Geburtstagsspiele für Schulkinder mit Stift, Papier und Schere – Teil 2

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Mit dem „Zeitungswettkampf“ haben wir kürzlich ein altersgerechtes Spiel für Kindergeburtstage im Grundschulalter vorgestellt, das wenig Platz, Vorbereitung und kein gutes Wetter erfordert, um die Geburtstagsfeier um einen – hoffentlich – spannenden und kurzweiligen Programmpunkt zu bereichern, der bei den Geburtstagsgästen nicht so bekannt sein dürfte.

Ganz anders in letzterer Hinsicht sieht es sicherlich mit dem guten, alten Spiel „Stadt, Land, Fluss“ aus, das jedem Kind schon einmal begegnet sein dürfte.
Ideal und beliebt für lange Autofahrten, in großer und kleiner Runde und als Zeitvertreib, wo als Spielmaterial nicht mehr als Stift und Papier vorhanden sind.

Zugegeben: viele Ländernamen sind Kindern im Grundschulalter bereits bekannt, bei Städten wird die Auswahl vermutlich schon kleiner und bei Flüssen müssen sogar viele Erwachsene passen!

Der guten Idee des Spiels an sich tut dies natürlich keinen Abbruch:

Verschiedene Kategorien werden ausgewählt, dazu ein Buchstabe bestimmt.
Passend zu jeder Kategorie muss ein Wort gefunden und notiert werden, das mit eben diesem Buchstaben beginnt.
Wer am Schluss die meisten und/oder originellsten Wörter gefunden hat, geht als Sieger aus dem Spiel hervor!

Vorbereitung:

Die Kinder werden in zwei Mannschaften eingeteilt; natürlich sind aber auch mehrere Kleingruppen möglich oder jeder spielt für sich allein.

Zunächst werden die Kategorien festgelegt, zu denen Worte gefunden werden müssen.
Damit die Kinder die Chance haben, zu nahezu jedem Buchstaben eine Antwort zu finden, können die Kategorien bei Kindern beispielsweise so lauten:

BERUF – GETRÄNK – JUNGENNAME – LAND – LEBENSMITTEL (oder spezieller: GEMÜSE/OBST – SÜSSIGKEIT) – MÄDCHENNAME – PFLANZE – SPORTART – TIERE

Benötigt werden pro Mitspieler bzw. Mannschaft ein (nicht zu kleines) Blatt Papier, das bereits im Vorfeld mit so vielen Spalten versehen wurde, wie Kategorien vorgesehen sind.
Jede Kategorie wird oben mit ihrem Namen beschriftet, falls noch nicht geschehen.

Jede Mannschaft oder jeder Spieler setzt sich so hin, dass die Gegenspieler keine Chance zum Lauschen oder Abschreiben haben!

Durchführung:

Üblicherweise wird jemand (ein Mitspieler oder ein „neutraler“ Elternteil) dazu auserwählt, Schicksal über den Buchstaben zu spielen.
Dazu sagt er laut „A“ und geht dann in Gedanken das Alphabet durch, bis ein zuvor festgelegter Spieler „Stop“ ruft.

Noch „schummelsicherer“ wird es und doppelt ausgewählte Buchstaben in mehreren Runden kommen nicht vor, wenn man die Buchstaben anders festlegt.
Zum Beispiel, in dem man eine von 24 vorbereiteten Pappkarten mit jeweils einem Buchstaben („X“ und „Y“ dürfen getrost außen vor bleiben) „blind“ aus einem Stoffbeutel zieht.

Ob gezogen oder abgezählt: Das Verkünden des Buchstabens ist für alle das Startsignal, mit dem Ausfüllen der Spalten zu beginnen.
Wenn der Buchstabe beispielsweise „K“ ist, könnten die Antworten in den oben vorgeschlagenen Kategorien damit

„KOCH – KAFFEE – KAI – KANADA – KRESSE (KOLRABI/KIWI – KAUGUMMI) – KLARA – KROKUS – KANUFAHREN – KRÖTE“

lauten.

Variante:

Um das Ganze noch unterhaltsamer und spannender zu machen, können Kategorien hinzugefügt werden, die eine große Portion Fantasie von den Mitspielern erfordern!

Z. B.

– LEBENSMITTEL, DIE NIEMAND KENNT UND ESSEN MAG
(wie der frei erfundene „KNÖDELBROTKÜRBIS“)

– FABELTIERE (vielleicht eine „KRALLENMÜCKE“?)

– AKZEPTABLE SCHIMPFWÖRTER (Wer will schon als „KRACHBANANE“ bezeichnet werden … ?) oder

– ORTE, DIE MAN NIEMALS BEREISEN MAG (wer will schon in die „KRAUTSTEINWÜSTE“?)

Vielleicht fallen den Mitspielern spontan Kategorien dieser Art ein, die sich in der Kategorientabelle ergänzen lassen.

Wertung:

Nach einer festgelegten Zeit oder wenn der letzte fertig ist, präsentieren alle Mitspieler Kategorie für Kategorie ihre aufgeschriebenen Wörter.
Erfahrungsgemäß machen Kindern den Spiele am meisten Spaß, bei denen einer als Gewinner hervor geht, vielleicht nach folgendem einfachen Wertungssytem:

0 Punkte:

Kein Wort gefunden oder eins aufgeschrieben, das so gar nicht in die Kategorie passt

1 Punkt:

Wörter, die von mehreren Mitspielern/Mannschaften aufgeschrieben wurden

2 Punkte:

Für Wörter, die nur ein Mitspieler/eine Mannschaft notiert hat

3 Punkte:

Spielt man mit „Fantasie-Kategorien“ wie den obigen kann von allen Mitspielern gemeinsam die originellste Idee gewählt und mit 3 Punkten belohnt werden

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1 Kommentare

  1. Danke für den Tipp. Schon oft wurde die Frage beim Kindergeburtstag gestellt: Was sollen wir für Spiele machen, was gibt es für nette Ideen? Ich persönlich finde eine Schnitzeljagt und natürlich „Topfschlagen“ kommt immer gut an. Gut wenn man eine Alternative hat wie der Zeitungswettkampf.

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