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Hurra, es geht auf Klassenfahrt! Was dabei im Gepäck nicht fehlen sollte

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Für Grundschulkinder ist es ein großes Abenteuer, wenn sie zum ersten Mal für ein oder zwei Nächte auf gehen. Meist an ein schönes Ziel in nicht allzu weiter Ferne. Ein sorgsam ausgewähltes, an dem üblicherweise gemeinschaftliche Aktivitäten, ein wenig Kultur und eine schöne Landschaft warten.

Ältere Kinder kommen gar in den Genuss einer deutlich längeren Klassen- oder Stufenreise, die nicht selten auch ins Ausland führt. Und dieses Unterfangen wirft im Vorfeld viele Fragen auf! Allerdings eher bei deren Eltern als bei den Kindern selbst.

All diese offenen Fragen bespricht man als Erziehungsberechtigte in aller Regel bei ausführlichen Elternabenden mit reiseerprobten Lehrern. Und dazu kommt sicherlich im Laufe der Zeit das eine oder andere Infoschreiben bezüglich aller Details ins Haus. Denn vom ersten Gedanken an eine Schulfahrt bis hin zur Abreise vergehen meist Monate, mitunter Jahre.

Doch irgendwann ist er dann tatsächlich gekommen. Der Tag, an dem es heißt: Koffer packen! Was in diesen hinein gehört und was man dabei beachten sollte, verraten wir heute aus langjähriger Elternerfahrung.

Die Wahl des passenden Gepäckstücks

Bitte bedenken Sie vor dem Packen: Jeder Reisebus-Kofferraum hat eine begrenzte Kapazität! Reisetaschen sind daher lieber gesehen als sperrige, womöglich halbleere Hartschalenkoffer, die sich wenig platzsparend stapeln lassen.

Die Devise sollte zudem immer lauten: So wenig Gepäck wie möglich! Und dieses so leicht gewählt und kompakt verstaut, wie es geht. Ihr Kind muss seinen Koffer am Ziel schließlich auch ohne elterliche Hilfe bugsieren können. Schon Kleinigkeiten können dabei einen Unterschied machen. Leichter Fleecepulli ist beispielsweise besser als dicker Strick. Ein 2-in-1 Haarpflegeprodukt in kleiner Flasche kompakter als zwei große, separate Flaschen mit Shampoo und Spülung.

Zudem sollte man Kinder und Jugendliche nicht alles wahllos in den Koffer werfen lassen. Auch wenn ihr Enthusiasmus beim Packen groß ist und sie beherzt zur Sache gehen. Besser: Erstmal alles zurecht legen und abschätzen, ob wirklich alles in die Reisetasche passt. Und wenn nicht? Aussortieren!

Zerbrechliches gehört beim Einpacken natürlich sorgsam verpackt, Kleinteile finden Platz in Innenfächern und Außentaschen. Lassen Sie Ihr Kind auf jeden Fall beim Packen zuschauen und mithelfen! Denn nur so kann es am Ziel alles auf Anhieb finden.

Das gehört ins Handgepäck

Wichtige Dokumente wie der Ausweis/Reisepass sollten bei Auslandsfahrten griffbereit sein und kommen daher auf jeden Fall ins Handgepäck. Dazu gehören auch die Krankenversichertenkarte des Kindes und eventuelle Einverständniserklärungen der Eltern. Alles ist gut verstaut zusammen mit dem Taschengeld (gegebenenfalls rechtzeitig an entsprechende Devisen denken!) in einem übersichtlichen Portemonnaie.

Auch Snacks und Getränke gehören selbstredend ins Handgepäck. Am besten solche, die wenig Müll machen und sich in wiederverwendbaren Behältnissen befinden. Nie verkehrt außerdem: Taschentücher, Tabletten gegen Reiseübelkeit, warme Socken, eine dünne Jacke und etwas zur Unterhaltung.

Was gehört in den Koffer?
  • Hygieneartikel wie Duschgel, Handseife, Shampoo, Zahnbürste und Zahnpasta plus Haarbürste und Handtücher zum Waschen und Duschen
  • Kleidung für tagsüber plus Schlafanzug für die Nacht
  • Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, und solche, die das Kind bei Bedarf benötigt, beispielsweise Schmerz- oder Allergietabletten
  • Ein Beutel für getragene Wäsche; dazu ein Plastikbeutel für getragene Schuhe oder nasse Sachen am Abreisetag
  • Geeignetes Schuhwerk! Kein Kind sollte nur mit dem einen Paar Schuhe an seinen Füßen reisen. Auch Hausschuhe sind dazu nie verkehrt.
  • Ausstattung für erwartetes Wetter. Dazu gehört einerseits Regenkleidung (wenigstens eine leichte, kompakt verstaubare Regenjacke sollte dabei sein). Und andererseits Sonnencreme und Sonnenbrille für Sommerwetter.
  • Je nach Ziel und dortigen Aktivitäten: Schwimm- und/oder Sportzeug
  • Falls erforderlich: Bettwäsche
  • Ein Kartenspiel oder ähnliches für gesellige Abende
  • Je nach Reiseland: Adapter für die Steckdosen
  • Je nach Alter: Ein Kuscheltier
Was nicht in den Koffer gehört

Getränke im Koffer bergen immer das Risiko, dass diese auslaufen. Eine ausgelaufene Flasche Wasser mag man dabei verschmerzen. Aber kein Kind möchte wohl tagelang mit in Limonade getränkter Kleidung herumlaufen. Getränke sollten daher besser im Handgepäck Platz finden.

Sprechen sich mitreisende Lehrer gegen die Mitnahme von Tablet, mp3-Player, Konsole oder gar Handy aus? Dann sollte man dies als Eltern unterstützen! Auch wenn Kinder beteuern, dass sie ohne Smartphone praktisch verloren sind. Sie sind es nicht!

In Notfällen sind Kinder schließlich immer über die Telefonnummer der Unterkunft oder das Handy der Lehrer zu erreichen. Und ansonsten schaffen es Eltern und Kinder sicherlich einmal, nicht permanent in Kontakt zu stehen. Umso mehr hat der Nachwuchs zu erzählen, wenn er nach Hause kommt. Und um das Erlebte auch in anschaulichen Bildern präsentieren zu können, spricht sicherlich nichts gegen die Mitnahme einer Kompaktkamera.

Jugendliche hingegen werden sich kaum darauf einlassen, das Handy zu Hause zu lassen. Es dient immerhin als weit mehr als nur als Kamera. Vielmehr erleichtert es auch deutlich die Kommunikation untereinander vor Ort und die Orientierung bei Ausflügen in Kleingruppen. Praktisch ist zudem, wenn reisende Kinder sich alle Infos zur Reise wie Telefonnummern, Treffpunkte und -orte von Infozetteln abfotografieren. So haben sie alle Informationen immer griffbereit auf ihrem Smartphone.

No-Gos bei der Klassenfahrt!

Ansonsten kann man ältere Schülerinnen und Schüler immer wieder nur ermahnen, vernünftig zu sein! Von Alkohol, Zigaretten, Drogen und Waffen sollten sie natürlich generell immer die Finger lassen. Auf einer Schulfahrt haben diese aber nun wirklich gar nichts verloren. Denn dadurch droht dem Jugendlichen mitunter nicht nur der Ausschluss von der Fahrt und die Heimreise auf eigene Kosten. Niemand möchte zudem wohl den Albtraum erleben, dass das eigene Kind – gar im Ausland – mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Was viele Kinder und Jugendliche sicherlich auch nicht wissen: In anderen Ländern gelten teils Altersbeschränkungen für Energy Drinks.

Bildquelle: © unsplash.com/Resi Kling

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