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Das Kinderzimmer im Wandel der Jahre: Ein Raum mit 1000 Gesichtern

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webtipp_ts_5 Kaum ein Zimmer in den Wohnräumen einer Familie wird im Laufe der Zeit einem so permanenten Wandel unterliegen wie das Kinderzimmer. Erst ist es Babyzimmer, dann geschützter Krabbelraum für spannende Entdeckungstouren auf allen Vieren.

Kurze Zeit später präsentiert es sich als wahres Spiele-Paradies, danach als Refugium für die ungestörte Erledigung der Hausaufgaben und Rückzugsort nach anstrengenden Schulstunden. Und schließlich wird es zum beliebten Teenie-Treff,  an dessen Tür es immer öfter heißen wird: „Eltern müssen leider draußen bleiben!“.

Kinder verändern sich – und Kinderzimmer gleich mit!

Über die Jahre werden diese vier Wände immer mehr über die Persönlichkeit ihres Bewohners oder ihrer Bewohnerin preisgeben. Sie werden Hobbys, Interessen und Vorlieben widerspiegeln, die sich immer mal wieder – und dann nicht selten praktisch über Nacht – verändern können.
Was gestern beim Teenager in Sachen Farben und Design noch hoch im Kurs stand, ist heute vielleicht schon längst passé.

Ist heute ein verspieltes Interieur in Pastellfarben gefragt, muss morgen plötzlich ein cleaner Look her, um das aktuelle Lebensgefühl angemessen zum Ausdruck bringen zu können.

Gönnen Sie Ihrem Kind – soweit möglich – alle Freiheiten, sein Zimmer stets nach eigenen Vorlieben zu gestalten.

Die beste Voraussetzung für diesbezüglich größtmögliche Flexibilität: Richten Sie das Kinderzimmer vom ersten Tag an so ein, dass mit kleinen Veränderungen beeindruckende Effekte erzielt werden können.

Wie das gelingt? Unsere 4 Tipps zum Thema:

1 Die Basis von allem: Der Fußboden

Bei der Neugestaltung eines Zimmers steht häufig die Frage nach dem idealen Bodenbelag an erster Stelle, bestimmt dieser schließlich maßgeblich mit über Optik, Funktionalität und Flair eines Raums.

Ein Teppichboden ist warm und kuschelig und scheint daher perfekt, um Heimeligkeit im ersten „Nest“ des Neugeborenen zu verbreiten. Im Laufe der folgenden Jahre wird er sich aber unter dem Aspekt der Pflege und Hygiene mit aller Wahrscheinlichkeit nur als bedingt Kinderzimmer-tauglich erweisen.
Auch wenn ein Teppichboden natürlich gesaugt und bei Bedarf auch nass gereinigt werden kann: Flecken sind nur verhältnismäßig mühevoll und oft nicht restlos zu entfernen. Schöner wird bei aller Mühe der Teppichboden unter dem Einfluss von Malstiften, Trinkbechern und den unschönen Begleiterscheinungen typischer Krankheiten im Kindesalter garantiert nicht.

Denken Sie in die Zukunft und wählen Sie von vornherein einen hochwertigen, zeitlosen Bodenbelag, zum Beispiel ein pflegeleichtes Parkett, das im Laufe der Jahre sicherlich auch den einen oder anderen Kratzer abbekommen wird, dadurch aber weniger an Schönheit verlieren als vielmehr doch irgendwie an Charme gewinnen wird.

Auch Laminat-, Kautschuk- oder Korkböden sind beliebte Bodenbeläge, die sich in Kinderzimmern bewährt haben und allesamt leicht zu reinigen sind.

Achten Sie vor dem Kauf auf eventuelle Schadstoffbelastungen des Bodenbelags selbst sowie eventuell notwendiger Kleber. Eine Übersicht der praktischen Aspekte sowie möglicher Gesundheitsrisiken der diversen Bodenbeläge gibt die Internetseite baumarkt.de.

Laminat und Parkett werden als zu hart und kalt für Babys erstes Zimmer empfunden? Dem kann leicht abgeholfen werden! Für die gewünschte Kuschligkeit in den ersten Jahren sorgen Teppiche, die passend für jede Altersstufe und in allen erdenklichen Maßen erhältlich sind. Flauschige Krabbelteppiche sind ideal für die Kleinsten, Motiv-Spielteppiche machen den schon etwas Größeren viel Spaß und dezente Modelle für den in die Teenie-Jahre gekommenen Nachwuchs setzen Akzente im Jugendzimmer.

2 Zurückhaltende Basis für individuelle Eyecatcher: Die Wände

Im Nestbautrieb wurde sicherlich schon so manche Kinderzimmertapete verklebt, die nach kurzer Zeit eher Anstrengung als Wohltat für die Augen bedeutete. Statt in Millimeterarbeit Bahn an Bahn zu kleben, um großflächige Muster entstehen zu lassen, setzen Sie auf eine praktische, pflegeleichte und zeitlose Wandgestaltung.

Anfangs weiße oder zart getönte Wände lassen sich jederzeit binnen weniger Stunden bei geringem finanziellen Aufwand immer wieder neu mit Farbe und Rolle gestalten.
Individuelle Akzente können darauf Wandtattoos setzen, die sich später spurlos wieder ablösen lassen.

Perfekt für größere Kinder: Großflächige Whiteboards, die Maltafel für kreative Köpfe, Memoboard und Fotowand in einem sind, sowie Bilderschienen, dank derer sich Poster hochwertig und schonend für die Wände präsentieren.

3 Möbel, die mehr als praktisch sind

Jedes Alter braucht seine Möbel und am Anfang sollten diese möglichst wenig Raum einnehmen.
Kleinkinder und Kindergartenkinder spielen überwiegend am Boden, brauchen dort Platz für die Holzeisenbahn, die Stadt aus Bauklötzen und für den Kaffeeklatsch mit der besten Freundin und allen Stofftieren auf der großen Picknickdecke.

Da die Grundflächen von Kinderzimmern im Verhältnis zum Rest der Wohnung leider oft knapp bemessen sind, bieten sich für die ersten Lebensjahre Möbel an, die Funktionalität, Behaglichkeit und  Spielspaß vereinen. Ein Paradebeispiel dafür sind die nicht mehr wegzudenkenden multifunktionalen Kinderbetten, die viel mehr sind als gemütlicher Rückzugsort und kuscheliger Schlafplatz für die Kleinen.

Im Design von Prinzessinnenschlössern für verträumte Romantikerinnen, Baumhäusern für echte Abenteurer bis hin zu Raumstationen für kleine Nachwuchs-Astronauten beflügeln sie die kindliche Phantasie und lassen keinen Quadratzentimeter des Kinderzimmers als Spielfläche ungenutzt.

Später wird sich der Bedarf an Schränken, Regalen und Kommoden quasi von allein ergeben:
Der Modefreak braucht in der Pubertät mehr Platz im Kleiderschrank als der diesbezügliche Minimalist.
Die eine Leseratte benötigt viel Regalfläche für dicke Wälzer, während die andere am liebsten auf dem eBook-Reader schmökert. Und dem Typ „Jäger und Sammler“ können sowieso niemals genug Schubladen, Kästen und Kisten für die Aufbewahrung von allerlei zusammengetragenen Schätzen zur Verfügung stehen…!

Setzen Sie beim Möbelkauf auf gute Qualität und auf zeitlose Farben.

Regale, Wickelkommode und Babybett, später Schreibtisch, großes Bett und Schränke lassen sich immer wieder neu kombinieren, durch Zukäufe ergänzen und schließlich sogar noch in der Studentenbude nutzen, wenn sie hochwertig verarbeitet und beispielsweise durchgängig in Weiß gehalten sind.

4 Wohnaccessoires bringen Farbe ins Spiel

Alles in Weiß? Das klingt hell und luftig, aber irgendwie doch auch sehr steril?
Kein Problem, denn potentielle Farbtupfer gibt es in Hülle und Fülle!

Lampen an Wänden, an der Decke und auf dem Schreibtisch, ein chilliger Sitzsack, ein hochwertiger Schreibtischstuhl, Bilder an den Wänden, Deko-Kissen, Bettwäsche, Tagesdecke und Gardinen in Lieblingsfarben setzen Akzente, die selbst einem ganz in Weiß gehaltenen Raum Wohnlichkeit verleihen und jederzeit flexibel und mit minimalem Aufwand gegen Neues in persönlicher Trendfarbe ausgetauscht werden können.

Bildquelle: © bigstock.com/ Krakenimages.com

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