Es muss nicht alles perfekt sein! Wie Sie die erste Zeit mit Baby gelassen überstehen

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Die erste Zeit mit Baby zu Hause ist eine ungemein aufregende!
Denn selbst wenn der süße kleine Erdenbürger anfangs (wahrscheinlich) die meiste Zeit schlummert: Er vermag den Alltag von zwei Erwachsenen gewaltig auf den Kopf zu stellen!
Und wer von diesen beiden seinen Tag regelmäßig mit dem Baby daheim verbringt, wird sich nicht selten abends fragen, wo die vielen Stunden bloß geblieben sind…

Vermutlich „kleckerte“ so ein Tag häufig einfach vor sich hin.
Und angesichts dessen kann sich trotz aller Freude über das knuddeligste Baby der Welt leiser Frust breit machen. Hatte man früher alles perfekt und weitgehend mühelos im Griff, scheint plötzlich trotz aller Bemühungen vielleicht nichts mehr so richtig rund laufen zu wollen:

Statt morgens schon tadellos geschminkt zu sein, klappt es nun erst mittags mit dem Duschen.
Garantiert prangt immer irgendwo ein Milchfleck auf der Kleidung.
Und irgendetwas von der To-do-Liste des Tages bleibt immer liegen.
Was früher „mal eben“ zwischendurch geschafft war – die Spülmaschine ausräumen, einkaufen, Zeitung lesen –, braucht nun seine Zeit, weil Baby zwischendurch geschmust, gewickelt, gestillt und herumgetragen werden möchte.
Und statt wie einst am Arbeitsplatz abends auf die Ergebnisse seiner Arbeit – sichtbar, vorzeigbar, Schwarz auf Weiß – vor sich blicken zu können, fragt man sich so vielleicht, was man denn überhaupt geschafft hat, abgesehen davon, „nur“ das Baby perfekt zu umsorgen?
Wäsche? Geschirr? Alles nicht so richtig zufrieden stellend in Anbetracht dessen, dass einen das gleiche am nächsten Tag wieder von Neuem erwartet? Und am übernächsten…und am überübernächsten… .

Genießen Sie die vielleicht schönste und entspannteste Zeit Ihres Lebens!
Verschwenden Sie bitte keinen Gedanken daran, dass „Nur-Mutter-Sein“ nicht genug sein könnte!
Vermutlich wird niemand mehr von Ihnen erwarten – außer Sie selbst?
Machen Sie sich bewusst: Es ist eine fantastische Leistung, ein Baby zu versorgen, nach der Geburt wieder zu Kräften kommen, einen ganz neuen Familienalltag zu organisieren! Seien Sie stolz darauf!
Und: Genießen Sie die Vorteile, die diese wundervolle, einmalige Zeit mit sich bringt!
Vermutlich können Sie später nie mehr Ihre Zeit so frei einteilen, einfach mal mitten in der Woche morgens lange ausschlafen, nachmittags stundenlang spazieren gehen, sich (fast) ausschließlich um Ihr Kind kümmern!
Und dabei ein wenig von dem Perfektionismus, den Sie sich im vielleicht im Arbeitsleben zugelegt haben, guten Gewissens gelegentlich schleifen lassen, denn:

Im eigenen „Nest“ muss nicht alles perfekt sein!
Im Grunde ist es doch jedem sonnenklar: Ein Baby bringt Leben ins Haus und hat es verdient, dass man ihm zuliebe andere Dinge mal getrost liegen lässt!
Der niedliche Nachwuchs wird ohnehin alle so verzaubern, dass es zur absoluten Nebensächlichkeit wird, ob die Fenster nun streifenfrei und die Beete unkrautlos sind!

De facto ist der Anspruch an sich selbst dennoch häufig höher als er sein sollte.
Wie oft lächeln einem schließlich vermeintlich perfekte Mütter – „natürlich“ rank und schlank, mit makellosem Lächeln und perfektem Make-up, in perfekt sitzenden, schneeweißen Blusen, in perfekt sauberen und stylischen Wohnung -, mit einem ebensolchen Baby auf dem Arm aus Werbeanzeigen entgegen?
Und wer zweifelt da nicht mal gelegentlich an sich selbst?

Keine Frage – Ein wenig „perfekter“ wäre manchmal ja ganz schön, aber: Wichtig ist einzig und allein, dass Sie sich als kleine Familie wohlfühlen! Dass Sie sich in Ihren vier Wänden geborgen fühlen und zufrieden sind!
Gerade, dass eben alles nicht perfekt ist, kann da durchaus auch einen gewissen Charme und eine Portion Gemütlichkeit versprühen und zur Heimeligkeit beitragen.
(Abgesehen davon ist dies schon mal ein guter Vorgeschmack darauf, wie die Wohnung sich wandeln wird, wenn Baby erst einmal mobil wird und sich auf Entdeckungsreise durch Schränke und Schubladen macht…)

Statt in der knappen Zeit, wenn das Baby schläft, Staubflusen zu jagen, Blusenkragen zu stärken und Vitrinenscheiben auf Hochglanz zu bringen, tanken Sie lieber Kraft, ruhen Sie sich aus und schlafen Sie getrost auch mal am helllichten Tag, um mit starken Nerven, guter Laune und strahlendem Äußeren statt mit Knitterfältchen und dunklen Augenringen auch für anstrengendere Tage und Nächte gewappnet zu sein!

Nutzen Sie (unverhoffte) Auszeiten!
Manchmal kommen sie unverhofft: Tage, an denen das Baby plötzlich viel länger schläft als sonst.
Oder Momente, in denen man plötzlich „frei“ hat, weil der Partner oder die Oma das Baby nimmt, und man dann gar nicht so recht weiß, was man dann tun soll, weil ausnahmsweise mal keine Wäsche und kein schmutziges Geschirr auf einen warten oder einem mal so gar nicht der Sinn nach Hausarbeit steht.

Es wäre schade, wenn solche Zeit ungenutzt verstreicht!
Nehmen Sie sich für solche Momente bewusst etwas Schönes vor, auf das sie sich freuen können, und genießen Sie die Stunden dann auch in vollen Zügen und ohne schlechtes Gewissen!
Vielleicht gibt es ein Buch, in dem Sie endlich in Ruhe zu schmökern beginnen können?
Vielleicht spukt seit Längerem eine Inspiration aus einer Wohnzeitschrift in Ihrem Hinterkopf herum, die Sie gerne für Ihr Zuhause realisieren würden?
Oder steht Ihnen einfach mal der Sinn nach einer Runde Jogging rund ums Feld oder einer entspannenden halben Stunde in der Badewanne?

Alles, was zufrieden macht, ist perfekt genutzte Zeit, und eben solche Momente sorgen für das gute Gefühl, dass ein Tag alles andere als „sinnlos“ verstrichen ist!

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