lieblingshose kneift noch ein wenig, zum morgendlichen Schminken und Frisieren fehlt die Zeit und auch die Lust?
Sich nur für sich selbst schön zu machen, ist auf Dauer weniger motivierend als anschließend mit ansprechendem Make-up und gutsitzenden Haaren unter Menschen zu gehen?

Auch in dieser Hinsicht mag sich das Gefühl breit machen: Alles gelingt nicht mehr so leicht, ist nicht mehr so „perfekt“, zufriedenstellend wie früher.
Welch ein Erfolgserlebnis und Schubs fürs Ego ist es da, wenn man dann feststellen darf, dass man sehr wohl in der Lage ist, rechtzeitig, frisch geduscht und mit adrett gekleidetem und sattem Nachwuchs zu Babymassage und Co. zu erscheinen!
Eine Erfahrung, die das Selbstbewusstsein stärken und Lust machen kann, sich mit schönen neuen, perfekt sitzenden Kleidungsstücken, dem ersten Frisörbesuch nach der Geburt oder einem frischen neuen Duft mal wieder etwas Gutes zu tun.

Bildquelle: © bigstock.com/ Kzenon

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