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Frühjahrs-Großreinemachen: Frischer Wind im Haus und gleichsam Balsam für die Seele

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Der April naht, die Sonne lacht nun oft schon warm vom Himmel. Kurz und gut: Der Frühling ist da! Die Zeit der Veränderung, die Zeit des Aufbruchs, die Zeit für Neues. Kein Wunder, dass da bei so manchem der Wunsch aufkeimt, es in den eigenen vier Wänden gleichzutun. Die gewohnte Wohnumgebung vielleicht mal wieder zu verändern. Frischen Wind in Wohnzimmer, Küche und Kinderzimmer zu bringen.

Dann kann man erst einmal zu Putzeimer und Lappen greifen und den Staub aus allen Ecken vertreiben. Fenster putzen, Sofa-Ritzen saugen, den Keller aufräumen. Doch im Grunde bleibt allein damit doch alles beim Alten. Auch wenn alles ein wenig sauberer, staubfreier, vielleicht übersichtlicher daher kommt.

Stattdessen soll eine wirkliche, sichtbare Veränderung stattfinden? Dann kann man über Neues nachdenken. Über frische Farben an den Wänden oder eine andere Tapete. Über Kisten in Regalen, um Ordnung zu schaffen. Ein neues Sofa, wenn das alte bereits in die Jahre gekommen ist. Oder gar über eine neue Küche, wenn die aktuelle schon deutliche, womöglich jahrzehntealte „Patina“ zeigt.

Welche Wünsche und Hoffnungen damit verbunden sind? Die Aussicht auf eine strukturiertere Wohnumgebung, die mehr Freude und weniger Arbeit im Alltag macht vielleicht. Und damit die auf eine Erhöhung der täglichen Lebensqualität. Getreu der Devise:

„Weniger ist mehr“

Bevor man jedoch Geld ausgibt, kann man zunächst einmal kostenlos einiges verändern. Indem man das eigene Hab und Gut kritisch unter die Lupe nimmt. Und dabei zu Umzugskarton, Kleidersack oder Müllbeutel greift. Denn wie oft sammelt sich irgendwelches Zeug an, das niemand will? Das niemand wirklich braucht, das einfach so bei einem gestrandet ist?

Und auch wenn es erst einmal viel Arbeit bedeutet: Es tut gut, sich umfassend davon zu trennen! Das kann gar die Haushaltskasse füllen. Mehr Wohn- und damit Lebensraum schaffen. Zudem bedeutet es Erleichterung, das Gefühl zu haben, sein Hab und Gut im Blick und im Griff zu haben. Und nicht von Dingen eingenommen und belastet zu sein, die man nie haben wollte. Von denen man sich eigentlich gerne trennen würde, aber es aus irgendeinem Grund dann doch bis dato niemals geschafft hat. Und zu guter Letzt heißt ein „Weniger“, mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu haben für das, was einem wirklich wichtig ist.

Keine Motivation fürs große „Ausmisten“?

Jeder kennt es vermutlich. Im Grunde ist man voller Tatendrang, hat tausend Ideen im Kopf, die man problemlos umsetzen könnte. Und weiß dann nicht, wo man anfangen soll. Und bleibt schließlich lethargisch auf dem Sofa sitzen.

Was in solchen Momenten oft hilft?

1.) Die Vorstellung, wie schön nachher alles sein kann

Machen Sie ein Foto von Wohnzimmer oder Küche. Das hilft, die Dinge mit einem gewissen Abstand zu betrachten und die „Baustellen“ zu erkennen. Später kann man sich dann anhand dessen im direkten Vergleich den Erfolg des eifrigen Tuns vor Augen führen.

2.) Mit großen Veränderungen zu beginnen

Es gibt diese „unsichtbaren“ Arbeiten, von deren Erledigung – leider – niemand wirklich Notiz nimmt. Staubwischen beispielsweise. Gibt einem selbst ein gutes Gefühl, merkt aber keiner. Daher nimmt man sich zuerst besser die größten Veränderungen vor! Befreit Regale von nicht mehr benötigten Dingen. Nimmt Bilder von der Wand, an denen man sich längst satt gesehen hat. Rückt Möbel, kauft neue Gardinen für die Fenster. Denn jede Veränderung, für die man sich später stolz auf die Schulter klopfen kann, gibt Motivation für weitere.

3.) Sich „Schlechte-Gewissen-Ecken“ vorzunehmen

Niemand muss in seinem Wohnumfeld Dinge dulden, die mehr Frust als Freude bedeuten. Geschenke, bei deren Erhalt man schon nicht wirklich gejubelt hat, beispielsweise. Denn ein Zuviel kann bewirken, dass man sich überfordert fühlt. Weil man es nicht schafft, Dingen die Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, die diese erfordern oder verdienen. Daher besser: Weg damit! Mit den DVDs, die man niemals mehr gucken wird. Den Büchern, die man kein zweites Mal lesen wird. Den angefangenen Topflappen auf der Häkelnadel, die niemals fertig werden.

Ja, es ist dabei schade um investiertes Geld und womöglich bereits investierte Zeit. Aber würden einen die besagten Topflappen wirklich froh machen, würden sie jemals fertig? Vermutlich nicht, sonst hätte man sich längst drum gekümmert. Also: Weg damit!

Besser als alles wegzuschmeißen ist natürlich, gut Erhaltenes zu verschenken oder zu verkaufen!

4.) Die Dinge mit neuen Augen zu betrachten

Manche Dinge sammeln sich an, weil sie zu schade zum Wegschmeißen sind. Oder man sie zumindest dafür hält. Warum man so empfindet? Vielleicht, weil man dies von klein auf gelernt hat. Oder tatsächlich immer die Hoffnung besteht, das gute, stolze Gefühl erleben zu dürfen, etwas Gebrauchtes sinnvoll weiter verwenden zu können. Und so sammelt man Geschenktüten und -anhänger. Mehr, als man vermutlich jemals brauchen wird. Doch lohnt ein genaues Hinsehen: Welche findet man wirklich so schön, dass man sie tatsächlich noch einmal verschenken würde? Für alle anderen wiederum sollte gelten: Sie dürfen den verlassen.

Und so findet sich doch sicher einiges im Haushalt, das bei genauer Betrachtung niemand braucht. Zwölf Eierbecher im Schrank, obwohl seit Jahren niemand mehr ein Ei gegessen hat? Alte Metallbackformen, obwohl man längst nur noch jene aus Silikon nutzt? Platzdeckchen, die hübsch sind, aber nur im Schrank liegen?

Da sollte man sich fragen: Würde man diese Dinge vermissen, wenn sie plötzlich einfach weg wären? Würde man sie dann neu kaufen, weil sie einem fehlen würden? Oder wäre es nicht schön, sie nie gehabt zu haben, weil sie keine wahre Freude schenken?

Dann: Weg damit! Ohne schlechtes Gewissen! Und in dem sicheren Wissen: Man ist nicht allein. Jeder hat doch Dinge, für die er mal Geld ausgegeben hat, weil sie irgendwann Sinn und Berechtigung hatten. Aber Zeiten ändern sich, Menschen ändern sich, Trends und Geschmäcker ändern sich. Und dann muss man nichts behalten, nur weil man einst sein hart verdientes oder mühsam erspartes Geld dafür ausgegeben hat! Denn in seinem Wohnumfeld sollte man nur Dinge sehen, die einem wirklich Glücksgefühle bescheren. Egal, ob sie „nur“ schön oder einfach ungemein praktisch sind und das Leben erleichtern.

Bildquelle: © unsplash.com/ Daiga Ellaby

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