Haare waschen beim Baby

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Die meisten Babys baden von Geburt an gerne.
Unmut kommt hingegen schnell auf, wenn es heißt „Haare waschen!“ – und das oft weit bis ins Kleinkind- oder sogar Kindergartenalter hinein.

Für Eltern kann dies bedeuten: viele Male gut zureden müssen, Geduld haben, kreativ sein und Protest hinnehmen.
Kopf nach oben, einschäumen und ausspülen – so einfach könnte es doch sein, ist es aber selten in der Praxis.
Statt dessen zeigt das Gesicht des Kindes scheinbar automatisch nach unten, sobald sich die Brause nur nähert.

Einige Tipps und Tricks, wie das Haarewaschen für Eltern und Kinder hoffentlich zur weniger Nerven zehrenden Angelegenheit werden kann:

Schonend vorbereiten
Nicht einfach zur Shampooflasche greifen und loslegen! Statt dessen dem Kind immer wieder aufs Neue zeigen und schrittweise erklären, was passieren wird:
„Erst nehmen wir das Shampoo aus der Flasche, dann verteile ich es in meinen Händen und dann ganz vorsichtig auf deinem Kopf.“
Beruhigende Worte können oft Wunder wirken und Erklärungen dem unangenehmen Überraschungsmoment vorbeugen.

Weniger ist mehr
Die meisten Babys haben nur wenige Haare. Bei ihnen geht es auch ganz ohne Shampoo.
Und selbst bei größeren Kindern und Babys mit dichter Haarpracht reicht ein winziger, maximal erbsengroßer Klecks Shampoo meist völlig aus.
Wird dieser nicht erst auf dem Kopf des Kindes, sondern bereits in den Händen der Eltern verteilt, ist diese kleine Menge sehr ergiebig.
Sollte es dann tatsächlich einmal zu wenig sein, ist es einfacher, ein wenig Shampoo nach zu nehmen, als im umgekehrten Fall des Zuviels große Schaumberge aus den Haaren waschen zu müssen.

Einweichen“ und Auswaschen
Das Verteilen des Shampoos stellt meist kein großes Problem dar.
Die Schwierigkeiten liegen meist im „Davor“ und „Danach“, wenn Wasser ins Spiel kommt.

Die Handbrause ist laut und das Wasser kommt mit Druck heraus, daher ist sie vielen Kindern per se unsympathisch und unheimlich.
Zum Anfeuchten der Haare reicht schon ein ausgewrungener Waschlappen, der kurz auf den Kopf gelegt wird. Dies lässt sich mit etwas Kreativität sehr spielerisch gestalten.
Solange der Waschlappen angenehm warm ist, hat das Kind sicher nichts gegen die „Mütze“ oder den „Hut“ auf dem Kopf.
Auch wildes Planschen hat den angenehmen Nebeneffekt, dass nicht nur das Badezimmer, sondern auch die Haare gleichmäßig nass werden.

Zum Auswaschen reicht es bei wenigen Haaren ebenfalls, mehrmals mit einem feuchten Waschlappen über die Haare zu gehen, der zwischendurch mehrmals ausgewaschen wird.
Schneller und einfacher geht es natürlich, wenn das Kind bereit ist, kurz nach oben zu gucken. „Guck mal da oben, die Lampe!“ klappt sicher einige Male, verliert aber schnell seinen Reiz.
Zweifelsohne spannender ist es, wenn in gewünschter Blickrichtung ein Blickfang angebracht wird. Vielleicht ein Marienkäfer-Fensterbild o. ä. mit einem Lieblingsmotiv des Kindes.
Wechselnder Wandschmuck dürfte natürlich für noch mehr Freude und regelmäßiges, bereitwilliges Nach-oben-schauen sorgen… .
Beim Ausspülen leisten auch kleine Eimerchen oder ähnliches Badewannenspielzeug gute Dienste.

Augen zu und durch!
Hat das Kind einmal erfahren müssen, wie unangenehm mancher Shampoo Schaum in den Augen brennt, wird ihm Haarewaschen zu Recht längere Zeit suspekt sein.
Größere Kinder fühlen sich sicherer, wenn sie sich selbst einen feuchten Waschlappen über Stirn und Augen halten, um die Augen vor hinein laufendem Schaum zu schützen, bei kleinen Kindern kann man versuchen, es mit der zweiten Hand selber zu bewerkstelligen.

Problem: Milchschorf
Milchschorf ist harmlos, sieht aber nicht schön aus. Beim Haarewaschen ist allerdings nicht die günstige Gelegenheit gekommen, ihn „mal eben schnell“ einzuweichen und zu entfernen.
Statt dessen lässt man den Milchschorf längere Zeit, z.B. über Nacht, mit Baby- oder Olivenöl einweichen.
Danach kann man versuchen, ihn – bei der nächsten Haarewäsche oder mit einer weichen Bürste – vorsichtig zu entfernen.

Wasserscheu statt Wasserratte?“
Unter diesem Titel wurden bereits vor längerer Zeit Ideen zusammengetragen, wie Babys, die die Liebe zum (Bade)Wasser noch nicht für sich entdeckt haben, das Baden mehr Freude machen kann.

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