Katze, Kaninchen, Hund und Co. – Teil 1: Was vor dem Haustierkauf zu bedenken ist

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In der Kindheit ein Haustier gehabt zu haben, gehört später oft zu den schönsten Erinnerungen.
Ob Familienhund, Kaninchen im Garten oder die Meerschweinchen im Kinderzimmer: viele Kinder wachsen ganz selbstverständlich mit einem oder mehreren Tieren auf, lernen dabei viel über den verantwortungsvollen Umfang mit ihnen und hängen ihr Herz an die zwei- oder vierbeinigen Mitbewohner.

Bei Kindern, bei denen dies nicht schon der Fall ist, ist der Wunsch nach einem eigenen Haustier oft groß.
Und erfahrungsgemäß gibt es nicht allzu viele Eltern, die nicht irgendwann mit der Frage seitens der Kinder konfrontiert werden: „Kann ich (auch) ein Haustier haben?“.

Eine Frage, die kein sofortiges „Nein“ zu Antwort haben muss und kein allzu spontanes „Ja“ zur Antwort haben sollte.
Bevor diese Entscheidung gewissenhaft getroffen werden kann, gilt es viele Fragen zu klären, schließlich wird die Verantwortung für ein oder mehrere lebendige Wesen übernommen, die weit größere Bedürfnisse haben als hin und wieder geschmust zu werden. Und das mitunter für viele Jahre.

Hund, Katze, Maus? Welches Tier in Frage kommt, ist unter vielen Aspekten zu entscheiden (mehr dazu auch in Kürze hier im Blog).
Egal aber, ob die Wahl schließlich auf Hund oder Fisch, Katze oder Wellensittich fällt, einige Fragen stellen sich generell vor dem Haustierkauf.

Hier einige der wichtigsten Punkte, ohne deren Klärung mit der Anschaffung eines Haustiers besser noch gewartet werden sollte:

Was ist räumlich möglich?

Von einem eigenen Pony träumen viele Mädchen, die wenigsten haben jedoch zu Hause die Möglichkeiten, dass sie auch wirklich eins halten könnte.
Immerhin: Bei einem Pony bestünde rein theoretisch die Möglichkeit, dies woanders in einem Stall unterzubringen; alle anderen Haustiere hingegen werden mit in oder unmittelbar an den eigenen vier Wänden ihr neues Zuhause finden.

Oft stellt sich daher zuerst die Frage: Welche Tiere können-  oder dürfen – überhaupt gehalten werden?
Gibt es einen Garten? Steht den Tieren genügend Auslauf zur Verfügung?
Findet der Kaninchenkäfig Platz im Kinderzimmer?

Mit Enge und Kompromissen auf Dauer ist niemandem gedient – Mensch wie Tier nicht.

Wie viel zeitliche Zuwendung und welche Pflege braucht unser Tier?

Entscheidet man sich für einen Hund, ist vor allem die Frage zu klären, wer bereitwillig und regelmäßig mit ihm raus geht. Auch früh am Morgen, auch bei Regenwetter und auch, wenn man eigentlich lieber ausschlafen würde?

Bei allen gilt: Wer kümmert sich um die regelmäßige Fütterung des Tieres, wer reinigt Korb oder Katzentoilette, Käfig oder Aquarium?
Und sind beispielsweise auch alle bereit, das erforderliche Mehr-Putzen mit zu tragen, wenn der Hund bei Matschwetter mehrmals täglich ein- und ausgeht?

Stellt sich nach kurzer Zeit heraus, dass viele Versprechen vorschnell gegeben wurden und die Arbeit nur an einem bzw. einer hängen bleibt, kann die Freude über den neuen Mitbewohner sehr schnell getrübt sein.

Wer übernimmt welche Aufgaben?

Die Verantwortung für ein Tier kann ein Kind nie ganz allein übernehmen, da sind letzten Endes immer die Eltern gefragt!
Viele Aufgaben – Spielen, das Fell pflegen, Füttern, Sauber machen – hingegen schon.

Aber was, wenn die Freude daran nachlässt?
Sinkt mit der Zeit das Interesse am neuen Haustier, wird die tägliche Versorgung gar lästig, will das Kind von den vielen, vollmundigen Versprechen auf einmal nichts mehr wissen, die es vor dem Kauf vielleicht gemacht hat.

In solchen Fällen ist es gut, wenn vorher ganz klare Verabredungen zwischen Eltern und Kindern getroffen wurden: Hobbys, Freunde besuchen? Erst, wenn alles andere erledigt und das Tier gut versorgt ist.
Oder aber zum Ausgleich andere Arbeiten im Haushalt übernehmen, wenn Mama oder Papa (ausnahmsweise) das Säubern des Kaninchenstalls übernehmen.

Welche Kosten kommen auf uns zu?

Informationen aus dem Internet helfen, sich einen groben Überblick über die ungefähren Kosten zu verschaffen, die man als Besitzer eines Tieres einkalkulieren sollte. Bei Hunden beginnt dies schon beim Kaufpreis, bei Kleintieren sind eher die laufenden Kosten zu beachten.

Generell lässt sich sicher sagen, dass ein Hund mit Steuern, Versicherung, Impfungen, Futter usw. am teuersten im Unterhalt ist, immer abhängig natürlich auch von Größe, Rasse und Hundesteuersatz, eine Katze in der Regel etwas günstiger.
Die Kosten für Kleintierversorgung sind nochmals deutlich geringer, abhängig auch von Futter und Unterbringung.
Mit nur wenigen Euro für Futter und Vogelsand pro Monat gehören Wellensittiche zu den am wenigsten kostenintensiven Haustieren.

Am wertvollsten in puncto Futterkosten und Ausgaben für Zubehör wie Spielzeug, Futter, Einstreu etc. sind hier aber Erfahrungen von bekannten und befreundeten Tierhaltern selbst.
Zu knapp sollte nie kalkuliert werden, schließlich ist mit einem lebendigen Mitbewohner auch immer mit unvorhergesehenen Kosten für Arztbesuche zu rechnen!

Wer versorgt unser Haustier, wenn wir im Urlaub sind?

Mit etwas Glück hat man Großeltern oder Nachbarn, die diese Aufgabe gerne übernehmen. Vielleicht gibt es auch Freunde, die selber Tiere haben und mit denen man sich abwechseln kann?
Immer kann der „Tiersitter“ aber mal zur selben Zeit in den Urlaub fahren wollen oder aus anderen Gründen ausfallen.
Für solche Fälle ist es gut, mindestens eine weitere zuverlässige Alternative zu haben!

Welche Lebenserwartung hat unser Tier?

Solange die Kinder klein sind, hält die Begeisterung meist an und das Tier ist bestens umsorgt. Mit zunehmendem Alter ändern sich oft die Interessen und für das einst so geliebte Kaninchen bleibt plötzlich weniger Zeit.

Und was ist, wenn die Kinder später aus dem Haus sind? Zieht das Kind beispielsweise nach dem Ende der Schulzeit in eine andere Stadt, kann es vielleicht zwei Meerschweinchen mitnehmen, einen Hund vermutlich eher nicht.

Wie bereits erwähnt, sind letzten Endes immer die Eltern die Verantwortlichen für ein Tier und sollten daher gewissenhaft entscheiden, ob ein Haustier, ein Mitbewohner für mitunter viele Jahre, für die Familie in Frage kommt – oder eben nicht.

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