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Hund, Katze, Wellensittich und Co.: Welches Haustier passt zu unserer Familie?

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Viele Kinder lieben . Finden sie „süß“, streicheln sie hier und da gerne mal, geben Leckerli und spielen mit ihnen. Doch kann diese Begeisterung alleine Grund genug dafür sein, gleich ein eigenes Haustier anzuschaffen?

Wir finde: Nein, das reicht definitiv nicht! Denn Tiere sind keineswegs immer pflegeleichte Mitbewohner. Der beim Kauf noch so knuffige Welpe erfüllt bald nicht mehr die Kriterien des Kindchenschemas. Und die Begeisterung muss dann auf weit mehr beruhen als auf dem ungemein knuffigen Äußeren. Dabei haben selbst Hunde nicht immer Lust auf Streicheleinheiten. Oder darauf, Bällen und Stöcken hinterher zu jagen.

Stattdessen hat jedes Haustier seine Launen, möchte mal seine Ruhe haben. Es kann natürlich auch mal krank sein – und wird irgendwann alt. Was das dann für Familien bedeutet? Auch in solch „schlechten Zeiten“ keine Kosten und Mühen zu scheuen, um dem Quasi-Familienmitglied ein angenehmes Dasein zu bescheren. Und irgendwann Abschied zu nehmen, wenn das Tier sein Lebensende erreicht hat.

All das bedeutet unterm Strich: Denkt man ernsthaft über ein Haustier nach? Dann sollte man sich aller Konsequenzen – positiver wie negativer – bewusst sein. Und vor allem die Motivation des eigenen Kindes hinterfragen. Denn die Jüngsten sind es doch häufig, die einen überhaupt erst über tierischen Zuwachs nachdenken lassen. Aber eben auch diejenigen, auf deren Verantwortungsgefühl alleine man nicht bauen kann. Sprich: Nicht selten wird auch das am Anfang tollste Haustier nebensächlich. Und dann ist es immer an Mama und Papa zu füttern, Gassi zu gehen, den Käfig zu reinigen!

Die Motivation zur Anschaffung eines Tieres spielt natürlich auch bei der Frage eine Rolle, welches Tier es sein soll. Hund, Katze, Vogel, Maus? Wir geben Denkanstöße zu wichtigen Fragen rund ums künftige Haustier.

Warum überhaupt ein Haustier?

Möchte man einen Spielgefährten fürs Kind und/oder einen treuen Begleiter bei langen Spaziergängen für sich selbst? Dann ist der Hund erste Wahl.

Sie können damit leben, dass Ihr neuer Mitbewohner sich gerne von Ihnen versorgen lässt, aber ansonsten durchaus eigene Wege geht? Dann ist eine Katze eine Option.

Ihr Kind wünscht sich ein knuffiges Haustier, das einfach das Herz aufgehen lässt? Und das dabei auch gerne im Garten wohnen darf? Dann tendiert es sicherlich in Richtung Kaninchen oder Meerschweinchen. Wobei man diese bitte nicht als „Schmusetiere“ für Kinder anschaffen sollte! Denn sie können durchaus schmerzhaft zum Ausdruck bringen, dass sie nicht gerne festgehalten und herumgetragen werden!

Es muss kein Haustier zum Streicheln sein, soll aber unterhaltsam oder interessant zu beobachten sein? Wie wäre es mit einigen Wellensittichen? Oder Fischen im Aquarium, die man beide auch in einer Wohnung ohne Garten gut halten kann?

Idealerweise sollte sich die ganze Familie auf ein Tier verständigen, das schließlich aus Überzeugung aller ins Haus einziehen darf. Was dabei vor dem Kauf unbedingt zu klären ist, damit es später weder Enttäuschungen noch Frust und Tränen gibt?

1.) Welche(s) Haustier(e) erlaubt unsere Wohnsituation?

In Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen stellt sich stets die Frage: Ist die Haltung von Hund oder Katze erlaubt? Oder muss man sich in jedem Fall auf Kleintiere beschränken? Zu beachten ist dabei, dass manche Tiere (Hamster beispielsweise) Einzelgänger sind, man andere (u.a. Vögel, Meerschweinchen, Kaninchen Fische) jedoch keinesfalls alleine halten sollte. Und dass beispielsweise Kaninchen keine Käfigtiere sind, sondern viel Auslauf benötigen.

2.) Wie hoch dürfen die Anschaffungskosten für unser Tier sein?

Nicht nur das Tier selbst hat seinen Preis, wobei dieser natürlich enorm variieren kann. Beispielsweise dadurch, ob man einen reinrassigen Hundewelpen beim Züchter kauft. Oder lediglich die Vermittlungsgebühr für ein Kleintier aus dem Tierheim aufbringen muss.

Für jedes Tier benötigt man zudem zu Beginn eine Grundausstattung. Sei es Korb, Napf und Leine für den Hund oder Kuschelhöhle für die Katze. Käfig, Freilaufgehege und Zubehör fürs Meerschweinchen oder gleich ein gut ausgestattetes Aquarium mit allem Drum und Dran für Fische. Dazu kommen – je nach Tier – unter anderem eine Transportbox für Tierarztbesuche, altersgerechtes Futter, Spielzeug, Zubehör für die Pflege und mehr.

Damit es im Fachhandel keine bösen Überraschungen gibt, erkundigen Sie sich vorher darüber, was Sie brauchen und was es kostet. Und kalkulieren Sie dabei lieber zu großzügig als zu knapp. Denn Kinder finden beim Einkauf sicherlich einiges, das ihr Herz und das des neuen Mitbewohners erfreuen soll.

3.) Wie viel darf unser Haustier im Monat durchschnittlich kosten?

Es ist natürlich kein Geheimnis, dass unterschiedliche Haustiere auch unterschiedliche Kosten bedeuten. Selbstredend braucht jedes Tier Futter, doch dies in deutlich unterschiedlichen Mengen. Weitere mögliche Posten auf der Rechnung: Hundesteuer, Tierarztkosten, Versicherung, Ersatz für Verbrauchsgegenstände, Pflegeprodukte, Energiekosten fürs Aquarium und mehr.

4.) Wer betreut das Tier während der Urlaubszeit?

Es nützt nichts, wenn Oma den Hund prinzipiell gerne in ihrer Wohnung betreuen würde, dort aber keine Haustierhaltung möglich ist. Und generell steht man vor der Frage: Das Tier in ein „Feriendomizil“ bei Freunden oder Verwandten geben? Oder es an Ort und Stelle in seiner gewohnten Umgebung lassen? Und es dort von lieben Menschen betreuen und umsorgen lassen? Ein Aquarium wird dabei sicherlich auch während des Urlaubs an Ort und Stelle verbleiben. Kleintiere können Freunde mitsamt ihres Käfigs in Pflege nehmen. Letztendlich spielen jedoch viele Faktoren bei der individuellen Entscheidung eine Rolle.

5.) Wie viel Zeit haben wir im Alltag für unser Tier?

Besonders ein Hund möchte Familienanschluss haben. Er möchte spielen, spazieren gehen, braucht viel Bewegung – und das jeden Tag! Da sollte man schon mit minimal einer Stunde täglich, eher noch (deutlich) mehr rechnen!

6.) Inwieweit sind wir für Veränderungen bereit?

Reisen mit Hund? Das ist aufwändiger als ohne und manche Ferienunterkunft kommt schlichtweg nicht mehr in Frage. Ist man überdies bereit, täglich womöglich früher aufzustehen für die Runde um den Block? Und das bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit? Nimmt man in Kauf, dass Hund und Katze Spuren an der Wohnungseinrichtung hinterlassen können? Dass man auf manche Zimmerpflanze künftig besser verzichtet, das gute Ledersofa Kratzer von Krallen davon trägt? Und letzten Endes gehört auch die folgende Frage auf die Liste.

7.) Welche Lebenserwartung hat unser neuer Mitbewohner?

Bei einem Hamster mag diese durchaus sehr überschaubar sein. Bei anderen Tieren hingegen bindet man sich womöglich über ein Jahrzehnt hinaus an den Vierbeiner. Und kann in dieser Zeit kaum mal spontan übers Wochenende verreisen. Es sei denn, der Hund darf mit oder man hat Nachbarn, auf die wirklich immer Verlass ist.

Bildquelle: © bigstock.com/ kozorog

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