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Für Blütenpracht an Heiligabend, jetzt noch schnell an den Barbarastrauß denken!

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Auch in der dunkelsten Jahreszeit lassen sich helle Farbtupfer von draußen aus dem Garten ins Haus holen.
Zwar nicht sofort, aber mit etwas Geduld und guter Pflege blühen Kirschzweige und Zweige von anderen Frühlingsblühern ums Weihnachtsfest herum, wenn sie jetzt noch schnell geschnitten und in eine Vase gestellt werden.

Barbarazweige

Bis dahin sind die kahlen Zweige ein günstiger Adventsschmuck, der sich in seiner Schlichtheit  perfekt in jede weihnachtliche Deko integrieren lässt.

Wer war die Heilige Barbara?
Der Barbaratag und der damit verbundene Brauch der Barbarazweige geht zurück auf die  gleichnamige Heilige Barbara, Schutzpatronin unter anderem der Bergleute. Gefeiert wird der Gedenktag jedes Jahr am 4. Dezember.

Wer sich rundum und ausführlich über die Heilige Barbara informieren möchte, findet Informationen im Ökumenischen Heiligenlexikon, auf der Seite Katholisch.de und natürlich auf der entsprechenden Seite bei Wikipedia.

In Kürze: Ob es Barbara wirklich gegeben hat, ist ungewiss, es bleibt also, die Legende nachzuerzählen.

Barbara von Nikomedien, hübsch und klug, hat der Überlieferung zufolge im 3. Jahrhundert gelebt. Ihr Vater, ein reicher Mann, teilte nicht ihren christlichen Glauben, wollte Barbara sogar mit Gewalt dazu bringen, sich von diesem abzuwenden, sperrte sie gar in einen Turm ein (auch aus Eifersucht auf den jungen Mann, den sie zu heiraten gedachte), was Barbara aber nicht von ihrer religiösen Überzeugung abzubringen vermochte.

Barbara ließ sich taufen, wurde deshalb zum Tode verurteilt, konnte zunächst fliehen, aber letzten Endes nicht der Enthauptung durch ihren Vater entgehen, der daraufhin seinerseits vom Blitz erschlagen wurde.

Und warum die Barbarazweige?
Auf ihrer Flucht soll Barbara an einem Zweig hängen geblieben sein, der abknickte und vertrocknet wäre, hätte Barbara ihn nicht mit Wasser versorgt.
Während Barbara in Gefangenschaft ihrer Hinrichtung entgegen sah, begann dieser Zweig zu blühen – besagt die Legende.
Aus diesem Grund gelten die blühende Zweige zu daher als gutes Zeichen und Glücksbringer für die Zukunft.

Welche Zweige eignen sich für den Barbarastrauß?
Praktisch alles, was im frühen Frühling blüht: Klassisch sind es die Kirschzweige, die am Barbaratag in die Vase gestellt werden, aber auch Zweige von Apfelbaum oder Forsythie, Schlehe oder Hasel, Weide oder Flieder, Pflaume oder Zaubernuss blühen mit etwas Glück zum Weihnachtsfest.

Und wie wird’s gemacht?
Wichtig ist, dass die Zweige vor dem Schneiden den ersten Frost bekommen haben.
Damit sie im Haus nicht austrocknen, werden sie direkt nach dem Schnitt erst einmal in lauwarmes Wasser gelegt, anschließend in eine Vase gestellt, deren Wasser regelmäßig gewechselt wird.
Stehen die Zweige zu warm, vertrocknen sie anstatt zu blühen, so dass ein kühler Standort fernab der Heizung zu bevorzugen ist.

Wie wird es besonders spannend?
Wo ausreichend Zweige im eigenen Garten vorhanden sind, kann sich jeder aus der Familie auf die Suche nach dem augenscheinlich geeignetsten Ast machen.
Haben alle einen Zweig ausgewählt und geschnitten, werden die Zweige gut unterscheidbar beispielsweise farbigen Fäden o.ä. gekennzeichnet.
Dann heißt es: abwarten und gespannt sein, wessen Zweig als erster oder prachtvollster blüht!

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