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Endspurt der Gartensaison: Gartenarbeit im Dezember

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Der Dezember kann in puncto Witterung einige Überraschungen bereit halten:
Schneemassen wie im letzten Jahr, aber auch nasse, fast warme Tage, die eher an den April erinnern.

Bevor der erste Schnee gefallen ist und solange sich der Garten eher grün als weiß zeigt, gibt es hier und da noch das ein oder andere im Freien zu tun – wobei die Gartenarbeit in den meisten Fällen wohl auch getrost ruhen gelassen werden kann, wennes einen nicht nach draußen zieht.

Zunächst vorab: Wer einige besondere Schätze hat, die er nicht gern im Freien stehen lassen will oder kann, der sollte sich frühzeitig um ein Gewächshaus kümmern. Gewächshäuser gibt es in unterschiedlichen Wandstärken für einen besonders guten Schutz. In verschiedenen Ausführungen lässt sich auch die Optik des Gewächshauses an den Garten anpassen. Wenn neben den Pflanzen auch die Gartengeräte ein sicheres Winterquartier finden sollen, empfiehlt sich zusätzlich ein Gerätehaus oder ein Gartenhaus, in dem Pflanzen und Geräte untergebracht werden können.
Je nach Ausstattung des Gartens, sollte man sich auch über Maßnahmen zum Schutz des Teiches informieren.

Im Einzelnen kann der Endspurt im Gartenjahr so aussehen:

  • Einen Hauch von Frühling ins Haus holen lässt sich mit Barbarazweigen.
    Wer am 4. Dezember (oder um diesen Tag herum) eines Jahres Zweige von Frühblühern und Obstbäumen schneidet, kann sich – hoffentlich! – um Heiligabend herum an einem bunt blühenden Strauß erfreuen, der Leben, Frische und Farbe in die Weihnachtsdekoration bringt.
  • Ob es regnet oder friert: „Nasse Füße“ können Pflanzen auf unterschiedliche Art schaden, deswegen sollte darauf geachtet werden, dass Staunässe in Pflanzgefäßen wenig Chancen hat.
    Diese kann nicht nur empfindlichen Zwiebeln und Pflanzen faulen lassen, sondern bei Frost auch Pflanzgefäße zum Platzen bringen.
    Daher stets für freie Ablauflöcher sorgen und Topfpflanzen nicht auf Untersetzer stellen, in denen sich das Wasser sammeln kann
  • Leimringe an Bäumen können Schädlinge fernhalten – sofern sie trotz Herbstwinden und Nässe noch gut am Stamm halten und ihre Aufgabe erfüllen können!
    Um sicher zu gehen, dass Leimringe auch wirklich ihren Zweck erfüllen, sollten sie in den Wintermonaten regelmäßig kontrolliert und ggf. erneuert werden.
  • Auch wenn sie jetzt „Pause“ haben, wollen Pflanzen in ihrem Winterquartier beachtet werden.
    Regelmäßiges, sparsames Gießen, Kontrolle auf Schäden durch Krankheiten oder Schädlinge und ggf. Behandlung dieser helfen den Pflanzen, bis zur nächsten Freiluftsaison gut über die kalten Monate zu kommen.
  • Immergrüne Pflanzen sind den Strapazen des Winters besonders ausgeliefert, weil sie auch im Winter kontinuierlich Wasser über ihre Blätter verlieren. An frostfreien Tagen sollten sie daher gegossen werden, wenn lange Zeit kein Niederschlag gefallen ist.
    Eine Schicht aus Mulch auf dem Beet schützt die Pflanze vor Kälte und den Boden vor dem allzu schnellen Austrocknen.
    Ideal dazu eignet sich der zerkleinerte Schnitt von Sträuchern, die ohnehin jetzt gekürzt werden.
    Lastet eine dicke Schneedecke auf den Pflanzen, sollte diese entfernt werden, sonst drohen Zweige abzubrechen.

Viel Schnee im Garten

Sieht es draußen so aus, gibt’s im Garten nicht viel zu tun…

  • Auch im Dezember ist Erntezeit: Jetzt kommen Wirsing, verschiedene Kohlsorten und Salate vom Beet ins Haus und dort auf den Teller.
    Damit sie ihren vollen Geschmack entfalten können, sollten sie schonend aufgetaut werden, wenn sie direkt aus der Kälte kommen.
  • Was gibt es Schöneres, als im warmem Haus zu sitzen und durch die Scheibe den Garten im Winterschlaf zu beobachten?
    Für Kinder ist das natürlich besonders spannend, wenn sich allerlei heimische Vögel ihr Futter von Meisenknödeln und Co. picken können!
    Jetzt heißt es: Die Ruhe genießen und vielleicht schon das nächste Gartenjahr planen!
    Noch sind die Erinnerungen an den Sommer noch recht frisch und das ist die beste Basis um zu überlegen und zu planen:
    Wohin im Garten fiel den Sommer über zu viel Schatten oder vielleicht auch zu wenig?
    Welchen Pflanzen muss im nächsten Jahr mehr Platz eingeräumt werden?
    Was hat sich bei der Bepflanzung vielleicht auch als „Flop“ heraus gestellt, weil die Standortbedingungen nicht optimal waren oder die Pflanzen trotz gutem Gedeihen an ihrem Standort nicht gefielen?
    Wo lassen sich Rasenflächen neu anlegen oder umgekehrt zu Beeten umgestalten?
    Welche Rosen- oder Obstsorten wollte man immer schon einmal im Garten haben, die nun endlich im kommenden Jahr Einzug halten sollen?
    Gartenratgeber und -kataloge sind eine wunderbare Winterlektüre und wecken die Vorfreude auf die kommende Saison!
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