Familientraditionen – Warum sie für Kinder so wichtig sind

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Das ist bei uns so Tradition“ – In diesem kleinen Satz schwingt viel mit.
Er zeugt von einem Gefühl von Zusammenhalt, von Erinnerungen an gemeinsame Feste, an bewegende und fröhliche Momente.
Und vielleicht ist auch ein Hauch von Stolz dabei darauf, dass es etwas gibt, das einen als Familie besonders und einzigartig macht!

Traditionen sind eine kostbare Sache und werden von vielen Menschen als wichtiger Teil ihres (Alltags)Lebens empfunden.
Da gibt es die „großen“ Traditionen an Festtagen wie Ostern oder Weihnachten, die später zu den wertvollsten Erinnerungen gehören und immer wieder die Vorfreude aufs nächste Fest zu wecken vermögen.
Und es gibt diese ganz kleinen Rituale, die vielleicht so selbstverständlich und alltäglich sind, dass Begriffe wie „Brauch“ oder  „Tradition“ fast ein wenig zu hoch gegriffen dafür scheinen.

Traditionen bereichern das (Familien)Leben
Egal, ob man wiederkehrende Rituale innerhalb der Familie nun als „Brauch“, „Tradition“, „Gepflogenheit“ oder schlichtweg als „Gewohnheit“ bezeichnen würde: Ihre Bedeutung für das Zusammenleben im Alltag wie an besonderes Festtagen ist groß, denn sie …

  • geben den eigenen Kinder Werte mit auf den Weg, die sie im Leben brauchen werden.

Geduld beispielsweise, wenn vor der Bescherung am Heiligen Abend erst noch gemeinsam musiziert wird.
Rücksichtnahme, wenn zugunsten des „Familienkaffees“ die Verabredung mit Freunden verschoben wird.
Oder Kompromissbereitschaft, wenn man sich wenigstens an einem Morgen des Wochenendes für das gemeinsame Frühstück früher aus dem Bett bequemt, als man es sonst zu tun würde.

  • verbinden Menschen miteinander.

Der traditionelle Sankt-Martins-Zug mit allen Kindern aus Grundschule und Kindergarten, der alljährliche Besuch des Krippenspiels, das gemeinsame Einhalten guter Vorsätze während der Fastenzeit – das sind Momente, an die man sich später zusammen mit vielen – Familie, Freunde, … – erinnern kann.
Oft mit einem wunderbaren Gefühl von Geborgenheit und einem Seufzer in Anbetracht von so viel Nostalgie.

  • helfen, im Alltag nicht aneinander vorbei zu leben.

Wie oft hat man am Ende eines Tages das Gefühl, dass es mal wieder an der Zeit fehlte, um sich auszutauschen, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen, was in der Schule geschah und welche schönen und stressigen Momente die Arbeit mir sich brachte?
Ein tägliches gemeinsames Abendessen oder eine halbe Stunde Zusammensein im Wohnzimmer vorm Zubettgehen als feste Bestandteile des Alltags vermitteln die Sicherheit und die innere Ruhe, dass stets genug Zeit für Gespräche bleibt.

  • schaffen verlässliche Strukturen.

In den Tag hinein zu leben, nicht zu wissen, was morgen ist, das bereitet Kindern häufig Unbehagen.
Feste Rituale, regelmäßig wiederkehrende Ereignisse helfen ihnen, die Welt zu verstehen, und geben ihnen Sicherheit. Sowohl alltäglich im Kleinen als auch über ein ganzes Jahr betrachtet.
Denn auch wenn „Wochen“ und „Monate“ noch ein abstrakte Begriffe für sie sind: Das Eierfärben vor Ostern, das Laternenbasteln vor St. Martin oder Plätzchenbacken vor dem ersten Advent lassen Erinnerungen an das vergangen Jahr aufleben, wecken die Vorfreude und vermitteln eindrücklicher „Nun ist es bis Ostern/Sankt Martin/Weihnachten nicht mehr lange hin“ als viele Worte es vermögen.

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