Gelungenes Zeitmanagement statt ständig Stress: Wie sich die Organisation des Familienalltag hier und da noch optimieren lässt – Teil 1

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Montags Fußballtraining, dienstags Flötenunterricht, … – so geht es oft – vor allem bei mehreren Kindern – die ganze Woche lang.
Nachmittags braucht das eine Kind dann Hilfe bei den Hausaufgaben, dem anderen müssten dringend mal wieder die Vokabeln abgehört werden, das dritte will zum Training gefahren und später wieder abgeholt werden, bevor abends für einen selbst noch der Elternabend in der Grundschule auf dem Programm steht.
Und spätestens, wenn sich außerplanmäßige Arzttermine, Einkäufe oder Verabredungen hinzu gesellen und sich allerlei Abendveranstaltungen – besonders zu Beginn des neuen Schuljahres – knubbeln, blickt man am Freitagabend auf eine Woche zurück, von der man sich mal wieder fragt, wo die Zeit eigentlich geblieben ist!

Am Wochenende, das eigentlich dem Auffüllen der leeren Akkus dienen sollte, ist dann häufig „Nacharbeiten“ angesagt, weil der unter der Woche liegen geblieben ist oder nur ein „Minimalprogramm“ diesbezüglich gefahren werden konnte.
Statt selbst auch mal ein wenig relaxen und zur Ruhe kommen zu können, muss die kostbare Zeit also mal wieder genutzt werden, um anstehende Kindergeburtstage zu planen, dem Nachwuchs ein wenig beim Zimmer aufräumen oder beim Pauken für die nächste Klassenarbeit zu assistieren.

Es ist, wie es ist: Jeder Tag hat nun einmal nur seine 24 Stunden.
Ein Großteil davon wird mit dem benötigten Schlaf verbracht, ein anderer steht durch den Job nicht mehr zur freien Verfügung.
Zieht man vom Rest die Zeit für die im wahrsten Sinne alltäglichen Dinge – Kochen, Aufräumen, „Chauffieren“ der Kinder, Einkaufen, Vorlesen vorm Zubettgehen und 100 andere, immer wiederkehrende Handgriffe ab – und gönnt sich selbst den wohlverdienten „Feierabend“ auf dem Sofa, sind es oft nur wenige Stunden, die für so vieles herhalten müssen, das Tag für Tag erledigt sein will.

Wie schaffen es bloß andere Eltern trotz desselben Pensums stets entspannt zu wirken, scheinbar in einem immer ordentlichen Haus zu leben und augenscheinlich alles mit links unter einen Hut zu bekommen?

Vielleicht gehören einige der 10 folgenden Anregungen zu ihrem Erfolgsgeheimnis?

1 Niemand kann an alles denken!
Dies ist zunächst eine (wahre) Erkenntnis, die tröstend wirken kann, wenn tatsächlich einmal ein Termin verschwitzt wurde.
Um dem unliebsamen Vergessen vorzubeugen, hilft nur eines: Jeden Termin immer gleich notieren, auch Kleinigkeiten, auch immer Wiederkehrendes.
Besonders wenn man durch Feiertage, Brückentage, Ferien etc. aus dem Rhythmus gebracht ist, sind Notizen Schwarz auf Weiß eine gute Gedächtnisstütze, aber auch sonst droht schnell etwas in Vergessenheit zu geraten, beispielsweise die Verabredung des Kindes bei der Freundin zum Spielen, die zwischen Tür und Angel für die übernächste Woche an der Kindergartenpforte geschlossen wurde.

Wie und wo Termine notiert werden, ist letzten Endes natürlich Geschmackssache.
Einige Gedanken dazu gibt es in diesem Beitrag zum Thema.

2 Den Inneren Schweinehund überwinden
Keine Frage: Nicht immer hat man gleich viel Lust aufs tägliche Kochen, Waschen, Bügeln etc. .
Entscheidet man sich jedoch, dem alltäglichen Trott mal zu entfliehen und sich statt dessen schöneren Dingen des Lebens zu widmen, gesellt sich zu allem Übel zum unschönen Gefühl der Unlust auch noch das schlechte Gewissen hinzu, wenn sich die Wäscheberge im Keller türmen, das Wohnzimmer sich so gar nicht „besucherfein“ präsentiert und die Fenster auch schon mal glasklarere Aussichten boten…

Wer gerne aufschiebt, türmt früher oder später einen Berg vor sich auf, der es immer schwieriger macht, ihn mal völlig abzutragen. Statt dessen wird hier mal ein wenig abgearbeitet, dort mal ein bisschen erledigt, aber das tolle Erfolgserlebnis, endlich mal mit allem fertig zu sein und guten Gewissens zu faulenzen, wird sich nur sehr selten einstellen.

Was dagegen hilfreich sein kann: Auch solche, „häuslichen Termine“ fest einplanen. Denn steht etwas Schwarz auf Weiß im Kalender mit praktisch ebenso hoher Priorität wie alles andere drumherum, fällt das Aufschieben schwerer.
Auch wenn es anfangs seltsam anmutet: Wagen Sie das Experiment, Dinge wie „Alle Betten frisch beziehen“, „1 Stunde lang bügeln“, „2 Stunden lang den Garten in Schuss bringen“, „30 Minuten joggen gehen“ in den Terminkalender einzutragen, wenn das Aufschieben ansonsten zu oft zu verlockend ist!

3 Die Woche stets vor Augen haben
Am Wochenende darf der Alltagstrott endlich ruhen, Termine dürfen mal aus den Augen verloren werden. Am Sonntagabend ist jedoch der Moment gekommen, sich langsam auf die kommende Woche einzustellen.
Nehmen Sie sich Ihren Kalender oder Ihr Smartphone vor und gehen Sie die einzelnen Tage gedanklich durch. Dabei werden auch Termine in Erinnerung gerufen, die schon vor gefühlten Ewigkeiten notiert wurden und vielleicht längst in Vergessenheit geraten sind.
Hält man sich alles vor Augen, was die neue Woche bringt, ist die Chance geringer, dass etwas vergessen wird. Denn nichts ist ein frustrierenderer Start in die Woche als ein versäumter Termin gleich am Montagmorgen.

4 Alles möglichst bald erledigen
Wer sich bei der Planung einer neuen Woche einem großen Berg verschiedenster Aufgaben gegenübersieht – ein Geburtstagsgeschenk muss noch besorgt werden, der Vorgarten müsste mal wieder auf Vordermann gebracht werden, die eine oder andere E-Mail oder Telefonate sind zu schreiben beziehungsweise zu tätigen, die Gardinen könnten mal einen Gang in der Waschmaschine vertragen -, nutzen Sie den Elan des Wochenanfangs, um gleich am ersten Tag der neuen Woche so viel wie möglich davon zu schaffen.
Wenn am Montagabend bereits ein Großteil der To do-Liste als „Erledigt!“ abgehakt werden kann, beschert ein solch gelungener, schwungvoller Wochenstart einfach ein gutes Gefühl!

5 „Last Minute Ideen“ vor dem Schlafengehen festhalten
Oft kommen einem abends unmittelbar vor dem Einschlafen Ideen, wofür am nächsten Tag vielleicht endlich Zeit wäre. Vielleicht ist es auch eine geniale Geschenkidee, eine sinnvolle Lösung für ein Problem im Haus(halt) oder ein anderer Geistesblitz, der einem unverhofft in den Sinn kommt.
Oder es überfällt einen eine Schrecksekunde beim Gedanken an etwas, das am nächsten Tag auf gar keinen Fall vergessen oder verpasst werden darf – ein Geburtstagsanruf vielleicht, ein Angebotsschnäppchen beim Discounter oder die Reservierung der Kinokarten.

In beiden Fällen droht, dass die Ideen trotz aller festen Vorsätze bis zum nächsten Morgen in Vergessenheit geraten. Allein der Gedanke daran kann den Schlaf rauben.
Daher sind ein Notizbuch und ein Stift im Nachttisch zum Festhalten solcher Gedanken in jedem Fall eine sinnvolle Angelegenheit, die zum guten Schlaf beitragen kann.

Übermorgen geht es an dieser Stelle mit dem zweiten Teil und Tipp 6 bis 10.

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