Die Erstausstattung fürs Baby oder „Brauchen wir das wirklich alles?“ – Teil 4: Nützliches im Kinderzimmer

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Mit dem ersten Schlafplatz, genügend Kleidung im Schrank und allen notwendigen Utensilien für die Babypflege ist bereits ein großer Teil der Babyausstattung angeschafft, dennoch gibt es vieles mehr, was Eltern die ersten Monate mit ihrem Kind erleichtern kann.

Nützliches auf einen Blick:

  • Wickeltisch (zum späteren Weitergebrauch mit abnehmbaren Wickelbrett)
  • passende, abwischbare Wickelauflage
  • Windeleimer
  • Krabbeldecke
  • kleines Kirschkernkissen

eventuell

  • Heizstrahler
  • Babyfon
  • Babyspielzeug

Im einzelnen: 

Rund ums Wickeln

Egal, ob Einweg- oder Mehrwegwindeln Verwendung finden: für den Windelwechsel ist ein Wickeltisch mit passender Wickelauflage und rückenfreundlicher Höhe für die Eltern eine gute Investition.
Ideal sind abwischbare Wickelauflagen, auf die immer ein großes Moltontuch gelegt werden sollte, damit es dem Baby warm genug ist.

Die meisten Wickelkommoden verfügen über Schubladen und Fächer, in denen Windeln, Bodys und alle weiteren nützlichen Pflegeartikel griffbereit ihren Platz finden.
Nach Ende der Wickelzeit können viele Wickelkommoden umfunktioniert und im Kinderzimmer als Schränkchen weiter verwendet werden.

Wer Wegwerfwindeln benutzt, kommt um deren Entsorgung nicht herum.
Solange das Baby noch voll gestillt wird, sorgen volle Windeln meist nur für geringe Geruchsbelästigung, mit fortschreitendem Alter des Kindes sind die meisten Eltern jedoch dankbar, wenn der Inhalt des Windeleimers nicht allzu viel Geruch verströmt.

Spezielle Windeleimersysteme, die Windeln schnell und einfach in Folie einschließen, sind zweifelsfrei praktisch, allerdings nicht ganz billig in der Anschaffung und auch die Kosten der Nachfüllpackungen sind im Vorfeld zu bedenken.

Eine günstige Alternative ist ein einfacher (Windel)Eimer mit gut schließendem Deckel und passenden Müllbeuteln. Da er ohnehin häufig geleert wird, muss er nicht allzu groß sein.
Wer eine empfindliche Nase hat, legt auf dem Wickeltisch eine Rolle herkömmlicher Frühstücksbeutel bereit, um volle Windeln darin in den Eimer zu entsorgen.
Wo es wenig Aufwand bedeutet, können volle Windeln alternativ direkt draußen in die Hausmülltonne entsorgt werden.

Oft findet ein Heizstrahler seinen Platz über dem Wickeltisch.
Eine sinnvolle Anschaffung, wenn das Kinderzimmer in der Regel kühl ist und das Baby dort gewaschen, gewickelt und angezogen werden soll.
Befindet sich der Wickelplatz im Badezimmer (beispielsweise in Form einer Wickelauflage auf der Waschmaschine), das schnell aufgeheizt oder generell warm ist, ist ein Wärmestrahler eventuell nicht erforderlich.

Eine Babywippe oder nicht?
Ist eine Wiege oder ein Stubenwagen vorhanden, wird das Baby vermutlich darin liegen und tagsüber schlafen; später kann es zum Füttern im Arm gehalten oder kurzzeitig in die Autobabyschale gesetzt werden.
Da das Baby in der Babyschale jedoch nicht ganz flach liegt, sollte sie Babys Rücken zuliebe ansonsten nur zweckgemäß zum Transport im Auto und nicht als dauerhafte „Sitzgelegenheit“ verwendet werden.

Eine Wippe bietet oftmals ebenfalls keine ausreichende Stabilität für den Rücken und lässt das Kind darin „durchhängen“.
Wird das Baby aktiver, ist es in der Wippe zudem in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
Spätestens im Alter der wachsenden Mobilität ist es daher besser auf einer Krabbeldecke auf dem Boden aufgehoben, die groß genug ist und vor Kälte von unten schützt.

Je nach Größe der Wohnung oder des Hauses ist die Anschaffung eines Babyfons eine Überlegung wert.
Viele Babys haben jedoch einen so tiefen Schlaf, dass tagsüber und nachts alle Türen zwischen Eltern und Kind offen bleiben können, die „Überwachung“ des schlafenden Säuglings also auch ohne technische Gerätschaften einfach möglich ist.
Wer jedoch beispielsweise die Gartenarbeit erledigen möchte, während das Baby seinen Mittagsschlaf hält, ist mit einem Babyfon gut beraten.

Die Anschaffung einer eigenen Babywaage lohnt sich in der Regel nicht.
Kümmert sich eine Nachsorgehebamme um Eltern und Kind, wird diese in der ersten Zeit nach der Geburt mit großer Wahrscheinlichkeit das Wiegen übernehmen, und auch die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt finden in den ersten Lebenswochen noch engmaschig statt.
Sollte sich der Bedarf einer Babywaage ergeben, kann sie kostengünstig für längere Zeit in der Apotheke ausgeliehen werden.

Besonders bei stillenden Müttern kann zu häufiges Wiegen allerdings zur Verunsicherung darüber führen, ob das Baby genug Nahrung bekommt.

Ein Kirschkernkissen ist – wie babygerechte Stofftiere, Greiflinge und anderes Babyspielzeug – ein schönes Geschenk zur Geburt und kann sehr gute Dienste leisten, wenn das Baby unter Bauchweh und Blähungen leidet.

Anzeige: Eine gute Auswahl an Stubenwagenaustattung bietet das elas-kinderparadies.

Die übrigen Teile unserer 7-teiligen Serie „Die Erstausstattung fürs Baby oder „Brauchen wir das wirklich alles?“ “ gibt es hier zu lesen:

Teil 1: „Babys erster Schlafplatz“
Teil 2: „Viel (?) Auswahl in Babys Kleiderschrank“
Teil 3: „Rund um Babys Pflege“
Teil 5: „Rund ums Stillen und Fläschchen“
Teil 6: „Unterwegs mit dem Baby“
Teil 7: „Babys erstes Zimmer“

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5 Kommentare

  1. Wir haben uns für einige Wochen auch eine Babywaage in einer Apotheke geliehen. So waren wir uns einfach sicherer das das Gewicht stimmt. Und es macht auch super viel Spass zu sehen, wie die Kleine immer mehr an Gewicht zugelegt hat. Was man dabei beachten sollte ist, dass es eine Digitalwaage ist … ist einfach viel einfacher und besser zu handhaben … hier gibt es auch noch ein paar Hinweise zu diesem Thema: http://www.zwergen-blog.de/2008/01/babywaage.html

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